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Assets in Gold-gedeckten ETFs stiegen 2019 auf ein All-Time-High

Ein Highlight des vergangenen Jahres war sicherlich, dass die Bestände an goldgedeckten ETFs und ähnlichen Produkten um 19,2 Milliarden US-Dollar oder zirka 400 Tonnen zulegen konnten. Nettozuflüsse gab es dabei in fast allen Ländern. Alle diese ETFs zusammen repräsentieren zirka 2.900 Tonnen Gold.

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© ktsdesign / stock.adobe.com

Alles in allem stiegen die Assets under Management in goldgedeckten ETFs im Jahresabstand um 37 Prozent, was zum einen an den Netto-Zuflüssen, zum anderen aber auch am Anstieg des Goldpreises um 18,4 Prozent lag. Wie sich die Flows monatsweise und je nach Region, in Tonnen gerechnet,entwickelten, zeigt die folgende Grafik des WGC (World Gold Council).

Regionale Feinheiten
Nordamerikanische Gold-ETFs führten die Liste bei den Nettozuflüssen an und sorgten für 206 Tonnen oder 10,1 Milliarden US-Dollar mehr. Das entspricht einem Zuwachs von 14,4 Prozent. Die Zunahme der globalen Spannungen und die Leitzinsherabsetzungen der Fed befeuerten die Unsicherheit und damit die Nachfrage nach dem gelben Metall. Knapp hinter den USA liegt Europa mit Zuflüssen auf Nettobasis von 188 Tonnen oder 8,8 Milliarden US-Dollar beziehungsweise einem Anstieg von 13,6 Prozent. Dahinter standen zu eine großen Teil in Großbritannien domizilierte ETFs, die alleine nicht zuletzt aufgrund der nicht enden wollenden Brexit-Bedenken einen Zufluss von 91 Tonnen verbuchten. 

In Asien hingegen stagnierte das Volumen, es gingen sogar 0,1 Tonnen verloren. Im Rest der Welt hingegen war auch wieder ein ähnlich starkes Wachstum wie in den USA und Europa mit 16,3 Prozent, in absoluten Zahlen aber recht bescheidenen 6,3 Tonnen, die meist in Australien gelistete Fonds betrafen, zu verzeichnen.

Länderbetrachtung
Die Aufschlüsselung zeigt, dass in allen Staaten außer China, Kanada, Liechtenstein, Malaysia und Thailand goldgedeckte ETF-Bestände im Jahresvergleich wuchsen. Besonders stark waren die Zuwächse im Frankreich mit einer annähernden Verdoppelung ausgefallen, aber auch in Italien, Australien und der von politischen und Währungs-Krisen erschütterten Türkei gab es deutlich stärkeres Wachstum als im Mittel zu beobachten.

Quelle: WGC

Top- und Flop-10 der eingesetzten Instrumente
Die größte Wachstumsrate mit 218,5 Prozent hatte der WisdomTree Physical Swiss Gold ETF aus Großbritannien zu verzeichnen. Das war das Äquivalent von 37 Tonnen Gold. Absolut betrachtet hat aber der Marktführer SPDR Gold Shares 105,5 Tonnen zulegen können, was aber nur einem Zuwachs von 16,3 Prozent entsprach. Gut dabei waren auch die beiden iShares Produkte aus den USA und dem UK, die in Summe sogar mehr als der SPDR Gold Trust auf die Waage bringen. Bezieht man allerdings auch den SPDR Gold MiniShares Trust in die Berechnung mit ein, dann hat ja doch wieder State Street mit der SPDR-Familie das bessere Ende für sich. 

(kb)

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