BlackRock: "Es gibt eine große aufgestaute Nachfrage"
Der Leiter für Schwellenländeranleihen bei BlackRock prognostiziert für 2026 ein Jahr für das Segment Emerging Market Debt. Dafür sprechen mehrere Gründe.

Eckpunkte:
- BlackRock-Manager prognostiziert starkes Jahr für Schwellenländer-Anleihen
- Viele Großanleger sind in Emerging Market Debt unterinvestiert
Der Leiter für Schwellenländeranleihen bei BlackRock rechnet mit einem weiteren starken Jahr für Anleiherenditen, da sich wegen des schwächeren Dollars die Finanzierungsbedingungen verbessern.
Michel Aubenas erwartet für in Dollar oder Euro denominierte Schuldtitel Renditen im “mittleren bis hohen einstelligen Bereich” und für Anleihen in lokaler Währung von Emittenten aus Schwellenländern “hohe einstellige bis niedrige zweistellige” Erträge. Darüber berichtet Bloomberg News.
“Es gibt eine große aufgestaute Nachfrage”
Die Renditen seien weiterhin attraktiv, zudem seien europäische Investoren insgesamt in dieser Anlageklasse untergewichtet, sagte er. Im vergangenen Monat brachte BlackRock einen neuen aktiven ETF auf den Markt, den iShares $ EM Bond Active Ucits ETF (ISOV), der vor allem in in Dollar denominierte Staatsanleihen aus Schwellenländern investiert.
“Es gibt eine große aufgestaute Nachfrage”, sagte Aubenas in einem Interview. “Da die Fed pausiert, ist sie keine potenzielle Quelle für weiter steigende Zinsen mehr, was die Anlageklasse unterstützt.”
Zu den größten Positionen des ISOV ETF zählen Staatsanleihen aus Mexiko und Ungarn sowie Anleihen mit Ramschstatus aus Argentinien und der Türkei, wie aus von Bloomberg zusammengestellten Daten hervorgeht.
Seit Jahresbeginn sind die Renditen bislang moderat ausgefallen, nachdem Investoren infolge der Marktturbulenzen durch den Iran-Krieg Risiken gemieden hatten. Hartwährungsanleihen aus Schwellenländern legten laut Bloomberg-Indizes in diesem Jahr lediglich um 1,3 Prozent zu, nach ca. elf Prozent im Vorjahr. Lokalwährungsanleihen stiegen um 1,2 nach neun Prozent im Jahr 2025.
“Die Renditen liegen auf historisch attraktiven Niveaus, doch dürften die Erträge nicht aus einem einzelnen Thema oder Trade stammen”, sagte Aubenas. (aa)

