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Comeback: Credit Suisse legt wieder ETFs auf

Vor sieben Jahren verkaufte die Credit Suisse ihr ETF-Geschäft an den US-Riesen BlackRock – und konzentrierte sich seitdem auf klassische Indexfonds. Bis jetzt, denn nun wollen die Schweizer doch wieder eigene börsengehandelte Varianten auflegen.

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© Tierney / stock.adobe.com

Credit Suisse Asset Management bringt wieder börsengehandelte Indexfonds (ETFs) auf den Markt, teilt die Gesellschaft mit. Die Schweizer Großbank hatte diesen Bereich im Jahr 2013 an Blackrock verkauft und sich auf klassische Indexfonds und indexierte Mandate beschränkt. Nun wollen die Eidgenossen selbst wieder börsengehandelte Varianten lancieren. "Die neuen ETFs werden in Bereichen aufgelegt, in denen sie gegenüber Indexfonds Effizienzvorteile aufweisen", heißt es in der Mitteilung.

Als Grund für den Strategieschwenk gibt die Gesellschaft das gestiegene Interesse von Kunden an den börsengehandelten Indexfolgern an. Credit Suisse Asset Management wolle "Anleger wie Fintechs, welche ihre Prozesse und Systeme an Börsentransaktionen ausgerichtet haben, besser bedienen", heißt es in der Mitteilung.

Wachsendes ETF-Geschäft
So nutzen Robo Advisor typischerweise überwiegend ETFs für die Konstruktion ihrer Portfolios. Branchenriesen wie Blackrock mit iShares, aber auch Vanguard. Xtrackers oder Amundi sind daher Kooperationen mit digitalen Vermögensverwaltern und Direktbanken eingegangen. Dieses wachsende Geschäft wollen sich die Schweizer augenscheinlich nicht entgehen lassen. In den vergangenen Jahren haben wegen der großen Nachfrage auch immer mehr Fondsgesellschaften, die eigentlich zu den eingefleischten, aktiven Anbietern zählen, ein ETF-Geschäft aufgebaut.

"Wir analysieren den Markt, neue Trends und die Kundenbedürfnisse laufend, um für unsere Kunden passende Lösungen anzubieten", erläutert Michel Degen, Leiter Credit Suisse Asset Management für die Schweiz und die Region Europa, Nahost und Afrika, den Schwenk. "Mit der zunehmenden Bedeutung von digitalen Verkaufsplattformen werden ETFs in Zukunft strategisch noch wichtiger."

Nachhaltigkeit ist "in"
In einem ersten Schritt übertragen die Schweizer drei bestehende Indexfonds in den börsengehandelten Mantel. Sie werden nach irischem Recht aufgelegt und an der Schweizer Börse, der Borsa Italiana und der Deutschen Börse in Frankfurt notiert. Konkret sind es der MSCI USA Blue, der MSCU USA ESG Leaders Blue und der MSCI World ESG Leaders Blue. Letztere beachten Nachhaltigkeitskriterien.

Seit zwei Jahren bilde die Gesellschaft bei Indexfonds auch nachhaltige Barometer ab, berichtet Valerio Schmitz-Esser, Leiter Index Solutions von Credit Suisse Asset Management. "Mit unserem Kerngeschäft, den Indexfonds, verfügen wir über die kritische Größe und besitzen die Technologie und das Wissen, um jetzt gezielt auch ETFs in den Anlagesegmenten anzubieten, in denen sie eine sinnvolle Ergänzung zum bestehenden Angebot darstellen", so Schmitz-Esser. (ert)

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