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Neuer Investmenttrend "Biodiversität" - nun auch als ETF verfügbar

Institutionelle Investoren, die im Rahmen ihrer Nachhaltigkeitsstrategie für ihre Portfolios ein höheres Niveau an Biodiversität erreichen wollen, könnten vielleicht den neuen Ossiam Food for Biodiversity UCITS ETF interessant finden.

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© ink drop / stock.adobe.com

Der neue Anlagetrend zu mehr "Biodiversität" führt nun auch zur Auflage entsprechender Fonds und auch ETFs. So hat der Smart-Beta-Investmentspezialist Ossiam, eine Tochtergesellschaft von Natixis Investment Managers, Anfang dieser Woche den Ossiam Food for Biodiversity UCITS ETF neu auf Xetra, der elektronischen Handelsplattform der Deutschen Börse, listen lassen.

Das Anlageuniversum der Strategie umfasst Large- und Mid-Cap-Aktien aus dem Agrar- und Nahrungsmittelsektor ausgewählter Industrieländer. Alle Teile der Lebensmittellieferkette sind vertreten, einschließlich Landwirtschaft, Nahrungsmittelhersteller, Einzelhandel, Vertrieb, Restaurants und den Herstellern verpackter Lebensmittel.

Das anfängliche Anlageuniversum von rund 250 Aktien wird auf ein Portfolio von etwa 70 Aktien reduziert, die in verschiedenen Sektoren der Lebensmittelindustrie angesiedelt sind. Dabei sind Hersteller von verpackten Lebensmitteln, Restaurants und der Einzelhandel die am stärksten vertretenen Sektoren. Zum 31. Dezember 2020 bestand das aus dieser Strategie resultierende Portfolio aus 66 Aktien.

Der ETF wurde von der Central Bank of Ireland zugelassen. Er hat eine maximale Total Expense Ratio von 0,75 Prozent, verwendet eine physische Replikation und ist in Euro- und Dollar-Anteilsklassen erhältlich. Die ISIN der USD-Anteilsklasse lautet IE00BN0YSJ74, die der EUR-Anteilsklasse IE00BN0YSK89.

Die Food for Biodiversity-Strategie von Ossiam verfolgt einen aktiven quantitativen Ansatz, um der globalen Zerstörung der Biodiversität entgegenzuwirken. Die daraus resultierende Strategie hat laut Ossiam zum Ziel, eine deutliche und quantifizierbare Senkung des Biodiversitäts-Fußabdrucks des Lebensmittel- und Landwirtschaftssektors zu erreichen.


Mit dem Beitritt zum United Nations Global Compact (UNGC)  hebt Institutional Money den Money for Change (M4C)-Award aus der Taufe.

Die hochkarätig besetzte Jury, bestehend aus Vertretern von UNGC, Ban Ki-moon Centre, Impact Hub Vienna, Toniic, PRI und den Partnerinitiatoren Mercer sowie Institutional Money suchen Asset Owner, Corporates, Enterpreneurs und Kooperationen, die im Bereich Impact-Ökonomie herausragendes leisten. Die Gewinner des-, und Teilnehmer am Award erhalten die einmalige Möglichkeit ihre Impact-Aktivitäten vor einem breiten Publikum an potentiellen Investoren, Partnern oder Kunden bekannt zu machen.

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Biodiversität in Gefahr
Bruno Poulin, CEO von Ossiam, sagt dazu: „Alle Sektoren der Wirtschaft müssen auf vielfältige Weise ihren Beitrag dazu leisten, der zunehmenden Zerstörung unserer Umwelt entgegenzuwirken. Schätzungen zufolge wird die Weltbevölkerung bis zum Ende dieses Jahrhunderts auf etwa elf Milliarden Menschen anwachsen*. Doch wenn sich die gegenwärtigen Methoden der Nahrungsmittelproduktion und die Ernährungsweise nicht drastisch verändern, wird dies voraussichtlich katastrophale ökologische, soziale und politische Konsequenzen haben. Die Mobilisierung von Kapital und das Engagement bei Unternehmen im gesamten Nahrungsmittel- und Landwirtschaftssektor ist eine Möglichkeit, einen positiven Beitrag zu den immensen ökologischen Herausforderungen zu leisten, vor denen die Menschheit jetzt steht.“

Hoher Impact
Typischerweise führt die Portfoliokonstruktion laut Gesellschaftsangaben zu einem Fonds, bei dem die negativen Auswirkungen auf die Biodiversität um 99 Prozent reduziert sind. Verglichen mit einer Investition in das Anlageuniversum der Benchmark entspricht das pro 100 Millionen US-Dollar investiertem Kapital der Rettung von 218 km² unberührtem Lebensraum.

Bezogen auf die klassischen Treibhausgas- und ESG-Kennzahlen hat das Portfolio einen geringeren CO2-Fußabdruck als die globale Aktienbenchmark und höhere ESG-Werte als das ursprüngliche Anlageuniversum. Zudem weist das Portfolio in Bezug auf die Nachhaltigkeitsziele (SDG) der Vereinten Nationen im Vergleich zum Nahrungsmittelsektor bessere Werte auf (50 Prozent beim SDG-Umweltscore, 20 Prozent beim SDG-Sozialscore, beides basierend auf ISS-Research). Zudem entspricht laut dem Bericht des World Resources Institute 2019 das Portfolio dem Ziel, die Klimaerwärmung auf zwei Grad zu begrenzen.

Spezielle Engagement-Politik
Ossiam hat für diesen ETF eigenen Angaben zufolge eine spezielle Engagement-Politik implementiert. Die ESG-Analysten von Ossiam stehen in Dialog mit ausgewählten Portfoliounternehmen, um sicherzustellen, dass diese konkrete Ergebnisse identifizieren, planen und verfolgen:

  • die Erhaltung und nachhaltige Nutzung der Ökosysteme sicherzustellen
  • die negativen Auswirkungen, die ein Unternehmen auf die biologische Vielfalt hat, abzumildern und das Aussterben bedrohter Arten zu verhindern
  • Maßnahmen gegen den Klimawandel in die Unternehmenspolitik, die Strategien, den Betrieb selbst und die erzeugten Produkte zu integrieren.

Das Abstimmungsverhalten von Ossiam setzt hohe Erwartungen in die Kontrolle und das Handeln des Vorstands in Bezug auf das Klima. Das verstärkt die positive Wirkung dieses Fonds.

Investmentprozess
Das Research-Team von Ossiam hat arbeitet mit Iceberg Data Lab zusammengearbeitet, um geeignete quantitative Kennzahlen für die Strategie zu entwickeln. Iceberg Data Lab liefert die Kennzahlen zur Biodiversität auf Ebene der Emittenten und bewertet die Wirkungen von Unternehmen in Abhängigkeit von ihren Aktivitäten und dem Ort der agrarwirtschaftlichen Landnutzung.

Die Biodiversität wird anhand der Mean Species Abundance (MSA), des durchschnittlichen Artenreichtums, gemessen, ein Indikator für den Zustand der Biodiversität in einem Ökosystem. Er stellt den aktuellen Zustand eines Ökosystems dem ungestörten natürlichen Zustand gegenüber. Entspricht die Auswirkung eines Unternehmens zum Beispiel der Zerstörung der Biodiversität von einem Quadratkilometer unberührtem Wald, dann kommt es auf einen MSA von -1 km². Unternehmen können ihr Rating jedoch verbessern, indem sie ihre Praktiken bei einem der vier gemessenen Einflussfaktoren verbessern:

CO2-Emissionen, Landnutzung, die wertvollen Raum von natürlichen Lebensräumen wegnimmt, Umweltverschmutzung durch Düngemittel, da die darin enthaltenen Stickoxide (NOx) den Boden versauern, und Verschmutzung von Süßwasser. Die Bewertung umfasst das Unternehmen sowie seine Lieferanten und Kunden.

Um ein optimiertes Portfolio zu erstellen, das die Mean Species Abundance unter den gegebenen Bedingungen maximiert, nutzt das Team von Ossiam einen speziellen Investmentprozess, der auf einem systematischen Ansatz und ESG-Daten von Expertenfirmen (Sustainalytics, Trucost, ISS, Iceberg Data Labs) beruht.  (aa)

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