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Deutsche Bank wirbt bei Großanlegern Gelder für Mikrofinanzfonds ein

Deutschlands größte Privatbank investiert die bei institutionellen Investoren eingeworbenen Mittel in den Mikrofinanzfonds EFSE ("European Fund for Southeast Europe") für Südosteuropa. Damit kommen Kleinstunternehmen an Europas Flanke Kredite in Höhe von 57 Millionen Euro zu Gute.

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© Alex Kraus / Bloomberg

Der European Fund for Southeast Europe (EFSE) und die Deutsche Bank haben erneut Kapital institutioneller Investoren für Einzelkredite an Klein- und Kleinstunternehmen (KKU) in Ost- und Südosteuropa eingeworben. Darüber berichtet die Deutsche Bank per Aussendung.

Durch die Emission von zwei dreijährigen Anleihetranchen mit variabler Verzinsung im Volumen von 20 Millionen US-Dollar und 40 Millionen Euro konnte die Deutsche Bank insgesamt 57 Millionen Euro aus privater Hand für den Fonds bereitstellen. Ziel des EFSE ist es, die wirtschaftliche Entwicklung und den Wohlstand der Zielregion zu fördern.

„Anleger suchen nachhaltige und verantwortungsvolle Investitionen. Der EFSE stellt eine attraktive Gelegenheit dar und hat Vorbildcharakter für andere öffentlich-private Partnerschaften. Als strategischer Partner des EFSE mobilisiert die Deutsche Bank erneut privates Kapital und trägt so zum Erfolg des Fonds bei“, sagt Stefan Hoops, Vertriebschef des Kapitalmarktgeschäfts der Deutschen Bank.

EFSE sorgt für mehr Prosperität in armen Ländern
Der EFSE stellt Finanzmittel für Banken und Mikrofinanzinstitute vor Ort bereit und ist so eine bedeutende Finanzierungsquelle für KKU in Südosteuropa und den östlichen Nachbarländern. Diese Klein- und Kleinstunternehmen spielen eine entscheidende Rolle für das Wachstum und die Beschäftigungssicherung in der Region.

Am 31. März 2018 verzeichnete der EFSE ausstehende Kredite von insgesamt 891 Millionen Euro an Klein- und Kleinstunternehmen und Privathaushalte. Seit der Auflegung des Fonds wurden insgesamt mehr als 927.600 Kredite mit einem Gesamtvolumen von 6,6 Milliarden Euro vergeben. Damit konnten deutlich über 760.000 Arbeitsplätze in der Region geschaffen werden.

Sustainable Development Goals
„EFSE ist ein Vorzeigebeispiel im Sinne der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (SDGs) der Vereinten Nationen“, betont Christoph Tiskens, Vorsitzender des Boards des EFSE. Der Fonds fördere die guten Beziehungen der verschiedenen Akteure des Wirtschaftsraums, einschließlich privater Investoren, öffentlichen Geldgebern und lokalen Banken. „Zudem zeigt die Investition der Deutschen Bank erneut, wie sehr privates Kapital dazu beitragen kann, die ehrgeizigen Ziele für eine nachhaltige Entwicklung zu erreichen. Diese hatten die Vereinten Nationen 2015 vorgegeben – dazu gehören zum Beispiel menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum sowie die Entwicklung von Industrie, Innovation und Infrastruktur. Der EFSE steht für all diese Aspekte eines gesunden und robusten Finanzsystems, das die Basis einer sicheren wirtschaftlichen Zukunft bildet. Ich freue mich sehr, die erfolgreiche Partnerschaft mit der Deutschen Bank fortzusetzen und privaten Investoren Anlagechancen in dieser wachsenden Region zu bieten.“ (aa)

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Über den European Fund for Southeast Europe
Der EFSE wurde im Jahr 2005 auf Initiative der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KFW) mit finanzieller Unterstützung der Bundesministeriums für wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ) und der Europäischen Kommission gegründet. Der privatwirtschaftlich verwaltete Fonds basiert auf einer öffentlich-privaten Partnerschaft und ist in Luxemburg registriert.

Neben den öffentlichen Geldern kommen die Mittel von privaten Kapitalanlegern und bilden so eine breitere und robustere Plattform für Entwicklungsfinanzierung. Der Fonds enthält verschiedene Anlageklassen mit unterschiedlichem Risikoprofil, so dass die öffentliche Hand, internationale Finanzinstitute und an verantwortungsvoller Kapitalanlage interessierte Privatanleger gemeinsam so viel Kapital wie möglich mit größtmöglicher Wirkung aufbringen können. Die Anleihen sind Teil der vorrangigen Tranche, die sich wegen des geringen Ausfallrisikos an institutionelle private Anleger richtet.

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