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DekaBank und Metzler sorgen bei der Wertpapierleihe für eine Premiere

Eine Wertpapierleihgeschäftstransaktion wurde von der DekaBank und Metzler erstmals ohne Vorabsicherung vorgenommen. Möglich wurde dies über Blockchain-Technologie, die eine Abwicklung in Echtzeit erlaubt.

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© Chan2545/stock.adobe.com

Die DekaBank und das Bankhaus Metzler haben erstmals eine Wertpapiertransaktion ohne Vorabbesicherung durchgeführt. Die Wertpapierleihe wurde über SWIAT (Secure Worldwide Interbank Asset Transfer), die digitale Wertpapierplattform der Deka, abgewickelt mit technologischer Unterstützung des Software- und Beratungsunternehmens Comyno aus Frankfurt am Main. Darüber informiert die Deka per Aussendung.

Über den technologischen Hintergrund
SWIAT ist Blockchain-basiert und ermöglicht somit Transaktionen in Echtzeit. Verfügen beide Handelspartner über die entsprechenden Wertpapierbestände, kann der Handel in Form von „Lieferung gegen Lieferung“ erfolgen – die üblichen Absicherungen sind nicht mehr nötig. Das reduziert Kontrahentenrisiken und den Abstimmungsaufwand zwischen den Handelsparteien. „Bei diesen Wertpapiertransaktionen fallen nun Abschluss und Abwicklung auf nahezu den gleichen Zeitpunkt. Das ist ein immenser Vorteil zum Status quo und zeigt die technischen Möglichkeiten für die Zukunft“, erläutert Andreas Tanneberger, Head of Fixed Income Trading bei Metzler Capital Markets.

Höhere Attraktivität
Die Abwicklung von Wertpapierleihen ist nur der erste Schritt. „Mit der Möglichkeit von ,Lieferung gegen Lieferung´ wird der Leihemarkt für neue und aktuelle Marktteilnehmer deutlich attraktiver“, sagt Michael Cyrus, Leiter Geld/Devisen, Repo/Leihe bei der Deka, der die Plattform maßgeblich mitentwickelt hat. „Diese Transaktion ist ein weiterer Meilenstein für die Entwicklung eines vollständig digitalisierten, Blockchain-basierten Ökosystems für die Finanzmärkte.“

Über SWIAT können Transaktionen von Wertpapieren und Assets sowie Zahlungen effizient und kostengünstig abgewickelt werden. Die Überträge finden direkt zwischen den Depotbanken statt, ohne die Wertpapiere auf Ebene der Zentralverwahrerkonten zu bewegen. Dafür ist weder eine Tokenisierung erforderlich, noch müssen die traditionellen Verwahrketten der jeweiligen Institute angepasst werden.

Die Deka-Plattform nutzt bestehende Prozesse und Mechanismen der teilnehmenden Institute und lässt sich in deren bestehende Infrastruktur integrieren. Die von der Deka gestartete Marktinitiative ist offen für weitere Partner und soll zum institutionellen und digitalen Abwicklungsstandard werden. Teilnehmende Finanzdienstleister können die SWIAT-Funktionen weiterentwickeln und auf der Plattform eigene Dienste und Angebote anbieten. (aa)

 

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