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Porsche Holding bricht alle Rekorde mit milliardenschwerem Schuldschein

Das Traditionsunternehmen sorgt bei seiner Premiere am Schuldscheinmarkt für großes Aufsehen. Denn das 2,7 Milliarden Euro große Volumen überbietet sogar den bisherigen Schuldschein-Rekord, eine 2,2-Milliarden-Euro-Transaktion des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen aus dem Jahr 2015.

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© Krisztian Bocsi / Bloomberg

Die Porsche Automobil Holding SE hat bei ihrem Debüt auf dem Schuldscheinmarkt sämtliche Rekorde gebrochen: 2,7 Milliarden Euro hat sich die Holdinggesellschaft, über die die Familien Porsche und Piech ihre Anteile an Volkswagen und der gleichnamigen Sportwagenschmiede verwalten, über diesen Weg geliehen. Über diesen Rekord berichtet Bloomberg News.

Für die kürzlich erfolgte Emission, die ursprünglich mit einem Volumen von nur 500 Millionen Euro veranschlagt war, interessierten sich über 100 Investoren, vor allem europäische und asiatische Banken und Versicherer. Sie diente der Finanzierung eines Teils des Börsengangs der Dr Ing hc Ferdinand Porsche AG im vergangenen Jahr, der ebenfalls einen Mehrjahres-Rekord setzte, merkt Bloomberg an.

Deutsches Instrument gewinnt weltweit an Beliebtheit
Die Finanzierung zeigt auch die weiter wachsende Attraktivität von Schuldscheinen, einem Instrument, das Merkmale von Darlehen und Anleihen vereint. Eigentlich ein Nischenprodukt, das auf deutschem Recht beruht und im Englischen ebenso weiter schuldschein heißt wie kindergarten und schadenfreude, ist es zu einer zunehmend beliebten Finanzierungsoption für große europäische Unternehmen geworden. Die Emission von Porsche entspricht dabei fast einem Zehntel des gesamten Marktvolumens des vergangenen Jahres. Der Umfang der Transaktionen nimmt überall zu.

“Uns haben die schlanke Struktur und die schnelle Vermarktung des Schuldscheins gefallen”, sagte ein Sprecher der Porsche Automobil Holding. “Wir planen weitere Finanzierungen, entweder über Anleihen oder einen Mix von Instrumenten, und vielleicht einen zweiten Schuldschein.”

Porsches Erstemission folgt einer Rekordzahl von Investment-Grade-Firmen, die im vergangenen Jahr Schuldscheine emittierten und das Gesamtvolumen des Marktes auf 33 Milliarden Euro brachten. Auch die Zahl der Debütanten hat sich mehr als verdoppelt, darunter EnBW Energie Baden-Württemberg und Vonovia.

Die Liquidität auf dem Markt ist groß. Das durchschnittliche Volumen stieg im Jahr 2022 auf über 207 Millionen Euro, verglichen mit 172 Millionen Euro im Vorjahr. Und das, obwohl die Märkte für Unternehmensanleihen durch den Einmarsch Russlands in der Ukraine erschüttert wurden.

“Wir sehen einen sehr gelungenen Marktstart im Jahr 2023, der vor allem von starken deutschen Adressen getrieben wird”, sagt Willi Doerges, Direktor Corporate Finance mit Debt Capital Markets bei der Landesbank Baden-Württemberg. “Aus unserer Sicht werden derzeit alle Kredit- und Fremdkapitalmarktinstrumente von Anlegern und Kreditgebern gleichermaßen gut angenommen.”

Details zur Emission
Mit dem Erlös aus dem Schuldschein wird die Porsche Automobil Holding einen Überbrückungskredit zurückzahlen, den das Unternehmen im vergangenen Jahr für den Erwerb von 25 Prozent an der Porsche AG aufgenommen hat. Die Emission wurde von der Deutschen Bank, ING, LBBW und UniCredit arrangiert. Sie übertrifft bei weitem den bisherigen Schuldschein-Rekord, eine 2,2-Milliarden-Euro-Transaktion des Automobilzulieferers ZF Friedrichshafen AG aus dem Jahr 2015.

Größte Schuldschein-Deals      
UnternehmenJahrGröße (Mrd. Euro)LandIndustrieBewertungen Arrangeure
Porsche Automobil Holding SE2023  2,7DeutschlandAuto DB, ING, LBBW, UniCredit
ZF Friedrichshafen AG2015  2,2DeutschlandAutoBaa3/BBB-BayernLB, LBBW
ZF Friedrichshafen AG2019  2,1DeutschlandAutoBaa3/BBB-Commerz, Helaba, LBBW, UniCredit
Robert Bosch GmbH2020  2,0DeutschlandAutoA/ABNPP, LBBW
Hofer KG2016  1,65ÖsterreichEinzelhandel BayernLB, HSBC, LBBW

 

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