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Franklin Templeton sorgt mit Green Bond ETF für Premiere

Der US-amerikanische Asset Manager bringt den ersten aktiv gemanagten Green Bond ETF für europäische Investoren an den Markt. Das Management des Franklin Liberty Euro Green Bond UCITS ETF ist ambitioniert und will mit dem ETF die Benchmark Bloomberg Barclays MSCI Euro Green Bond Index outperformen.

David Zahn, Head of European Fixed Income
David Zahn, Head of European Fixed Income
© Franklin Templeton

Investoren erleben Ende April eine kleine Premiere: Denn Franklin Templeton lanciert den ersten aktiv verwalteten Euro Green Bond ETF in Europa. Unter der Leitung von David Zahn, Head of European Fixed Income, London, und Rod MacPhee, Portfolio Manager, Franklin Templeton Fixed Income Group in London, wird der neue Franklin Liberty Euro Green Bond UCITS ETF aus Anleihen bestehen, die Projekte für eine kohlenstoffärmere Zukunft finanzieren. Dank aktiver Auswahl der Anleihen soll der Fonds den Bloomberg Barclays MSCI Euro Green Bond Index übertreffen.

Der neue ETF notiert ab 30. April an der Deutschen Börse (DB) und ab 2. Mai 2019 an der London Stock Exchange (LSE) und der Borsa Italiana. In Österreich ist Produkt per 2. Mai 2019 registriert. Damit ergänzt er das mittlerweile aus neun Smart Beta- und aktiven ETFs bestehende Angebot der in Irland domizilierten ETF-Fondsreihe Franklin LibertyShares UCITS ETF.

Der Franklin Liberty Euro Green Bond UCITS ETF wird mindestens 70 Prozent seines Nettovermögens in Anleihen investieren, die als „grün“ deklariert sind, während der Rest aus Anleihen besteht, die klimaschonende Projekte finanzieren, aber keine offizielle Zertifizierung aufweisen.

„In Europa steigt die Nachfrage nach ESG-Produkten, da sowohl Anleger als auch Aufsichtsbehörden den Druck erhöhen, ökologische, ethische und mit der Unternehmensführung verbundene Faktoren in Anlageportfolios zu integrieren“, erklärt Caroline Baron, Head of ETF Sales EMEA, bei Franklin Templeton. „Wir freuen uns sehr, unser bestehendes Angebot an aktiv verwalteten ETFs um den Franklin Liberty Euro Green Bond UCITS ETF zu erweitern, dessen Preis bei 30 Basispunkten liegt.“

Grüne Anleihen sind stabiler
Laut David Zahn weisen Green Bonds in Phasen erhöhter Risikoaversion weisen eine geringere Volatilität auf, da Anleger in der Regel an diesen Anleihen festhalten. Hauseigene Daten deuteten darauf hin, dass sowohl an den Primär- als auch an den Sekundärmärkten 72 Prozent der grünen Anleihen nach sieben Tagen engere Spreads aufwiesen als herkömmliche Anleihen. Nach 28 Tagen zeigte sich bei immerhin noch 62 Prozent das gleiche Bild. „Wir sind davon überzeugt, dass ein aktives Management uns die besten Möglichkeiten bietet, von diesen Spread-Chancen zu profitieren. Nicht-zertifizierte grüne Anleihen bieten gute Investitionsmöglichkeiten, die weniger bekannt sind als ihre offiziell zertifizierten grünen Pendants, da die Nachfrage vergleichsweise geringer ist.“

Er fügt hinzu: „In unserem Investmentteam halten wir es für wichtig, unsere Position zu nutzen, um Rechenschaft zu fordern. Dementsprechend werden wir von allen Emittenten in unserem Portfolio verlangen, dass sie ein Basisniveau bezüglich der Berichterstattung zu Umweltauswirkungen erfüllen, unabhängig davon, ob eine Emission als „grün“ eingestuft ist.“

ETF soll Benchmark schlagen
Das Investmentteam macht im Rahmen des Portofoliomanagements eine fundamentale Bottom-up-Bonitätsanalyse für Unternehmensanleihen und wendet gleichzeitig das von Franklin Templeton selbst entwickelte ESG-Modell für Staatsanleihen an. Der Schwerpunkt liegt zwar auf zulässigen grünen Anleihen, jede Anlage erfordert jedoch eine interne Kreditentscheidung. Die aktive Auswahl der Anleihen inklusive der Sektorallokation, Durations- und Zinskurvenmanagement soll es dem Fonds ermöglichen, den Bloomberg Barclays MSCI Euro Green Bond Index zu übertreffen.

Nischeninvestment wird laufend größer
Seit der ersten Emission im Jahr 2007 bildet Europa einen Eckpfeiler des globalen Markts für grüne Anleihen. Die bisherigen Emissionen haben inzwischen einen kumulierten Gesamtwert von 165 Milliarden Euro erreicht. „Grün“ bezieht sich darauf, wie die Erlöse der Anleihenemission eingesetzt werden sollen. In der Regel handelt es sich hierbei um eine Zusage, die Erlöse für die vollständige oder teilweise Finanzierung oder Refinanzierung neuer oder bestehender Nachhaltigkeitsprojekte einzusetzen. Grüne Anleihen bieten in der Regel eine feste Rendite und werden in den meisten Fällen von Finanzinstituten, Regierungen oder Unternehmen gemäß den Green Bond Principles (GBP) ausgegeben. Hierbei handelt es sich um einen Satz freiwilliger Grundsätze, die sowohl die Transparenz als auch die bereitgestellten Informationen und die Integrität am Markt für grüne Anleihen fördern. (aa)

 

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