Neuer Patrizia-Asienfonds peilt mittlere bis hohe Zehner-Rendite an
Die Patrizia SE hat für ihren neuen Emerging Asia Sustainable Infrastructure Fund ein Ankerinvestment von 70 Millionen US-Dollar von der Europäischen Investitionsbank erhalten. Institutional Money war bei der Unterzeichnung in Frankfurt vor Ort.

Kernpunkte:
- Fonds investiert in nachhaltige Infrastruktur in asiatischen Schwellenländern
- Zielvolumen 300 Millionen Dollar, Zielrendite im mittleren bis hohen Zehnerprozentbereich
- EIB Global stellt Ankerinvestment von 70 Millionen Dollar zur Verfügung
Der Entwicklungsarm der Europäischen Investitionsbank, EIB Global, stellt 70 Millionen US-Dollar als Ankerinvestment für den Emerging Asia Sustainable Infrastructure Fund (ESIF) von Patrizia bereit. Der Fonds, den der Augsburger Real-Assets-Manager gemeinsam mit dem japanischen Mitsui-Konzern auflegt, soll die Energiewende in wichtigen Schwellenländern Asiens unterstützen.
Der Fonds strebt ein Volumen von 300 Millionen US-Dollar an und will insbesondere in erneuerbare Energien, nachhaltige Kühlinfrastruktur sowie emissionsarme Mobilität investieren. Zielmärkte sind unter anderem die Philippinen, Vietnam, Indien, Indonesien, Malaysia und Thailand. Mindestens 50 Prozent der Investitionen sollen in nachhaltige Energielösungen und klimaresiliente Infrastruktur fließen.
"Energie ist der wichtigste Engpass beim Aufbau der Infrastruktur der Zukunft, und im Bereich nachhaltige Energie in Emerging Asia füllt unser Fonds eine entscheidende Lücke", sagte Patrizia-CEO Asoka Wöhrmann beim Signing der Vereinbarung mit der EIB in Frankfurt. "Mit dem Emerging Asia Sustainable Infrastructure Fund streben wir eine Rendite im mittleren bis hohen Zehnerprozentbereich an."
Drei Plattforminvestments als Seed-Portfolio
Die EIB will mit ihrer Beteiligung dazu beitragen, privates Kapital für die Energiewende in der Region zu mobilisieren und zugleich Global Gateway, die globale Infrastruktur-Initiative der EU, zu stärken. Laut EIB-Vizepräsidentin Nicola Beer sollen so Investitionen in saubere und resiliente Infrastruktur beschleunigt werden – von erneuerbaren Energien bis hin zu nachhaltiger Mobilität.
Der Fonds wird von Patrizia MBK Fund Management, dem Joint Venture von Patrizia und Mitsui, verwaltet. Beide Partner arbeiten seit mehr als 15 Jahren in Asien und Schwellenländern zusammen.
Zum Start soll der Fonds bereits ein Seed-Portfolio aus drei Plattforminvestments enthalten: Parkwise im Bereich Park- und Mobilitätslösungen und Buskowitz Energy für dezentrale Solarenergie, beide auf den Philippinen, sowie Kaer, ein Anbieter nachhaltiger Kühlinfrastruktur mit Aktivitäten in Singapur, Malaysia, Indien und Indonesien. (dv)

