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BlueBalance Capital: Absolute Return Player meistert Elchtest bestens

Viele Multi-Risikoprämien-Ansätze wurden mit zweistelligen Prozentabschlägen ordentlich abgestraft und wurden ihrem anvisierten Absolute Return-Charakter nicht gerecht. Wohltuend abheben konnte sich die von Dr. Lukas Götz, Markus Schanta und Michael Schülli 2019 gegründete BlueBalance Capital.

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Das Gründer-Trio von BlueBalance Capital, bestehend aus Dr. Lukas Götz (Bild), Markus Schanta und Michael Schülli sieht sich durch die gute Leistung im März bestätigt.
© BlueBalance Capital GmbH

Die Gründer von BlueBalance Capital haben allen Grund zur Freude: Das Team konnte sich in den ersten viereinhalb Monaten seit Auflage des BlueBalance UCITS - Global Opportunities Fund (ISIN der Early Bird-Tranche: LU2022233972) am 19. November 2019 deutlich von den Wettbewerbern absetzen. Während diese oft 30 Prozent und mehr year-to-date verloren, steht der BlueBalance Global Opportunities bei minus 2,48 Prozent Performance seit Jahresbeginn beziehungsweise hat seit Fondsauflage gerade einmal drei Prozent bis 6. April 2020 abgegeben. Die folgende Bloomberg-Grafik zeigt den Fonds im Vergleich zum Eurekahedge Multi-Factor Risk Premia Index, der im Zeitfenster von 29.11.2019 bis zum 03.04.2020 7,67 Prozent verlor. Der Global Opportunities wurde seinem Absolute Return-Charakter gerecht und gab nur 2,82 Prozent ab. Stabile Renditen über einen Wirtschaftszyklus zu erzielen, hat man sich bei BlueBalance auf die Fahnen geschrieben. 

Gut gestartet, Elchtest bestanden

Quelle: Bloomberg

Möglichst breite Diversifikation in Bezug auf Risikoprämien zahlte sich aus
Dr. Lukas Götz verfügt über einen exzellenten zehnjährigen Track Record, da er gemeinsam mit anderen Portfoliomanagern seit 2010 Gelder einer Versicherung nach diesem breiten Multi-Risikoprämienansatz erfolgreich managte. Der Live-Track Record weist eine Sharpe Ratio von über eins bei geringen Drawdowns auf und wird nun in diesem Set-Up institutionellen Investoren zugänglich gemacht.

Das ursprüngliche Investmentkonzept beibehalten
Dr. Götz führt aus: "Es handelt sich um eine diskretionäre Global Macro-Strategie, die darauf abzielt, Ineffizienzen und Verzerrungen im Markt zu nutzen. Neben dem Globalen Cross Asset Carry-Portfolio, dessen Transaktionen so strukturiert werden, dass wir in Seitwärts-Märkten positive Renditen durch den Carry beziehungsweise Roll-Renditen entlang der Terminstrukturkurve vereinnahmen können, gibt es das Hedging-Portfolio, in dem die Drawdown-Risiken durch das laufende Eingehen einer Vielzahl von Makro-Absicherungen verringert werden." Ziel ist es, dass das Makro Hedging-Portfolio in Zeiten, wo es an den Märkten südwärts geht und die Korrelationen steigen, Gewinne macht und damit die Verluste aus dem Carry-Portfolio ausgleicht.

Götz managt den Fonds gemeinsam mit Partner und Co-Portfoliomanager Markus Schanta (Bild rechts), der unter anderem quantitativer Researcher bei der Man Group, Europas größtem Hedgefonds, war und dort ein diskretionäres Portfolio managte sowie an der Entwicklung systematischer Strategien im Multi Asset Team arbeitete.

USP des BlueBalance Global Opportunities
Die Umsetzung erfolgt in erster Linie mit Hilfe bilateraler OTC-Derivate. Einzelne Transaktionen werden - wenn möglich - im Relative Value Format aufgesetzt. Michael Schülli (Bild links), dritter Partner und COO von BlueBalance sowie für das Business Development zuständig, geht ins Detail: "Was die Strategie so besonders einzigartig macht, ist die Definition und Implementierung von Carry Transaktionen: das Portfoliomanagement sucht nach mittel- bis langfristigen, strukturellen Dislokationen - strukturellen Prämien und verhaltensbasierten Prämien -, die im Vergleich zu kürzeren Laufzeiten attraktiver und weniger arbitriert sind. Zum Makro Hedging-Portfolio: Die Hedges werden hier durchgehalten. Ziel ist es, jene Hedging Transaktionen zu finden, die einerseits eine gute Reagibilität in Risk-Off Szenarien haben, andererseits aber effizientere Carry Eigenschaften besitzen und dadurch die Hedgingkosten möglichst reduziert werden." Ach ja, und hohe Transparenz und laufende Updates an die Investoren kommen ebenfalls dazu.

Ansehnlicher Track Record
Die Strategie hat einen IRR von zirka acht Prozent pro Jahr in den letzten zehn Jahren verdient bei gleichzeitig geringer Korrelation zu Aktien und Renten und anderen Macro/RV Strategien bei einer realisierten Volatilität von unter sieben Prozent. Die Philosophie der Strategie ist seitdem unverändert, wohingegen sich die Instrumente, Prämien, Dislokationen sowie das Screening und Risk Management massiv weiterentwickelt haben. Schanta: "Aber weiterhin gilt: größtmögliche Diversifikation über eine Vielzahl an Risikofaktoren aus den Asset-Klassen Aktien, Währungen und Zinsen im prognosefreien Carry Format bei gleichzeitiger Absicherung durch ein Makro Hedging Portfolio, um die Tail-Risiken zu vermeiden."

Niedrige Korrelation zu anderen Makro-Managern
Offensichtlich tendieren diese dazu, direktionaler zu agieren. BlueBalance dürfte weniger Aktien-Tilt als so mancher Mitbewerber aufgewiesen haben, sonst hätte man im März wohl nicht nur 1,74 Prozent verloren. Zudem spricht die gezeigte Leistung für konsequentes Risiko- und Positionsmanagement.

Aktueller Set-Up
BlueBalance wurde mit 100 Millionen Euro Seed Money von einer Versicherung ausgestattet. Aktuell hat der BlueBalance UCITS - Global Opportunities Fund Assets im Wert von 123,64 Millionen Euro. Einige deutsche Pensionsfonds haben hier erste Positionen bezogen. BlueBalance Capital hat eine Vertriebspartnerschaft mit der LRI Invest S.A. in Luxemburg geschlossen, die mit ihrer institutionellen Infrastruktur als Verwaltungsgesellschaft zur Verfügung steht und zudem als Investment Manager agiert. 

Early Birds im Vorteil
Die Early Bird-Anteilsklasse mit 0,70 Prozent Management Fee (statt 1,20 Prozent) und zehn Prozent Performance Fee (statt 15 Prozent) steht Investoren bis auf weiteres noch zur Verfügung. "Diese Share Class bleibt volumenabhängig offen", versichert Schülli. Im Gegensatz zu vielen anderen, die die Early Bird-Tranche nach einer gewissen Zeit ab Fondsauflegung schließen, ist hier das Erreichen eines Fondsvolumen von 200 Millionen Euro der Trigger für die Schließung der Anteilsklasse.

Der BlueBalance Global Opportunities Fonds im Überblick

(kb)

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