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Kostenoptimierung mit ETFs - aber bitte nachhaltig

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Preiskrieg: Erster ETF mit Minusgebühr steht in den Startlöchern

In den USA hat eine Investmentboutique einen echten PR-Coup gelandet. Salt Financial will Anleger mit einer Gutschrift für einen geplanten ETF anlocken. Die Vertriebsaktion hat aber bei genauer Betrachtung ihre Tücken.

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© vege / stock.adobe.com

Die Neuigkeit sorgte vergangenen Sommer für einigen Wirbel: Fidelity Investments hat am Heimatmarkt USA zwei gebührenfreie Indexfonds lanciert. Einziger Knackpunkt ist, dass Kunden die Portfolios nur über die hauseigene Broker-Plattform ordern können. Damit hat die Gesellschaft die nächste Runde im Kampf um die Gunst von Anlegern passiver Indexfonds oder ETFs eingeläutet, der vor allem über die Gebühren der Produkte geführt wird. Denn nicht nur bei herkömmlichen Fonds, auch bei passiven Papieren gewähren Anbieter mittlerweile mitunter großzügige Gebührenabschläge.

Eine kleine ETF-Boutique aus den Vereinigten Staaten dreht das Rad nun noch weiter und möchte einen Indextracker auf den Markt werfen, der Anleger zumindest am Anfang sogar Geld dafür bezahlt, wenn sie das Investmentprofukt kaufen, wie die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ) meldet. Demnach hat der Anbieter Salt Financial, der weniger als zwei Jahre im Markt ist, bei der US-Börsenaufsicht SEC einen Zulassungsantrag für einen solchen ETF gestellt. Aus dem Zulassungsantrag gehe hervor, dass es sich um einen Low-Beta-ETF auf in den USA börsennotierte Firmen handelt.

Geld zurück unter zwei Bedingungen
Die normalen Gebühren des Fonds, der noch keinen Namen hat, sollen bei 29 Basispunkten liegen. Allerdings würden diese im ersten Jahr nach der Emission zunächst nicht erhoben und Kunden sogar zusätzlich fünf Basispunkte gutgeschrieben, so die Zeitung. Die beiden Voraussetzungen: Das ETF-Gesamtvermögen darf nicht über 100 Millionen US-Dollar klettern. Zudem gilt das Lockangebot auch nur bis zum 30. April 2020. Sobald die verwalteten Gelder des ETF diese Asset-Limite überschreiten oder das Datum erreicht wird, müssen die Investoren die Gebühr von 29 Basispunkten bezahlen.

Konkurrenz schläft nicht
Sollte ein Anleger beispielsweise 10.000 Euro in den Indextracker investieren, bekäme er im ersten Jahr fünf US-Dollar erstattet und anschließend 29 Dollar in Rechnung gestellt. Daher, so die NZZ, werde es umso unwahrscheinlicher, dass Kunden die Belohnung erhalten, je erfolgreicher der ETF Geld einsammelt.

Eines hat die ETF-Boutique schon jetzt erreicht: Die Medienaufmerksamkeit ist riesig. Ob die Anleger den ETF aber letztendlich wirklich kaufen, sei fraglich. Es gebe laut NZZ in den USA bereits sehr viele Anbieter sehr günstiger Low-Beta-Produkte. So koste beispielsweise der ETF "Invesco S&P 500 Minimum Variance" nur zehn Basispunkte, zwei Low-Volatility-Produkte von State Street stellen zwölf Basispunkte in Rechnung, und der ETF Vanguard U. S. Minimum Volatility ruft 13 Basispunkte als Gebühr auf. (jb)

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