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Reinfall: Erster ETF mit Minusgebühr verkauft sich schlecht

Es war ein vorläufiger Höhepunkt in der Rabattschlacht: Ein amerikanischer ETF-Anbieter kappte im Frühjahr die Gebühr für seinen neuen Fonds und bot stattdessen sogar eine Prämie. Doch selbst diese Negativgebühr lockt nur wenige Anleger in den Indexfolger.

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© Gina Sanders / stock.adobe.com

Es war ein Marketing-Gag, der weltweit für Schlagzeilen sorgte. Der amerikanische Anbieter Salt Financial hatte im Frühjahr einen börsengehandelten Indexfonds (ETF) auf den Markt gebracht, bei dem Anteilseigner nicht nur keine Gebühren zahlen, sondern sogar eine Gutschrift erhalten – sozusagen ein Fonds mit Negativgebühr. Doch diese Offerte kann Anleger offenbar kaum locken. Einem Bericht des "Handelsblatt" zufolge sammelte das Vehikel im ersten halben Jahr seiner Existenz gerade einmal neun Millionen Dollar ein.

Auf dem Feld der börsengehandelten Indexfonds fechten die Anbieter das Ringen um Marktanteile über einen harten Preiskampf aus. Den zeitweiligen Höhepunkt erreichte der Wettbewerb im Sommer 2018, als die US-Fondsgesellschaft Fidelity Indexfonds für Privatanleger zum Nulltarif lancierte. Der Fondsriese bietet die kostenlosen Produkte aber nur auf der hauseigenen Brokerage-Plattform, die er in seinem Heimatmarkt betreibt. In Europa gab es kostenlose ETFs bislang nur im Zuge von zeitlich begrenzten Marketingaktionen.

Zwei Haken
Während die Fidelity-Fonds binnen kürzester Zeit beim Volumen die Milliardenmarke knackten, gelang dem Nischenanbieter Salt Financial mit seinem Lockangebot bislang augenscheinlich nicht der ganz große Durchbruch. Das US-Haus hat neben dem "Geld-obendrauf"-ETF nur einen weiteren Indexfonds im Sortiment. Zudem war das Angebot von vornherein begrenzt: Es gilt nur bis Ende April 2020 und solange das verwaltete Vermögen nicht die Marke von 100 Millionen Dollar übersteigt. Von der letzten Hürde ist der Salt-ETF bislang jedoch noch weit entfernt. (ert)

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