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Allianz setzt auf Infrastructure Debt in Afrika

Die Allianz finanziert afrikanische Infrastrukturprojekte durch Investition in den von Investec Asset Management verwalteten Emerging Africa Infrastructure Fund (EAIF). Das ist eine weitere Transaktion im Rahmen der Afrika-Anlagestrategie des deutschen Versicherungsriesen.

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Die Sonne Afrikas ist perfekt für Solaranlagen.
 
© vege / stock.adobe.com

Die Allianz stellt als erster institutioneller Versicherungsinvestor dem Emerging Africa Infrastructure Fund (EAIF) über einen Zeitraum von zwölf Jahren Finanzierungen in Höhe von 75 Millionen Euro und 25 Millionen US-Dollar zur Verfügung. Die EAIF-Fremdfinanzierung ist die zweite Emerging Markets Transaktion innerhalb von zwölf Monaten, die von Allianz Global Investors (AllianzGI) im Auftrag der Allianz Gruppe für ihre Versicherungsportfolien durchgeführt wird. Die Gesamtsumme der Infrastruktur-Finanzierungszusagen der Allianz Gruppe für Schwellenländer durch AllianzGI erhöht sich damit auf über 600 Millionen US-Dollar. Darüber berichten sowohl die Allianz, als auch Investec Asset Management per Aussendungen.

Die Investition in EAIF schafft laut Allianz attraktive Renditen für die Versicherungskunden der Allianz und passt „hervorragend in die internationale Anlagestrategie der Gruppe“. Der afrikanische Kontinent bietet langfristige Wachstumsaussichten, die von Faktoren wie einer günstigen demographischen Entwicklung, einer expandierenden Mittelklasse und Urbanisierung angetrieben werden.

Als bekannter Vertreter von innovativen Impact-Investments stellt die Allianz als erster privater institutioneller EAIF-Investor für einen Zeitraum von zwölf Jahren Darlehen in Höhe von umgerechnet 115 Millionen US-Dollar zur Verfügung. „Wir glauben an das Wachstumspotenzial Afrikas und werden über unterschiedliche Anlageklassen hinweg auf dem Kontinent investieren. Die Partnerschaft mit EAIF und Investec Asset Management ist ein wichtiger Beitrag zu dieser Initiative und zeigt, wie attraktive Risiko- und Renditeprofile mit der notwendigen Absicherung für unsere Versicherungsnehmer erzeugt werden können", sagt Sebastian Schroff, Global Head of Private Debt, Allianz Investment Management.

Nadia Nikolova, Director, Infrastructure Debt bei der AllianzGI, ergänzt: „Wir freuen uns, unser Know-how für Infrastrukturanleihen einsetzen zu können, um die Anlagestrategie der Allianz in Afrika zu unterstützen. In den letzten fünf Jahren hat unsere globale Plattform für Infrastruktur-Anleihen über zehn Milliarden Euro in Infrastrukturprojekte weltweit investiert. Durch die wirtschaftliche Entwicklung in Afrika, wird der Kontinent für institutionelle Investoren immer wichtiger."

KfW ist mit an Bord
Neben der Allianz als weltweitem Versicherungskonzern leistet auch die KfW – bewährter Partner des Fonds seit über zehn Jahren und dessen größter Fremdkapitalgeber - einen zentralen Beitrag in Höhe von rund 140 Millionen US-Dollar. Mit insgesamt rund 255 Millionen US-Dollar kommt so mehr als die Hälfte des gesamten Kapitals der neuen Fundraising-Runde von deutschen Partnern. „Wir freuen uns, unsere Zusagen an dem EAIF ausbauen zu können. Diese Partnerschaft sowie die Investitionen in erneuerbare Energien und sauberere Technologien stärken die wirtschaftliche Entwicklung in weiten Teilen des afrikanischen Kontinents und verbessern die Lebensqualität der dort lebenden Menschen“, sagt Helmut Gauges, Bereichsleiter Afrika/Nahost von der KfW Entwicklungsbank.

Investec Asset Management sammelt das Geld ein
Der Emerging Africa Infrastructure Fund, der von Investec Asset Management (IAM) verwaltet wird, hat damit seine jüngste Fundraising-Runde erfolgreich abgeschlossen und 385 Millionen US-Dollar neues Fremdkapital für Investitionen in Afrika eingeworben. Die Mittel werden in den nächsten fünf Jahren dazu verwendet, Investitionen in neue Infrastrukturprojekte insbesondere in strukturschwachen, afrikanischen Ländern vorzunehmen. Seit der Übernahme des Managementmandats im Jahr 2016 hat Investec AM alle für den Fonds festgelegten Performanceindikatoren erreicht, wie die Gesellschaft in eigener Sache betont.  

EAIF will Afrikas Infrastruktur aus- und aufbauen
Seit seiner Gründung hat EAIF rund 1,3 Milliarden US-Dollar investiert, was dazu beigetragen hat, dass mehr als 10,9 Milliarden US-Dollar privates Kapital in über 70 Projekte in 22 Ländern südlich der Sahara fließen. Neben Bereichen wie Verkehr, Wasser und Telekommunikation hat sich der EAIF als kompetenter Kreditgeber für Solar- und erneuerbare Energieprojekte etabliert. Seit 2015 unterstützt er solche Projekte in Mali, Mosambik, Ruanda und Uganda. „Die Bekämpfung des Klimawandels ist eine wichtige Priorität für unsere Geberländer", sagt EAIF-Exekutivdirektor Emilio Cattaneo. „Die Nutzung erneuerbarer Energiequellen, insbesondere der Solarenergie, ist der nachhaltigste und schnellste Weg, um Länder mit Strom zu versorgen und gleichzeitig etwas für den Klimaschutz zu tun.“ Das EAIF-Portfolio wurde auch anhand der Sustainable Development Goals (SDG) der UN ausgerichtet, um sicherzustellen, dass das Projekte direkt, nachweislich und quantifizierbar zu positiven Auswirkungen auf dem gesamten Kontinent beiträgt.

EAIF ist Teil der Private Infrastructure Development Group (PIDG), einer von Spendern unterstützten Organisation, die private Infrastrukturinvestitionen in den Ländern mit den niedrigsten Einkommen fördert. PIDG verbindet öffentliche und private Finanzierungen, um das Investitionsrisiko zu reduzieren, die wirtschaftliche Entwicklung zu fördern und Armut zu bekämpfen. Die Beteiligung der Allianz am EAIF ist der Auftakt von PIDG‘s Strategie, zusätzliche Gelder von institutionellen Anlegern zu erhalten.
 
„...Meilenstein bei der Mobilisierung von Kapital“
Nazmeera Moola, Leiterin des EAIF-Fondsmanagers Investec Asset Management, sagt: "Die Vision und die Unterstützung eines Kreditgebers mit dem Kaliber der Allianz ist ein Meilenstein bei der Mobilisierung von privatem Kapital für Infrastrukturprojekte für den gesamten Kontinent. Diese Fremdfinanzierung ist ein Beispiel für die Vorteile, die sich aus dem Mischfinanzierungsansatz von PIDG ergeben. IAM verfügt über eine sehr gute Erfolgsbilanz bei der Ko-Investition privater und öffentlicher Mittel in private Kredit- und Private-Equity-Fonds in Afrika. "

Und Maik Fechner, Co Head Investec Asset Management in Deutschland sagt: „Auch das verstärkte Engagement der KfW macht uns Mut für die Zukunft. Denn bei dem EAIF handelt es sich um eine innovative Mischfinanzierung mit dem Ziel konkreter Entwicklungsergebnissen. Die Partnerschaft mit dem weltweit führenden Investor Allianz und KfW ist ein Beweis für die langfristigen Beziehungen, die wir mit unseren Kunden aufbauen wollen.“ (aa)

 

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