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Markus Voigt, Aream: "Bei Ökostrom jede Kilowattstunde herauspressen"

Alternative Investments im Bereich Qualified Infrastructure bieten bei langen Laufzeiten schöne und regelmäßige Renditen. Rechtsrisiken sind bezüglich der gängigen Subventionen zwar nicht ausgeschlossen, die operativen Fortschritte innerhalb der Branche machen dieses Risiko laut Aream jedoch wett.

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Markus Voigt, Managing Partner von Aream, erklärt regulatorische und technische Vorzüge von alternativen Investments im Bereich Qualified Infrastructure.
© Marlene Fröhlich / Institutional Money

Rendite, und das langfristig, geht sehr wohl, postulierte Markus Voigt, Managing Partner auf dem jüngsten in Wien abgehaltenen INSURANCE DAY, allerdings wohl nur eher über alternative Strategien. 

Derer gibt es viele, Voigt stellt jedoch einen speziellen Ansatz vor, der spezifische nachhaltige Megatrends umfasst und dabei gleichzeitig die Vorzüge regulatorischer Rahmenbedingungen nützt. Konkret bietet das Unternehmen über den Fonds "Renewable Energy" ein Produkt an, das auf Qualified Infrastructure setzt. Damit setzt der Investor auf nachhaltige Energieproduktion, vornehmlich aus Windkraft, in zweiter Linie aus Solarenergie.

Auf die Frage aus dem Publikum, ob Ökostrom nicht vor allem durch staatliche Interventionen gepusht werde und das Geschäftsmodell gefährdet sein könnte, sollten diese Subventionen reduziert werden, auslaufen oder gar abgeschafft werden, verweist Voigt auf einen substanziellen Reifeprozess der Branche. "Ökostrom ist den Kinderschuhen entwachsen", erklärt der Aream-Mann. Die Kosten von Ökostrom lägen derzeit beispielsweise rund 50 Prozent unter denen von Atomstrom. Das läge daran, dass man es im vergangenen Jahrzehnt geschafft habe, die Kosten von nachhaltiger Energie um rund 90 Prozent zu drücken.

Rechtsrisiken
Vollkommen ausschließen könne man Rechtsrisiken natürlich nicht. Voigt verweist auf Spanien, wo die Regierung vertraglich gesicherte Subventionen für die Ökostrom-Industrie reduziert hat. Laut Voigt hätten bereits mehrere Mitbewerber erfolgreich gegen diese Maßnahme geklagt, auch Aream hat inzwischen den Weg der Gerichtsbarkeit beschritten.

Effizienz gewinnen die Aream-Investments in Wind- und Solarportfolios unter anderem dadurch, dass Investments in qualifizierte Infrastruktur mit weniger Eigenkapital unterlegt werden muss. Dadurch kann das Kapital in bis zu 50 Prozent mehr Anlage investiert werden, als das bei herkömmlichen Infrastrukturprojekten der Fall wäre.

Geringe Korrelation
Vor diesem Hintergrund stellt Aream bei einem empfohlenen Anlagehorizont von 12 bis 15 Jahren eine Zielrendite von mehr als fünf Prozent in Aussicht. Neben der Rendite verweist Voigt auch auf Diversifikationseffekte, die durch die geringen Korrelationen zu den herkömmlichen Märkten entstehen, "außerdem haben wir ein gut diversifiziertes Portfolio mit 0,06 Prozent Value-at-Risk.

Dass Renditen dieses Ausmaßes – und unter der Voraussetzung, dass man nicht zu früh aussteigt – erzielt, liegt aber nicht nur an den regulatorischen Benefits, sondern auch daran, dass "wir dabei helfen, jede mögliche Kilowattstunde aus den Kraftwerken herauszupressen". Das gelingt über eigenes Research und Controlling aber auch den Einsatz von Künstlicher Intelligenz. So können Ineffizienzen und drohende Schäden erkannt und behoben werden, bevor sie entstehen. (hw)

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