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M&G startet auch für letzten Flaggschiff-Fonds eine Luxemburg-Version

Für den Fall eines harten Brexit hatte das Traditionshaus bereits von einer ganzen Reihe seiner Fonds in Luxemburg Kopien aufgebaut. Das Dickschiff Global Themes blieb bislang außen vor. Nun startet M&G aber auch von dieser Strategie eine Luxemburg-Version.

Werner Kolitsch, M&G-Länderchef für Deutschland und Österreich
Werner Kolitsch, M&G-Länderchef für Deutschland und Österreich: "Bestehende Anleger können weiterhin im britischen Global Themes investiert bleiben. Auch Sparpläne können weiterlaufen."
© M&G Investment

Die britische Fondsgesellschaft M&G hat für den milliardenschweren Global Themes Fund eine Luxemburger Version gestartet. Dies geht aus einer Mitteilung hervor, die unserer Redaktion vorliegt. Demnach soll der neue Fonds die gleiche Anlagestrategie verfolgen wir das britische Original. Zudem wird auch Manager Alex Araujo die Luxemburger Variante steuern. Der Global Themes war früher unter dem Namen Global Basics vermarktet worden und hatte ein Milliardenvolumen erreicht.

Das Traditionshaus hatte, als einer der wenigen Anbieter, britische Fonds im größeren Stil auf dem europäischen Kontinent vertrieben. Als Vorkehrung für den Fall eines harten oder ungeregelten Brexit legte M&G Luxemburger Kopien der britischen Fonds an. Anlegergeld in Höhe von gut 40 Milliarden Euro zog dabei um. Beim Global Themes hatte das Haus hingegen auf diesen Schritt bislang verzichtet. Denn der Fonds liegt in den Depots vieler Altanleger aus Deutschland, die bei einem Umzug von Großbritannien nach Luxemburg Steuerfreibeträge zumindest teilweise verloren hätten.

Investoren können engagiert bleiben
Aus diesem Grund müssen kontinentaleuropäische Anleger auch nicht in die neue Luxemburg-Variante umziehen – anders als bei den bisherigen Übertragungen. Hier war ein Umzug praktisch Pflicht. "Bestehende Anleger können weiterhin im britischen Global Themes investiert bleiben", sagt Werner Kolitsch, M&G-Länderchef für Deutschland und Österreich, gegenüber unserer Redaktion.

"Wir haben zudem Vorkehrungen getroffen, dass auch im Falle eines harten Brexit unsere Kunden ihr Geld in dem Fonds belassen können", führt Kolitsch weiter aus. Details kann das Haus noch nicht nennen. Wie aber aus Branchenkreisen zu hören ist, würde sich die deutsche Finanzaufsicht Bafin in solchen Fällen auf eine Zulassung als alternativer Investmentfonds (AIF) einlassen. Die neue Version des Global Themes hat M&G daher aus einem anderen Grund an den Start gebracht. "Den Luxemburger Global Themes haben wir vorrangig für Neukunden aufgelegt. Diesen stellen wir entsprechend im Vertrieb in den Fokus", erläutert Kolitsch.

Vergängliche Moden meiden
Der Global Themes investiert in vier strukturelle Trends: Demografie, Umwelt, Innovationen und Infrastruktur. "Wir setzten auf die Trendthemen der Zukunft. Zugleich versuchen wir, Modeerscheinungen und vergängliche Hypes zu meiden", erläutert Kolitsch die Investment-Philosophie. Im Fokus würden stabile Geschäftsmodelle liegen und keine kleinen, überteuerten Wachstumstitel. "Der Fonds konzentriert sich auf bleibende Themen und solche Unternehmen, die davon am stärksten profitieren können", ergänzt Fondsmanager Alex Araujo.

"Wir positionieren den Global Themes als konservativen, thematischen Basisfonds", berichtet Kolitsch. Der thematische Ansatz komme bei den Anlegern sehr gut an. Das am 19. März 2019 aufgelegte Luxemburg-Pendant des Global Themes verwaltet bereits ein Volumen von 153 Millionen Euro. "Darüber hinaus achten wir auch auf nachhaltige und verantwortungsbewusste Unternehmensführung. Das ist einzigartig im Markt." (ert)

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