Neuaufstellung: sentix nennt Fonds um, bietet aggressivere Produkte an
Der auf Behavioral Finance spezialisierte Asset Manager sentix will mit institutionellen Investoren stärker ins Geschäft kommen. sentix gibt daher seinen Fonds einerseits ein schärferes Profil und lanciert andererseits auch aggressivere Produktlösungen.
sentix Asset Management nennt seinen Fonds „sentix Fonds 1“ um. An der grundliegenden Strategie des Vehikels ändert sich nichts. Laut sentix-Mastermind Manfred Hübner wolle man mit diesem Schritt vor allem gegenüber professionellen Marktteilnehmern die Anlagestrategien klarer zum Ausdruck bringen sowie bei dieser Gelegenheit das hauseigene Produktangebot um einige interessante Investmentbausteine erweitern. „Unser Flaggschifffonds sentix 1 bekommt neue Brüder und Schwester“, erklärt Hübner im Gespräch mit Institutional Money.
sentix Fonds 1 wird „sentix Total Return –defensiv-“
Durch diese Umbenennung will die Frankfurter Fondsboutique das Anlageziel ihres Flaggschifffonds klarer hervorstreichen. Der nunmehrige „sentix Total Return –defensiv-“ hat innerhalb eines Kalenderjahres eine Wertuntergrenze von 90 Prozent gemessen am NAV und strebt eine jährliche Rendite von Euribor plus drei Prozent an.
Zukünftig will sentix Investoren eine offensivere Variante anbieten („sentix Total Return –offensiv-“), die die defensive Strategie gehebelt (ungefähr mit Faktor zwei) umsetzt und dabei mit einer jährlichen Wertuntergrenze von 80 Prozent ein Ertragsziel von Euribor plus 5,5 Prozent erreichen möchte.
Beide Total-Return-Fonds setzen auf Basis der hauseigenen Sentiment-Analysen auf einen Multi-Asset-Ansatz und wollen damit institutionellen Investoren Vorteile bei der Diversifikation bieten.
Neben der „Total-Return-Säule“ bietet sentix zukünftig – ebenfalls auf Basis der Behavioral Finance -auch die offensiveren Säulen „Risk Return“ sowie „Beta Return“ an.
„Im Zweifel für die Chance“
„Investoren die das volle Potential aus dem „Sentiment-Value“ heben wollen, sollten sich die sentix Risk Return Familie vormerken“, erklärt Peter Kolb, Direktor für Institutionelle Mandate bei sentix. Beim Risk-Return-Ansatz sollen antizyklisch und ohne Wertuntergrenze auf Basis absoluter Renditeziele gezielt Chancen in einzelnen Assetklassen gesucht und hoffentlich auch genutzt werden.
Wie Institutional Money in Erfahrung bringen konnte, sind dabei sowohl eine Aktien-, als auch ein Rentenstrategie in Planung, wobei sentix sowohl auf der Long,- als auch auf der Shortseite von Stimmungsschwankungen respektive -übertreibungen am Markt profitieren will. „Bei diesen beiden neuen Produkten soll die Suche nach günstigen Gelegenheiten und das Eingehen von Risiken an erster Stellte stehen – im Zweifel entscheiden wir uns für die Chance“, sagt Hübner.
ETFs sollen geschlagen werden
Im Rahmen der dritten Säule „Beta Return“ tritt sentix mit ihrem bereits seit über drei Jahren am Markt befindlichen „sentix Fonds Aktien Deutschland“ gegenüber ETFs und andere Indextracker an. Das Vehikel bildet den DAX mit einem Beta zwischen 0,8 und 1,2 ab. Die „Marktsteuerung“ respektive das Beta-Exposure erfolgt ebenfalls auf Basis der regelmäßig durchgeführten Sentiment-Erhebungen. „Der Fonds will nach Kosten den Index sowie die ETFs schlagen“, erklärt Hübner. „Der sentix Fonds Aktien Deutschland liefert Indexertrag plus sentix-Sentimentkomponente, die nach Kosten zu einem smarten Ergebnis führt.“ (aa)
