Deutsche Bank und Konsortialpartner bleiben auf Darlehen sitzen
Profianleger zeigen der Deutschen Bank und anderen Häusern die kalte Schulter, was die Nachfrage nach einem Bank Loan anbelangt. Nur ein Teil konnte am Markt platziert werden.

Eine Gruppe von Kreditinstituten unter der Führung der Deutschen Bank ist laut einem Bloomberg-Bericht auf mindestens einem Teil eines Darlehens über 875 Millionen Dollar sitzen geblieben, das sie für die Übernahme der Proteinriegel-Marke FitCrunch zur Verfügung gestellt hatten.
Wie laut der Nachrichtenagentur zu hören ist, waren die Banken nicht in der Lage, bei institutionellen Investoren genug Abnehmer für die Verbindlichkeiten zu finden. 1440 Foods hat am 1. November den Kauf von FitCrunch abgeschlossen. Diesbezüglich hatten die New Yorker mitgeteilt, Jefferies Financial sowie eine Macquarie-Sparte und BNP Paribas hätten sich ebenfalls zu Finanzierungen bereit erklärt.
Niedrige Nachfrage
Die Kreditgeber-Zusagen für das siebenjährige Darlehen waren am 29. Oktober fällig und wurden nicht aktualisiert, wie darüber informierte Personen berichteten. Einen Tag zuvor war das Darlehen Anlegern mit einem größeren Abschlag angeboten worden, hieß es. Dabei sei es um 96 Cents bis 97 Cents je Dollar gegangen.
Bank-Loan-Markt muss nach Rekord durchatmen
Der Markt für Leveraged Loans hat gerade ein Rekordjahr. Insgesamt haben Firmen im Segment erstmals mehr als eine Billion Dollar geliehen. Seit einiger Zeit scheinen Anleger indessen etwas vorsichtiger geworden zu sein. Das Leveraged-Loan-Barometer LSTA von Morningstar schloss am Freitag auf dem niedrigsten Stand seit dem 8. Oktober, merkt Bloomberg an.
Hinter 1440 Foods stehen die Private-Equity-Firmen Bain Capital und 4x4 Capital. Das Unternehmen hat die FitCrunch-Mutter Protein Bar Holding laut S&P Global Ratings für rund 700 Millionen Dollar übernommen.
Bain hatte sich im vergangenen Dezember eine Beteiligung an 1440 Foods erworben. Das Unternehmen produziert FitCrunch-Konkurrenzmarken wie Pure Protein, Met-Rx und Balance. (aa)

