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Fidelity nimmt ESG-ETFs ins Programm – Amundi erweitert Angebot

Der Asset Manager Fidelity springt auf den Nachhaltigkeitstrend auf und legt passende ETFs auf – mit einer Besonderheit: Die Titelauswahl fußt auf den Einschätzungen der eigenen Analysten. Derweil erweitert Mitbewerber Amundi seine "Gutes Gewissen"-Palette.

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© Tierney / stock.adobe.com

Die Fondsgesellschaft Fidelity International ergänzt ihr Sortiment mit drei börsengehandelten Indexfonds (ETFs) die eine nachhaltige Investmentstrategie verfolgen. Die Fonds bilden von dem Haus selbst entwickelte Indizes mit Fokus jeweils auf globale, US- und europäische Aktien ab. In die Barometer werden Titel von Unternehmen aufgenommen, welche beim hauseigenen Nachhaltigkeitsrating gute Bewertungen erhalten. Dabei küren die Fidelity-Analysten Firmen mit ihrer Meinung nach positiven Aussichten und einem nachhaltigen Geschäftsmodell.

Der Asset-Manager hatte im Sommer 2019 ein eigenes Nachhaltigkeitsrating eingeführt, welches Unternehmen nach ökologischen und sozialen Kriterien sowie Aspekten guter Unternehmensführung (ESG) bewertet. Als Grund für die Eigenentwicklung gab das Haus damals an, dass sich vorhandene ESG-Ratings stark auf die Angaben der Firmen verlassen sowie zu sehr auf die Vergangenheit und zu wenig auf die Zukunft ausgerichtet seien. Der Anbieter hatte im Herbst begonnen, ein Sortiment an nachhaltigen, aktiven Fonds aufzubauen.

ETFs und Nachhaltigkeit "keinesfalls ignorieren"
Nun bringt das Haus auch im Passiv-Feld Produkte auf den Markt. Die drei ETFs sind seit dem 3. Juni 2020 an der Deutschen und der Londoner Börse gelistet. Die laufenden Kosten der Fidelity Sustainable Research Enhanced-Serie rangieren zwischen 0,30 und 0,35 Prozent per annum. Je nach Region liegen 250 bis 500 Aktien in den Portfolios, deren Gewichtung vierteljährlich wieder ausbalanciert wird.

Den Entschluss zur Auflage der ESG-ETFs begründet Christian Machts, Leiter Drittvertrieb Deutschland, Österreich und Osteuropa bei Fidelity, bei der Vorstellung der neuen Serie mit dem deutlichen Wachstum, welches die Kombination aus Nachhaltigkeit und passiven Investments erlebt. "Für jeden, der im Asset Management unterwegs ist, sind dies Themen, mit denen er sich beschäftigen und eine Position zu haben muss. Diese darf man keinesfalls ignorieren."

ETF-Leiter Nick King beschreibt die neuen Fonds als eine Art Mischform zwischen aktiven und passiven Produkten. "Sie eröffnen einen breiten Zugang zu den Märkten, sind aber auf Titel mit starkem fundamentalem und nachhaltigem Ausblick ausgerichtet." Er betont, dass das Fidelity-Nachhaltigkeitsrating nicht nur das bestehende ESG-Profil von Firmen erfasse, sondern auch deren Bemühen, ihr Geschäft nachhaltiger auszurichten. "Die Fonds bieten also fundamentales Research zu den Kosten eines passiven Investments."

ETFs spielen "entscheidende Rolle"
Einen Tag zu zuvor hatte der französische Fondsriese Amundi ebenfalls acht ETFs mit nachhaltiger Ausrichtung an der Frankfurter Börse listen lassen. Die Fonds fußen auf Barometern des Anbieters MSCI und kosten jährlich 0,15 bis 0,18 Prozent. Sie decken weltweite, US-, europäische und Eurozonen-Aktien ab.

"ETFs und Indexanlagen werden bei allen Anlegergruppen eine entscheidende Rolle spielen, nachhaltige Anlagestrategien zum weiteren Durchbruch zu verhelfen", sagt Fannie Wurtz, Leiterin von Amundi ETF, Indexing & Smart Beta. "Mit den neuen ESG-ETFs tragen wir außerdem der Tatsache Rechnung, dass es bei ESG-Investments erfahrungsgemäß keine Standardlösungen gibt, die den Bedürfnissen aller Investoren gerecht werden." Das Haus werde noch weitere nachhaltige ETFs lancieren, kündigte Wurtz an. (ert)

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