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Mehr Hedgefonds, weniger Anleihen: BlackRock rät zu Umschichtung

BlackRock empfiehlt institutionellen Anlegern, ihre Hedgefonds-Allokation deutlich zu erhöhen. Angesichts globaler Unsicherheit, schwankender Inflation und geopolitischer Risiken könnten die Strategien entscheidend zur Rendite beitragen – besonders Makro- und marktneutrale Fonds.

© magele-picture / stock.adobe.com

Institutionelle Anleger sollten ihr Engagement in Hedgefonds erhöhen, um in Zeiten globaler Unsicherheit, schwankender Inflation und geopolitischer Risiken höhere Renditen zu erzielen. Dazu rät laut einem Bericht der "Financial Times" (FT) das BlackRock Investment Institute, die Strategieabteilung des weltgrößten Vermögensverwalters,

"Wir glauben, dass Investoren heute bis zu fünf Prozentpunkte mehr in Hedgefonds halten können als noch vor 2020", heißt es in einer Mitteilung. Es ist die bislang größte Erhöhung, die das Institut je für diesen Sektor empfohlen hat.

Hedgefonds "als zentrales Instrument im Portfoliomanagement"
Nach Jahren eher schwacher Ergebnisse und einer stärkeren Kapitalverlagerung in Private Equity und Private Credit sehen die BlackRock-Strategen Hedgefonds nun "als zentrales Instrument im Portfoliomanagement". Dies rechtfertige eine höhere Gewichtung entsprechender Strategien. Finanziert werden könne diese Anpassung durch eine Reduzierung von Staatsanleihen und Aktien der Industrieländer – ohne die Allokation in Private Markets zu verändern.

Outperformance seit Corona-Pandemie
Top-Hedgefonds erzielten seit Beginn der Corona-Pandemie bessere Überrenditen als in den Jahren nach der Finanzkrise 2008. Besonders Makro-Hedgefonds, die von großen Marktschwankungen profitieren, legten deutlich zu. Der "Macro Discretionary Thematic Index" von Hedge Fund Research (HFR) stieg bis Ende Juli um 7,51 Prozent – gestützt durch Wetten auf die Richtung der globalen Märkte im Zuge des von US-Präsident Donald Trump ausgelösten Zollstreits.

Das Londoner Haus Rokos Capital Management etwa verzeichnete bis Juli ein Plus von 13,7 Prozent. Konkurrent Brevan Howard hingegen meldete ein gemischtes Bild: Das Master-Fund-Produkt lag Mitte August knapp ein Prozent im Minus, während der Alpha Strategies Fund um sechs Prozent zulegte.

Neue Marktbedingungen schaffen Chancen
Der Verlust langfristiger makroökonomischer Konstanten – wie stabiles Wachstum, moderate Inflation und fiskalische Disziplin – sorge für höhere Marktvolatilität und damit für Chancen, die besonders aktive Manager und Hedgefonds nutzen können.

Laut Preqin, einem zu Blackrock gehörenden Datenanbieter, beträgt die durchschnittliche Allokation institutioneller Anleger in Hedgefonds derzeit zwischen vier Prozent bei europäischen Pensionsfonds und 17 Prozent bei US-Vermögensverwaltern.

Mehr Rolle für aktives Management
"Dies ist generell ein Umfeld, in dem aktives Management besser abschneiden kann", betont Vivek Paul, globaler Leiter Portfolioresearch beim BlackRock Investment Institute. "Wer heute langfristige Portfolios aufbaut, sollte Hedgefonds und aktive Strategien stärker berücksichtigen." Eine Erhöhung um bis zu fünf Prozentpunkte sei "keine kleine Anpassung". Besonders Makro- und marktneutrale Hedgefonds seien für die aktuelle Lage geeignet. (aa)

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