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Nordea AM: Pfandbriefe als Krisenschutz mit Performance-Potential

Die Anleihekurse wegen der Zinswende unter Druck, die Realrenditen belastet durch die Inflation: Mit welchen Anleihen lässt sich da noch Geld verdienen? Nach Einschätzung von Henrik Stille, Portfoliomanager bei Nordea AM, sind derzeit am Pfandbriefmarkt interessante Gelegenheiten zu finden.

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Henrik Stille, Portfoliomanager bei Nordea Asset Management
© Nordea Asset Management

So bieten laut Henrik Stille, Portfoliomanager bei Nordea Asset Management, viele Pfandbriefe derzeit deutliche Renditevorteile gegenüber Staatsanleihen bei zugleich besserem Rating: „In Frankreich zum Beispiel bekommen Sie für fünf Jahre mit einem Pfandbrief 50 Basispunkte mehr als mit einer Staatsanleihe – obwohl der Staat nur ein AA-, der Pfandbrief aber ein AAA-Rating hat. Unter Risikogesichtspunkten ergibt das keinen Sinn. Die einzige Erklärung ist, dass die Kaufprogramme der EZB die Renditen normaler Staatsanleihen so stark gesenkt haben, während Pfandbriefe nicht im selben Maße von Zentralbankkäufen profitiert haben.“

Covered Bonds: zuerst von der EZB eher links liegengelassen, nun aber ProfiteureDieser Effekt wird sich in Anbetracht der geldpolitischen Straffung nun ins Gegenteil verkehren und zum Vorteil der Covered Bonds auswirken, ist Stille überzeugt: „Wenn man davon ausgeht, dass die EZB ihre Anleihekäufe in Zukunft reduziert, beziehungsweise sogar ihren Anleihebestand abbauen wird, wird das Druck auf die Preise normaler Bonds verursachen. Bei Pfandbriefen gibt es diesen Effekt aber nicht in diesem Ausmaß. Entsprechend erwarte ich, dass sie besser laufen werden als normale Bonds.“

Relative Value Trades
Der Portfoliomanager von Nordea setzt deswegen aber nicht allein auf Pfandbriefe, sondern will sich vor allem die Performance-Unterschiede von Pfandbriefen zu Staatsanleihen zunutze machen. Stille: „Ich verkaufe normale Staatsanleihen leer und kaufe Pfandbriefe derselben Laufzeit. Ich habe dann das Durationsrisiko komplett eliminiert und mein Ertrag ist nur noch abhängig vom Renditeunterschied dieser beiden Bonds zueinander.“

Weiterer möglicher Performancetreiber
Als weiterer Performancetreiber für Pfandbriefe könnten sich die Rezessionsängste und die generelle Risikoaversion der Marktteilnehmer erweisen, erwartet Stille. Es geht davon aus, dass die Zentralbanken gezwungen sein werden, eine Rezession in Kauf zu nehmen, wenn sie die Inflation wirklich bekämpfen wollen. „Eine sanfte Landung hat noch nie funktioniert“, sagt Stille. „Es könnte sehr gut sein, dass die langfristigen Zinsen am Anleihemarkt ihren Höhepunkt schon überschritten haben, weil nun das Rezessionsszenario gespielt wird. Kommt es dann zu einem Ausverkauf bei Aktien, wären Anleihen als Sicherheitsbaustein wieder gefragt – und für Pfandbriefe gilt das besonders. Insofern wäre meine Erwartung, dass sie sowohl Aktien als auch normale Anleihen in so einem Szenario hinter sich lassen.“ 

Bislang ist die Anlagestrategie von Henrik Stille gut aufgegangen
Der Portfoliomanager hat mit seinem European Covered Bond Opportunities Fund seit Jahresbeginn 1,69 Prozent im Plus, auf Sicht von drei Jahren hat er rund 3 Prozent p.a. Rendite eingefahren. (kb)

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