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Bill Gross kritisiert Total-Return-Bond-Fonds von Pimco und DoubleLine

Bill Gross leistete in den 1980er Jahren Pionierarbeit mit der “Total Return”-Strategie, die den einst verschlafenen Anleihenmarkt revolutionierte. Nun kritisiert er das Segment für seine mangelnde Performance. Viele Total-Return-Fonds haben in diesem Jahre schwere Verluste erlitten, auch von Pimco.

Bill Gross, ehemals Pimco und King of Bonds
Bill Gross, ehemals Pimco und King of Bonds
© Andrew Harrer / stock.adobe.com

Bill Gross sieht Total-Return-Bondfonds auf Abwegen und übt an diesen hart, aber berechtigte Kritik. Statt Marktabschwünge abfedern zu helfen, hätten sich viele Fondsmanager zu sehr an ihre Benchmarks geklammert und seien im Wesentlichen im Grund zu Indexfolgestrategien geworden, erklärte der Mitbegründer der schon zwei Jahrzehnte zur Allianz gehörenden Fondsgesellschaft Pacific Investment Management Co. (Pimco), der 2014 das Unternehmen verließ. Darüber berichtet Bloomberg.

Höhere Verluste als die Benchmark
In einem Artikel auf seiner Webseite verwies Gross auf das Pimco-Produkt und Jeffrey Gundlachs DoubleLine Total Return Bond Fund, die in diesem Jahr Einbußen von fast 17 Prozent beziehungsweise 14 Prozent zu verkraften haben. Ihre Benchmark - der US-Anleihen-Gesamtindex von Bloomberg – ist in diesem Jahr um 16 Prozent gefallen, da die aggressive Straffung der US-Geldpolitik am Anleihemarkt zu einem Abverkauf führte. 

“Diese Total-Return-Fonds werden aktiv verwaltet und haben die Möglichkeit, die Laufzeit niedrig zu halten, doch sie scheinen alle einer ‘Index-plus’-Performance nachzujagen, im Gegensatz zu einem ‘Total-Return’-Ansatz beim Fondsmanagement”, schrieb der 78-jährige. Sie hätten ihre “Total-Return-‘Charta’ verloren beziehungsweise ihre Vision davon, was solche Fonds den Anlegern in Form von Kapitalerhalt bieten sollten.”

Privatanleger hätten sich für diese Fonds für ihre Altersabsicherung entschieden, “in dem Glauben, dass sie in Stresszeiten eine defensive Rendite abwerfen”, so Gross weiter. “Sie wurden in die Irre geführt.” Gross hatte 1987 Pimcos Total Return Fund ins Leben gerufen, der in seiner Blütezeit der weltgrößte Investmentfonds werden sollte.

Änderung im Fondsmanagement
Auf der Website des Unternehmens heißt es, der Total Return Fund strebe eine “maximale Gesamtrendite an, die mit Kapitalerhalt und umsichtigem Anlagemanagement vereinbar ist”. Der Fonds kann die Duration, ein Maß für das Zinsrisiko, im Vergleich zum Index nur begrenzt über- oder untergewichten. Anfang dieses Monats holte Pimco Chief Investment Officer Dan Ivascyn in das Managementteam des Total Return Fund. Scott Mather, einer der dienstältesten Manager des Unternehmens, hat eine persönliche Auszeit genommen.

In seinem Essay räumte Gross ein, dass seine Zeit bei Pimco durch die vier Jahrzehnte andauernde Hausse bei Anleihen begünstigt wurde. Sie endete, als die US-Notenbank ihre schnellste geldpolitische Straffungskampagne seit den 1980er Jahren einleitete. Zu seinem Erfolg habe jedoch auch beigetragen, sich in den Investments von Index-Strategien abzuheben, so Gross. Er verwies dabei auf den Erfolg bei der Bewältigung der globalen Finanzkrise. Gross räumte ein, dass selbst ein Fonds mit niedriger Duration in diesem Jahr mit dem Anstieg der Anleiherenditen zu kämpfen gehabt hätte. “Aber -15%?”, legte er den Finger in die Wunde.

Was nun hätte ein Total-Return-Fonds aus seiner Sicht tun sollen?
“In diesem Jahr hätten defensive Credit- und Renditekurvenstrategien, die Alpha generieren, eine Durchschnittsrendite von zwei Prozent aufstocken können”, so Gross. “Mein Vorschlag? Ändern Sie ihren Namen oder erfüllen Sie ihre ursprüngliche Aufgabe, nämlich die Erzielung aktueller Renditen am Anleihemarkt plus Alpha aus Quellen außerhalb des Duration-Bereichs.”

Für Anleger wären kostengünstigere börsengehandelte Fonds, die in inflationsgeschützte Anleihen investieren, eine bessere Option gewesen als Total-Return-Fonds, so Gross. Dabei verwies er auf den iShares 0-5 Year TIPS Bond ETF. (aa)

 

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