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Dr. Linda Gründken, GAM: So spekuliert man erfolgreich bei Credits

Wie institutionelle Investoren von Auf- und Abschwüngen am Credit-Markt profitieren können, erläutert Dr. Linda Gründken, Leitende Wissenschaftlerin bei GAM Systematic Cantab.

Dr. Linda Gründken, Leitende Wissenschaftlerin bei GAM Systematic Cantab
Dr. Linda Gründken, Leitende Wissenschaftlerin bei GAM Systematic Cantab, hält einen Workshop über dynamische Credit-Strategien am 12. Institutional Money Kongress.
© GAM

Das Credit-Team von GAM Systematic untersucht seit über zehn Jahren Möglichkeiten zur Entwicklung eines regelbasierten Ansatzes, der sowohl bei fallenden als auch bei steigenden Credit-Märkten vorteilhaft ist. Ein Ergebnis dieser Analysen ist eine neue dynamische Dynamic-Credit-Strategie („GAM Systematic lanciert neue Dynamic-Credit-Strategie“)

Dr. Linda Gründken, Leitende Wissenschaftlerin bei GAM Systematic Cantab, erläutert nun mehr Details über die zugrundeliegende Systematik. Über diese können Sie sich auch am 12. Institutional Money Kongress in Frankfurt informieren, wenn Dr. Gründken einen Workshop zum Thema hält. Mehr Informationen erhalten Sie HIER.

Drei Sub-Strategien sollen Renditen generieren
Obwohl alternative und systematische Ansätze für Aktienanlagen bereits seit Jahrzehnten untersucht werden, genießen sie im festverzinslichen Universum bislang noch nicht die gleiche Aufmerksamkeit. Dabei können sie laut Gründken einen echten Diversifikationsvorteil zu traditionellen diskretionären Credit-Strategien bieten. Bei der Entwicklung des Ansatzes für systematische Credit-Anlagen hat GAM drei Substrategien gebildet, die sich jeweils auf bestimmte Treiber für Credit-Erträge konzentrieren.

Tractical Credit
Der systematische „Credit-Trader“, der den Kern der Substrategie Tactical Credit bildet, konzentriert sich darauf, Chancen auf Basis der Stimmungen am Credit-Markt zu identifizieren. Er kann schnell von einem Engagement in Credit-Instrumenten auf ein sicheres Engagement in Staatsanleihen wechseln, sobald eine Abschwächung der Credit-Märkte droht.

Wenn sich das Umfeld für Credit-Titel wieder stabilisiert, ist es dagegen wichtig, dynamisch in Investment-Grade- und Hochzinsanleihen umzuschichten, um von den höheren Renditen und Erträgen der Unternehmensanleihen gegenüber den als sicher geltenden Anleihen zu profitieren.

Directional Credit
Die zweite Substrategie Directional Credit ist auf das mittelfristige Umfeld für Credit-Instrumente ausgerichtet. Sie reagiert auf nachhaltige Veränderungen der Credit-Risikoprämien und geht Long- und Short-Positionen im Einklang mit der Stärke des unterstützenden Signals ein.

Die Signale berücksichtigen die Autokorrelation und andere Anzeichen für Kaufdruck bei Credit-Titeln, was sich als Momentum der Kurse und der Credit-Risikoprämien manifestiert. „Directional Credit befasst sich bewusst mit längerfristigen Veränderungen des Credit-Umfelds und verfolgt bei der Umsetzung einen langsameren bzw. eher strategischen als taktischen Stil“, erklärt Gründken.

Market Neutral Credit
Die dritte Substrategie ist Market Neutral Credit und beruht auf einem „Relative-Value“-Ansatz, der einzelne Credit-Titel unter die Lupe nimmt. Die Strategie wählt Long- und Short-Positionen aus, die den besten relativen Wert bieten, bleibt aber insgesamt marktneutral.

Die marktneutrale Komponente nutzt die anspruchsvolle anlagenübergreifende Infrastruktur, die wir im Laufe der letzten zehn Jahre entwickelt haben, und orientiert sich an einer Kombination aus firmeneigenen fundamentalen Credit-Faktoren zur Identifizierung Einzelwert-bezogener Anlagechancen“, erklärt Gründken.

Market Neutral Credit strebt danach, künftige Veränderungen der relativen Performance zwischen einzelnen Emittenten zu erfassen, und hält die Positionen in der Regel über eine längere Zeit im Vergleich zu den taktischen und direktionalen Credit-Substrategien.

Unkorrelierte Ertragstreiber
Alle drei Substrategien sind laut Gründken unabhängige, unterschiedliche und weitgehend unkorrelierte Ertragstreiber, die sich im Hinblick auf ihren Anlagehorizont, den Anlagestil, die Ausrichtung und die einzugehenden Risiken unterscheiden. „Daher bieten sie in ihrer Kombination eine wirksame Möglichkeit zur Diversifikation für eine traditionelle Anleihen- und Credit-Allokation“, erklärt Gründken. „Systematisch zusammengefasst bilden sie eine dynamische Portfolio-Strategie, die je nach den Marktbedingungen potenziell eine vollständig risikobehaftete oder risikoaverse Haltung (sowie jede dazwischenliegende Kombination) einnehmen kann. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf der Verlustminderung in einem nachhaltig negativen Umfeld an den Credit-Märkten.“ (aa)

 

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