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BlackRock: iShares ESG Enhanced ETFs werden noch nachhaltiger

Die strenge "EU Climate Transition Benchmark" wird zukünftig auch von den iShares ESG Enhanced ETFs berücksichtigt, die damit eine Aufwertung bei ihrer SFDR-Klassifizierung erfahren.

Victoria Arnold, BlackRock
Victoria Arnold, BlackRock: "Diese Weiterentwicklung ist aus unserer Sicht ein Meilenstein in der Evolution nachhaltiger Anlagelösungen."
© BlackRock

Die MSCI ESG Enhanced Focus Indizes, die als Benchmarks für die ETF-Palette iShares ESG Enhanced UCITS dienen, werden nach der halbjährlichen Indexüberprüfung von MSCI mit Wirkung ab 1. Dezember 2021 ergänzt. Somit erfüllen sie künftig die EU-Anforderungen an Referenzwerte für den klimabedingten Wandel (EU Climate Transition Benchmark, CTB). Außerdem werden strengere Ausschlusskriterien eingeführt, die auch konventionelle Waffen umfassen. Über diese Veränderung informiert BlackRock per Aussendung.

Strenges Regelwerk
Zur Erinnerung: Die CTB ist ein international anerkannter Referenzwert, den die Europäische Union im April 2020 nach Beratung mit Marktteilnehmern einführte. Die Benchmark ist auf einen Erwärmungsbeitrag von 1,5 °C ausgerichtet und erfordert eine Reduzierung der Kohlenstoffintensität um 30 Prozent gegenüber dem Mutterindex sowie eine jährliche Dekarbonisierung der Benchmark selbst um sieben Prozent.

Die Anforderungen im Hinblick auf die Kohlenstoffintensität berücksichtigen zum ersten Mal Scope-3-Emissionen. Die neuen Filter für den Ausschluss von Unternehmen umfassen auch konventionelle Waffen, und ab Ende November 2022 wird ein zusätzlicher Filter für Umweltschäden eingeführt. Außerdem wird der gegenwärtige Ölsand-Filter auf sämtliche Arten unkonventioneller Öl- und Gasförderung ausgeweitet. 

ETFs mutieren zu "Artikel 9"-Fonds
Infolge dieser Anpassungen der Benchmark ändert sich die SFDR-Klassifizierung aller sechs Fonds der Palette ab 1. Dezember 2021 in „Artikel 9“. Außerdem wird die Palette auch die Anforderungen des neuen Branchenstandards des BVI für ESG-Produkte erfüllen, die für den Vertrieb in Deutschland zugelassen sind.

Die aktualisierte Indexmethodik hält am bestehenden optimierungsbasierten Ansatz von MSCI fest, der das Engagement in Bezug auf ökologische, soziale und Governance-Faktoren (ESG) maximiert und gleichzeitig die Risiko- und Renditeeigenschaften des entsprechenden Mutterindex beibehält. Dieser Ansatz wird nun ergänzt um die Anforderungen der EU-Referenzwerte für den klimabedingten Wandel (CTB). Die bereits vorhandenen Ausschlussfilter für Unternehmen umfassen umstrittene Waffen, Kernwaffen, Verstöße gegen den UNGC, Tabak, zivile Schusswaffen, Thermalkohle und Ölsande.

"...ein Meilenstein in der Evolution nachhaltiger Anlagelösungen"
Victoria Arnold, Kundenbetreuerin deutscher Unternehmen & Pensionseinrichtungen im Bereich ETF und Index Investing sowie lokale ESG-Ansprechpartnerin bei BlackRock, kommentiert: „Das Spektrum nachhaltiger Anlagelösungen entwickelt sich weiter, um individuellen Motiven und Ansprüchen immer besser gerecht zu werden. Bislang beschränkten sich entsprechende ETFs auf jeweils einen nachhaltigen Ansatz. Die aktualisierten iShares ESG Enhanced-ETFs berücksichtigen nun erstmals sowohl ESG- als auch dezidiert klimabezogene Kriterien, die eine Transformation zu einer Netto-Null-Wirtschaft begleiten. Gleichzeitig werden sie dem deutschen ESG-Zielmarktkonzept (Verbändekonzept) gerecht, das der deutsche Fondsverband BVI, die deutsche Kreditwirtschaft und der Deutsche Derivate Verband als Vertriebsrahmen für nachhaltige Anlageprodukte erarbeitet haben. Die ESG Enhanced-ETFs sind bereits im März 2019 aufgelegt worden und verfügen über hohe Anlagevolumina. Insofern ist ihre Weiterentwicklung aus unserer Sicht ein Meilenstein in der Evolution nachhaltiger Anlagelösungen.“ (aa)

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