Branchengrößen lancieren gemeinsamen Private-Credit-Secondaries-Fonds
Der Asset Manager Generali Investments legt einen Private-Credit-Secondaries-Fonds zusammen mit Partners Group auf. Diese Kooperation soll institutionellen Investoren in Form von interessanten Renditen zu Gute kommen.

Generali Investments gibt die Auflegung seines ersten Private-Credit-Secondaries-Fonds in Zusammenarbeit mit Partners Group, einem der weltweit größten Private-Markets-Investmentunternehmen bekannt. Der Private Credit Secondaries Fund, der weltweit in eine breite Palette von Private-Credit-Secondaries-Transaktionen investieren wird, um attraktive risikobereinigte Renditen zu erzielen, steht professionellen Anlegern in Europa, dem Nahen Osten und Asien zur Verfügung. Darüber informieren die beiden Gesellschaften per gemeinsamer Aussendung.
Über die Aufgabenverteilung
Der Private Credit Secondaries Fund ist als Luxembourg Reserved Alternative Investment Fonds von Generali Investments Luxembourg strukturiert, wobei Generali Asset Management als beauftragter Portfoliomanager und Partners Group als Anlageberater und gemeinsame Vertriebsstelle fungieren. Es handelt sich um einen Artikel-8-Fonds gemäß der SFDR-Klassifizierung.
Der Private Credit Secondaries Fund möchte sich den Wettbewerbsvorsprung zunutze machen, den sich Generali Asset Management in den Bereichen Transaktionsanbahnung und Zeichnung durch seine laut eigenen Angaben "Erfolgsbilanz im Markt erarbeitet hat". Ebenso wird er von der Investmentexpertise der Partners Group im Bereich Private Credit und Secondaries für institutionelle Investoren profitieren.
Die Partnerschaft verbreitert nicht nur den Zugang zu Investmentopportunitäten, sondern auch die Kapazitäten zur Transaktionsabwicklung, bietet den Kunden verbesserte Reporting-Möglichkeiten und ermöglicht eine Ausweitung der Fundraising-Aktivitäten.
Wachsender Markt
Die strategische Zusammenarbeit zielt darauf ab, rasch Marktanteile im schnell wachsenden Bereich der Private Credit Secondaries zu gewinnen. Der Anstieg des gesamten verwalteten Private-Credit-Vermögens (AuM), das von Preqin auf derzeit rund 1,6 Billionen Dollar geschätzt wird, dürfte auch zu einem wachsenden Sekundärmarktvolumen führen. Das schließt LP-geführte Transaktionen, bei denen LPs Anteile an Fonds verkaufen, ebenso ein wie GP-geführte Transaktionen, bei denen GPs Vermögenswerte aus dem Bestandsportfolio in ein neues Vehikel überführen.
Illiquiditätsprämien nutzen
„In den vergangenen fünf Jahren haben wir ein kontinuierliches Wachstum des Private-Credit-Sektors beobachtet und auch unser eigenes Angebot im Segment erheblich weiterentwickelt. Wir haben uns strategisch mit einer breiten Palette an Anlagestrategien positioniert, um unsere Kunden bei der Erreichung ihrer direkten und indirekten Anlageziele im Bereich Private Credit zu unterstützen", kommentiert Marco Zanuso, Global Head of Sales & Marketing, Generali Investments. „Dieser Fokus auf alternative Anlageklassen steht im Einklang mit unserer breiteren Investmentstrategie, die darauf abzielt, Illiquiditätsprämien zu nutzen und den Anlegern solide risikobereinigte Renditen zu ermöglichen. Angesichts eines offensichtlichen Ungleichgewichts zwischen Angebot und Nachfrage auf dem Sekundärmarkt sind wir vom Erfolgspotenzial dieses neuen Fonds in Zusammenarbeit mit Partners Group sehr überzeugt. Diese Partnerschaft eröffnet neue Möglichkeiten in einem schnell wachsenden und vielversprechenden Markt.“
Vorteile von Private Credit Secondaries nutzen
Marco Busca, Head of Indirect Private Debt, Generali Asset Management (Teil von Generali Investments), ergänzt: „Durch die Kooperation mit Partners Group sind wir in der Lage, eine neue Strategie anzubieten, die verschiedene Investitionsbedürfnisse anspricht und die inhärenten Vorteile von Private Credit Secondaries nutzt. Sie bieten ähnliche Möglichkeiten mit mehreren Vorteilen: höhere Renditen im Vergleich zu Primärinvestitionen, schnelle Renditegenerierung bei begrenzter Laufzeit und beschleunigte Kapitalrückflüsse, was den sogenannten J-Kurven-Effekt verringert. Die Investoren erhalten ein unmittelbares Engagement und einen Cashflow, da die Sekundärkäufer ein bestehendes, ausgereiftes Portfolio erwerben.
"hervorragend positioniert"
Henri Lusa, Managing Director, Private Credit, Partners Group, sagt: „Der Markt für Private Credit Secondaries gewinnt an Dynamik und spiegelt die schnelle Expansion der Anlageklasse Private Credit in den vergangenen zehn Jahren wider. Wie wir bei Private Equity und Infrastruktur gesehen haben, führt eine reifende Anlageklasse bei LPs oft zu einer Verlagerung vom Aufbau eines Portfolios in einer bestimmten Anlageklasse hin zur Steuerung der Allokation innerhalb dieses Portfolios. Wir gehen davon aus, dass eine wachsende Zahl von LPs den Sekundärmarkt als Instrument für das Portfoliomanagement ihrer Private-Credit-Investitionen nutzen wird, insbesondere wenn der Markt an Tiefe gewinnt. Die Partners Group ist mit ihrer Secondaries-Expertise, die sie in zwei Jahrzehnten im Private-Equity-Bereich aufgebaut hat, und ihrer großen Direct-Lending-Plattform als Investmentberater in dieser neuen Partnerschaft hervorragend positioniert.“ (aa)

