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Neue Studie zeigt: Indexfonds schlagen Stockpicker über zehn Jahre

Die Diskussion darüber, ob passive Fonds ihren aktiven Konkurrenten überlegen sind, bekommt wieder neues Futter. Eine Studie von Morningstar zeigt, dass die Indextracker über zehn Jahre klar besser waren.

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© Thomas Reimer / stock.adobe.com

Passive Investmentfonds haben ihre aktiv anlegenden Mitbewerber über einen Zeitraum von zehn Jahren klar hinter sich gelassen. Nur in zwei von 49 Kategorien konnten die aktiven europäischen Stockpicker passive Portfolios schlagen. Das berichtet die "Financial Times" (FT) unter Berufung auf eine aktuelle Studie von Morningstar. 

Die Auswertung basiert auf 9.400 aktiven und passiven Portfolios, die in Europa domiziliert sind und in Summe 2,9 Milliarden Euro verwalten. Die Fondsanalysten haben hierzu die aktiven Produkte mit einer Benchmark aus selbst zusammengestellten Indextrackern verglichen, und nicht mit Indizes, die keine Gebühren umfassen. 

Massive Kritik an Gebühren
Das ist aber noch nicht alles. Die Analyse von Morningstar ergab ferner, dass weniger als 25 Prozent der Stockpicker die Indexfonds über einen Zeitraum von mehr zehn Jahren übertreffen konnten. "Anleger zahlen einen hohen Preis für unterdurchschnittliche Langzeit-Performances von teuren aktiv gemanagten Fonds", zitiert die FT Mick McAteer, Co-Chef des Beratungsunternehmens Financial Inclusion Centre.

"Die Indizien sind überwältigend: Ein großer Teil der Fondsbranche ist ineffezient und schröpfen ihre Kunden um hohe Summe", erklärt McAteer der Wirtschaftszeitung zufolge. Das sehen die Aufsichtsbhörden ähnlich: Die EU-Wertpapaieraufsicht ESMA hatte in einer Analyse festgestellt, dass die Kosten von aktiven Produktengehörig an der Rendite von Anlegern nagen.

In Nischen schlagen sich Stockpicker besser
Die Studie ist die jüngste in einer Reihe von Analyse, die zeigen, dass aktive Fondsmanager regelmäßig ihren passiven Mitbewerbern unterlegen sind. Allerdings sind diese Aussagen zu relativieren. Eine andere Untersuchung von Morningstar ergab etwa, dass die Ergebnisse der aktiven Manager über einen kürzeren Zeitraum wie drei Jahren gar nicht schlecht sind. Erst bei längerer Betrachtung bleiben sie merklich hinter den passiven Produkten zurück. Zu einemähnlichen Resultat ist auch die Ratingagentur Scope gekommen.

Davon abgesehen gibt es immer auch Nischen, in denen die Stockpicker besser abschneiden. So berichtet die FT weiter, dass aktive Manager in Kategorien wie britischen Nebenwerten oder norwegischen Aktien bessere Ergebnisse als die Indextracker erzielten. (jb)

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