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H2O-Fonds: Lars Windhorst will 550 Millionen Euro zurückzahlen

In den eingefrorenen Fonds der Investmentboutique H2O ist ein Milliardenbetrag gebunden. Der Investor Lars Windhorst behauptet nun, einen erheblichen Teil der Verbindlichkeiten an H2O innerhalb einiger Wochen begleichen zu wollen. Dies wäre ein Fortschritt für die Fondsanleger.

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© mhp / stock.adobe.com

Der deutsche Investor Lars Windhorst hat angekündigt, "in den nächsten Wochen nicht weniger als 550 Millionen Euro" an die Fondsgesellschaft H2O Asset Management zurückzuzahlen. Dies teilte der Sponsor des Berliner Fußballklubs Hertha BSC der Wirtschaftszeitung "Financial Times" mit. Sollte der Betrag tatsächlich fließen, wäre ein erheblicher Teil der Verbindlichkeiten abgetragen, die Windhorsts Tennor Holding mehreren Fonds der gebeutelten Boutique H2O schuldet. Der Asset Manager war in schweres Fahrwasser geraten, nachdem im Sommer 2019 das massive Engagement in Windhorst-Firmen bekannt geworden war.

H2O hatte jüngst in einem Schreiben an die Anleger der betroffenen Fonds mitgeteilt, dass eine im Frühjahr fällige Rückzahlung einer Anleihe von Tennor ausgeblieben war. In der Anleihe mit einem Volumen von rund 1,1 Milliarden Euro sind Schulden von Windhorsts Beteiligungssammelsurium gebündelt. Dazu zählen Firmen wie der italienische Dessous-Hersteller La Perla, eine deutsche Immobilienholding oder eine Ölhandelsgesellschaft. Statt der Tilgung hatten die Portfolios Papiere des Fahrdienst-App-Anbieters Gett erhalten.

"Starke Leistung erbracht"
Nun will Windhorst die Verbindlichkeiten jedoch zu einem guten Teil begleichen – in Barmitteln. "Unsere über verschiedene Sektoren und Regionen hinweg gestreuten Geschäftsbereiche haben im ersten Halbjahr 2022 eine starke Leistung erbracht, und infolgedessen konnten wir die liquiden Mittel in den verschiedenen Konzerneinheiten auf über 500 Millionen Euro erhöhen", sagte Windhorst der "FT". Da der Schuldenabbau "weiterhin Priorität habe", werde H2O in den kommenden Wochen mindestens 550 Millionen Euro in Barmitteln erhalten.

Geht die Rate tatsächlich ein, steigen die Aussichten für Anleger auf eine Rückzahlung des Geldes, das seit 2020 in geschlossenen H2O-Fonds gefangen ist. Die von den einstigen Starmanagern Bruno Crastes und Vincent Chailley gegründete Gesellschaft hatte im Sommer 2020 mehrere Fonds zeitweilig schließen müssen, in denen Papiere von Unternehmen lagen, die dem Windhorst-Konglomerat zuzurechnen sind. Die betroffenen Portfolios wurden in liquide Teile und illiquide "Seitentaschen" aufgeteilt. Die liquiden Teile wurden wieder geöffnet. Die Seitentaschen mit den weitgehend illiquiden Windhorst-Papieren blieben hingegen geschlossen und werden abgewickelt.

Stockende Abwicklung
Doch die Auflösung geriet ins Stocken. Zunächst wollte Windhorst die Papiere zurückkaufen. Dies scheiterte jedoch offenbar an einem Einspruch der Behörden. Dann einigten sich H2O und Tennor darauf, die Verbindlichkeiten der Windhorst-Gesellschaften in einer Anleihe zu bündeln. Die ursprünglichen Papiere seien als Sicherheit behalten worden. Zudem seien weitere Papiere als Sicherheiten gestellt worden, hieß es damals.

Dann war die Tennor Holding im November 2021 von einem niederländischen Gericht für zahlungsunfähig erklärt worden. Ein Berufungsgericht hatte die Entscheidung noch im Dezember wieder aufgehoben. H2O reduzierte in der Folge mit Verweis auf die Berücksichtigung weiterer Gläubiger von Tennor den Wert der Anleihe um 26,3 Prozent auf rund 838 Millionen Euro. Den Wert der Fonds-Seitentaschen hatte H2O im Herbst 2020 auf 1,6 Milliarden Euro taxiert. Per Ende 2021 schätzte die Gesellschaft den Wert nur noch auf rund eine Milliarde Euro. H2O betonte jüngst, dass die Liquidation der Seitentaschen und die Auszahlung der Anleger für 2022 angestrebt werde. (ert)

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