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AllianzGI erhöht bei nachhaltigen Investments die Schlagzahl

Die Fondstochter der Allianz baut ihr Angebot an nachhaltigen Investments deutlich aus. 74 weitere Fonds mit einem Gesamtvolumen von 70 Milliarden Euro werden nachhaltig. Darüber hinaus wird der Kontakt mit Unternehmen intensiviert, um klimafreundlicher zu werden. Bei Weigerung droht der Verkauf.

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© Murrstock / stock.adobe.com

Allianz Global Investors (AllianzGI) erweitert ihr Produktangebot an nachhaltigen Kapitalanlagen stark. Im Rahmen des strategischen Ziels, führend im Bereich nachhaltiger Investments zu sein und kontinuierlich Innovationen voranzutreiben, sowie mit Blick auf die wachsende Kundennachfrage, wurde die Anlagestrategie von 74 weiteren Publikumsfonds derart umgestellt, dass sie Nachhaltigkeitsansprüchen genügen.

Die Aktien-, Anleihen- oder Multi-Asset-Portfolios werden von nun an unter systematischer Einbeziehung von ESG-Kriterien und unter Berücksichtigung von AllianzGIs Mindestausschlüssen konstruiert. Darüber hinaus unterliegen sie dem bewährten SRI-Best-in-Class-Ansatz oder einem neuen erweiterten Engagement-Ansatz. Über diese Umstellung informiert AllianzGI in eigener Sache.

Höhere Messlatte
Als aktiver und langfristig orientierter Vermögensverwalter sei es das Selbstverständnis von AllianzGI, die Interessen der Kunden aktiv wahrzunehmen. Für viele Fonds werde die Messlatte nun noch höher gelegt, um die Ambitionen der Firma und ihrer Kunden zur Bewältigung des Klimawandels zu unterstützen. AllianzGI sei sich der Dringlichkeit dieser globalen Herausforderung genauso bewusst wie der Stärke des sogenannten Engagement-Ansatzes (aktive Wahrnehmung der Anlegerinteressen im kritischen Dialog mit Unternehmen). 

Im neu etablierten Ansatz „Climate Engagement with Outcome“ (ergebnisorientiertes Klima-Engagement) fordert und fördert AllianzGI Unternehmen daher beim Übergang zu einer kohlenstoffarmen Wirtschaft. Mit den zehn größten CO2-Emittenten eines jeden Portfolios (Scope 1 und 2) wird die Firma von nun an in einen kritischen Dialog treten, um gemeinsam auf eine Reduktion des Treibhausgasausstoßes hinzuwirken.

Da die Top-10-Emittenten je Fonds unabhängig von ihrer jeweiligen Sektorzugehörigkeit ermittelt werden, kann das Thema Klimawandel so auf Fondsebene adressiert werden. Die Analyse basiert dabei auf einer „Best Practices Sector Specific Engagement Map“. Diese analysiert jedes Unternehmen im sektoralen Kontext und legt Engagements auf Grundlage des Vergleichs mit Konkurrenten und der sektorspezifischen Ziele fest.

Beispiele für Engagement-Themen können Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen sein oder die Verbindung von Vorstandsvergütung mit Klimazielen. Wenn ein Unternehmen nicht auf Engagement-Anfragen reagiert oder keine Verbesserungsbemühungen auf seinem Klimapfad zeigt, wird im Eskalationsprozess eine Veräußerung des Titels in Betracht gezogen. 

"... aktivere Rolle"
Matt Christensen, Global Head of Sustainable and Impact Investing bei Allianz Global Investors, kommentiert: „Der Klimawandel ist eine der drängendsten Herausforderungen unseres Planeten, und AllianzGI ist überzeugt, dass Vermögensverwalter eine aktivere Rolle bei der Gestaltung der Zukunft übernehmen sollten. Der Ansatz „Climate Engagement with Outcome“ stellt eine Weiterentwicklung des bisherigen Stewardship-Ansatzes dar. Aufgrund unserer bisherigen Erfahrungen im Engagement mit Unternehmen sind wir zuversichtlich, dass die Unternehmen für diesen Dialog offen sind und unsere Ansichten teilen.“ 

Christensen zufolge hat die COVID-19-Krise den Fokus sowohl auf den Klimawandel als auch auf soziale Faktoren verstärkt. Politische Entscheidungsträger wie auch Anleger sehen die Krise als einen Weckruf für ein Mehr an nachhaltigen Investments. Die gestiegene Nachfrage nach entsprechenden Anlagemöglichkeiten ist ein weltweit beobachtbarer Trend. "Wir wollen unseren Kunden nachhaltige Produkte anbieten, die neben finanziellen auch solche realen Auswirkungen haben, die sie sich wünschen", sagt Christensen.

SRI-Fonds
19 der 74 umgestellten Fonds werden AllianzGIs Palette an SRI-Fonds erweitern, welche Best-in-Class-Ansätze mit Ausschlüssen verbinden. Im Rahmen des Best-in-Class-Ansatzes konzentrieren sich die Fonds auf diejenigen Unternehmen, die im Vergleich zu ihren Mitbewerbern überdurchschnittliche ESG-Eigenschaften aufweisen. AllianzGIs SRI-Ansatz wiederum basiert auf einer proprietären ESG-Analyse, die seit 2002 Anwendung findet und seitdem kontinuierlich weiterentwickelt wurde. 

Bei Allianz Global Investors hat nachhaltige Geldanlage Tradition, erste entsprechende Produkte wurden bereits vor zwei Jahrzehnten aufgelegt. Per Jahresende 2020 lag das Volumen an nachhaltig gemanagten Anlagen (Integrated ESG, SRI, SDG-aligned und Impact Investing) bei 206 Milliarden Euro oder 35 Prozent der insgesamt verwalteten Vermögen. (aa)

 

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