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Darf das denn sein? "Anti-woke"-ETF eröffnet mit hohen Zuflüssen

Eine Strategie, die darauf abzielt, mit einem Anti-ESG-Ansatz "erfolgreich zu sein, ohne sich dafür zu entschuldigen", hat in den ersten zwei Wochen 238 Millionen US-Dollar eingespielt. Am 9. August 2022 gestartet, liegt der Strive US Energy ETF (DRLL) nun bei Assets von 303,54 Millionen US-Dollar.

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© Harlekin-Graphics / stock.adobe.com

Strive Asset Management - ein sogenannter "Anti-Woke"-Vermögensverwalter - hat mitgeteilt, dass sein erster ETF-Start alle Erwartungen übertroffen hat, nachdem er in den ersten zwei Wochen nach der Auflegung 238 Millionen US-Dollar einsammeln konnte. Der börsengehandelte Fonds Strive US Energy ETF (Bloomberg Ticker: DRLL) wurde für ein Post-ESG-Umfeld konzipiert, in dem in traditionellere Bereiche des US-Energiesektors investiert wird. 

Bester Start eines ETF ohne Seeder in 2022
DRLL hatte in der ersten Woche seines Bestehens 100 Millionene US-Dollar an Zuflüssen  erreicht, aber die Gruppe gab an, dass die Assets bis zum Ende des Handels am 22. August auf 238 Millionen US-Dollar angestiegen sind. Der Fonds ist über 25 amerikanische Maklerplattformen erhältlich. Nach Angaben von Strive AM handelt es sich um die größte Auflegung eines ETFs ohne Seed Money im Jahr 2022, was auch von Bloomberg Finance bestätigt wurde, wie ETF.com berichtet.

Starke Ansage
Vivek Ramaswamy, Executive Chairman von Strive AM, sagte: "Die Bürger übermitteln den amerikanischen Energieunternehmen eine deutliche Botschaft: Es ist an der Zeit, zu bohren, zu fracken und alles zu tun, was für den Erfolg notwendig ist, ohne sich dafür zu entschuldigen. Wir hoffen, das Potential des US-Energiesektors freizusetzen, indem wir US-Energiefirmen auffordern, sich ausschließlich auf hervorragende Leistungen zu konzentrieren und nicht auf die von Asset Managern, die sich dem ESG Thema verschrieben haben, auferlegte soziale Agenda."

Von Nachhaltigkeitsfesseln befreit
Der Fonds wurde am 9. August 2022 offiziell aufgelegt und gilt als Reaktion auf zu geringe  Investitionen in den US-Energiesektor, die laut Strive Asset Management auf die von großen Vermögensverwaltern aufgelegten ESG-Mandate zurückzuführen sind. Strive erklärte, man wolle Kapital für Unternehmen bereitstellen, die in der Lage sind, die weltweite Energienachfrage zu decken. "Die größten US-Vermögensverwalter haben US-Energieunternehmen mit so genannten "Scope 3-Emissionen" und anderen destruktiven Verpflichtungen gefesselt, die zur heutigen amerikanischen Energiekrise beigetragen haben", sagte Ramaswamy zum Zeitpunkt der Auflegung des ETF. Zur Erinnerung: Scope 3 umfasst alle indirekte Emissionen, die in der Wertschöpfungskette eines Unternehmens entstehen. 

Who the hell is Strive Asset Management?
Das in Columbus, Ohio, ansässige Unternehmen Strive Asset Management wurde erstmals im Mai 2022 bekannt, als es von dem ehemaligen Biotech-Unternehmer Ramaswamy, der die Biotech-Firma Roivant Sciences leitete, und dem Anheuser-Busch InBev-Manager Anson Frericks gegründet wurde. Es erhielt sofort Unterstützung von PayPal-Mitbegründer Peter Thiel und Hedgefondsmanager Bill Ackman. Strive AM hat es sich zur Aufgabe gemacht, "die Stimme des Durchschnittsbürgers in der amerikanischen Wirtschaft wiederherzustellen, indem es Unternehmen dazu bringt, sich auf Spitzenleistungen statt auf Politik zu konzentrieren".

Kulturkampf nun auch im Asset Management
Strive AM wird als die nächste Stufe im Kulturkampf um "woke" Ideen wie ESG angesehen. Dies wurde deutlich, als Larry Fink, CEO des weltgrößten Vermögensverwalters BlackRock, sich veranlasst sah, die Engagement-Bemühungen seines Unternehmens zu verteidigen, da sie nicht Teil der "Woke"-Agenda waren. Strive AM hat sein Team im vergangenen Monat mit dem Experten für den Energiesektor David Heikkinen aufgestockt. Heikkinen hat seine eigene Firma, Heikkinen Energy Advisors, im Jahr 2021 mit Pickering Energy Partners fusioniert.

Top 10 Positionen zum Start
DRLL ist ein ETF, der den Solactive United States Energy Regulated Capped Index abbildet.

Quelle: Strive Asset Management; asiamarkets.com

Weitere ETFs sind wohl konventioneller
Der ETF-Neuling Strive Asset Management, der mit seinem ersten Fonds, der sich ausdrücklich gegen ökologische, soziale und Governance-Kriterien aussprach und als Gegenreaktion auf sozial verantwortliches Investieren angesehen wird, schlägt nun sanftere  Töne bei der Ausgabe weiterer ETFs an. Die vier Fonds im jüngsten Prospekt decken traditionelle Segmente des US-Marktes ab: Growth, Value, Nebenwerte und dividendenstarke Aktien. Sie heißen Strive 1000 Growth ETF (STXG), Strive 1000 Value ETF (STXV), Strive 2000 ETF (STXN) und Strive 1000 Dividend Growth ETF (STXD). STXD wird eine Kostenquote von 0,35 Prozent haben, während die anderen 0,19 Prozent p.a. in Rechnung stellen.

Eigene Duftmarke gesetzt
Hier wird die Aufmüpfigkeit gegenüber dem woken Zeigeist im Anhang zum Verkaufsprospekt offensichtlich, wo der Ansatz von Strive bei der Stimmrechtsausübung im Detail erläutert wird. Darin heißt es: "Die Firma wird in der Regel für Vorstandsmitglieder und Vorschläge stimmen, die sich ausschließlich auf das Streben nach exzellenten Produkten und Dienstleistungen für Kunden konzentrieren, und sich für diese einsetzen, und nicht für andere Themen beziehungsweise eine andere Agenda. Das Dokument fügt hinzu, dass das Ziel von Strive darin bestehe, Unternehmen, in die es investiere, dazu zu bringen, sich an ihrer Mission und an den Kundenwünschen zu orientieren, innovativ, leistungsorientiert und finanziell diszipliniert zu sein. (kb)
 

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