BNP Paribas Asset Management bereinigt Fondsangebot
BNP Paribas hat Axa Investment Managers gekauft. Nun legen die Franzosen zwei Fonds zusammen. Die Gesellschaft begründet dies mit einer Rationalisierung des Sortiments. Zu den weiteren Plänen schweigt der Anbieter allerdings.

Eckpunkte:
- Die Übernahme von Axa IM resultiert nun in der Fusion eines Axa-Fonds auf ein vergleichbares BNP-Paribas-Produkt
- Der Axa WF Global Emerging Markets Bonds geht per 17. September im BNP Paribas Emerging Bond auf
- Branchenexperten erwarten weitere Zusammenlegungen
Die Investmentgesellschaft BNP Paribas Asset Management verschmilzt einen Axa-Schwellenländerfonds auf ein entsprechendes Produkt aus der eigenen Palette. Dies geht aus einer Mitteilung an die Anleger hervor, die der Redaktion vorliegt. Demnach wird der Axa WF Global Emerging Markets Bonds zum 17. September auf den BNP Paribas Emerging Bond übertragen.
Hintergrund der Fondsfusion ist die Übernahme von Axa Investment Managers durch den französischen Bankkonzern BNP Paribas. Der 2024 angekündigte Kauf war per Ende 2025 vollzogen worden. Im Zuge dessen sei "eine Überprüfung des Fondsangebots jeder Verwaltungsgesellschaft" der Gruppe vorgenommen worden, heißt es in dem Schreiben an die Anleger.
"Rationalisierung und Klarstellung des Fondsangebots"
Da sich die Strategien auf Schwellenländeranleihen überschneiden, sei "zu Rationalisierungszwecken und zur Klarstellung des Fondsangebots" ein Zusammenlegen der beiden Fonds beschlossen worden, heißt es in der Mitteilung weiter. Eine Zusammenführung sei im "besten Interesse" der Anleger. Der Axa-Fonds kommt auf ein Volumen von 160 Millionen Euro, der BNP-Fonds auf rund 330 Millionen Euro.
Ob weitere Fondsverschmelzungen erfolgen sollen, welche Produkte betroffen sein könnten und ob auch BNP-Fonds auf Axa-Vehikel übertragen werden sollen, wollte das französische Fondshaus auf Anfrage der Redaktion nicht mitteilen. Auch generell wollte sich die Gesellschaft nicht zur weiteren Strategie und Aufstellung des vereinten Hauses äußern. Die in der Mitteilung für die Anleger erwähnte Überprüfung des Sortiments deutet jedoch darauf hin, dass die Palette weiter rationalisiert werden dürfte. (ert)