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BlackRock: Neue Fonds erlauben präziseres Länder-Exposure

Mit einem innovativen „First-to-Market“-Ansatz bietet BlackRock eine Lösung für das Problem, dass viele europäische Large Caps faktisch globale Player sind, deren Erfolg kaum noch mit der konjunkturellen Entwicklung ihres Heimatlandes korreliert.

Vincent Denoiseux, Head of Product Research and Innovation bei iShares EMEA: "Da das makroökonomische Umfeld immer differenzierter wird, muss das Instrumentarium über die traditionellen Ländereinstufungen hinaus weiterentwickelt werden."
Vincent Denoiseux, Head of Product Research and Innovation bei iShares EMEA: "Da das makroökonomische Umfeld immer differenzierter wird, muss das Instrumentarium über die traditionellen Ländereinstufungen hinaus weiterentwickelt werden."© Amundi

Eckpunkte:

  • BlackRock legt vier ETFs auf, die bei europäische Aktien ein fokussiertes Länder-Exposure erlauben
  • Dabei wird auf den regionalen Umsatzanteil der jeweiligen Indexkomponenten geachtet

BlackRock erweitert sein ETF-Angebot und bringt vier neue iShares-ETFs auf STOXX Focus-Indizes auf den Markt. Die Produkte verfolgen einen innovativen, umsatzbasierten Ansatz, um Investoren eine gezieltere Steuerung ihrer Allokation in Großbritannien und Europa zu ermöglichen.

Fokus auf Umsatz statt Firmensitz
Traditionelle Länderindizes bilden oft eine Mischung aus lokaler Binnennachfrage und globalen Geschäftsaktivitäten ab. Die neuen ETFs nutzen die FactSet GeoRevenue-Daten, um Unternehmen nicht nach ihrem Börsenplatz, sondern nach der Herkunft ihrer Umsätze zu klassifizieren:

  • Domestic Focus: Unternehmen, die mindestens 50 Prozent ihrer Umsätze in ihrer Heimatregion erzielen. Diese Titel gelten als Barometer für die lokale Wirtschaftsdynamik.
  • Foreign Focus: Unternehmen, die mehr als 50 Prozent ihrer Erlöse auf internationalen Märkten generieren und damit stärker von globalen Wachstumstrends profitieren.

Präzisionswerkzeuge für das Portfoliomanagement
Laut BlackRock ergeben sich aus dieser Differenzierung zwei zentrale Anwendungsszenarien für institutionelle Investoren:

Taktische Allokation: Anleger können makroökonomische Ansichten (z. B. eine Stärkung der europäischen Binnenkonjunktur) präziser umsetzen als mit herkömmlichen Länderindizes.
Strategische Diversifikation: Die Aufspaltung ermöglicht eine bewusste Entscheidung darüber, wie stark ein Portfolio von der heimischen Nachfrage im Vergleich zu globalen Cashflows abhängen soll.

Rekordzuflüsse in europäische Aktien
Die Einführung erfolgt vor dem Hintergrund eines massiven Interesses an europäischen Titeln. Im Jahr 2025 verzeichneten europäische Aktien-ETPs Rekordzuflüsse in Höhe von 91,1 Milliarden US-Dollar – eine Summe, die dem Gesamtwert des vorangegangenen Jahrzehnts entspricht. Aktuelle Daten von BlackRock zeigen zudem, dass EMEA-Portfolios europäische Aktien im Vergleich zum MSCI ACWI derzeit im Schnitt mit 18 Prozent übergewichten.

„In einem zunehmend fragmentierten globalen Umfeld muss sich das Instrumentarium über traditionelle Länderklassifizierungen hinausentwickeln“, erklärt Vincent Denoiseux, Head of Product Research and Innovation bei iShares EMEA. Umsatzbasierte Ansätze böten eine klarere Sicht darauf, wo Renditen generiert werden und wo Risiken liegen. (aa)

Die wichtigsten Eckunkte der vier neuen Domestic und Foreign-ETFs:

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