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AGI: Verkauf des US-Geschäfts ist nun in trockenen Tüchern

Nach dem Hedgefonds-Drama darf die Fondstochter der Allianz kein Geschäft mehr in den USA betreiben. Daher gibt Allianz Global Investors (AGI) den Bereich an einen amerikanischen Asset Manager ab. Der vor kurzem angekündigte Partnerschaftsvertrag ist nun unterschrieben.

Tobias Pross, Allianz Global Investors
Tobias Pross, Allianz Global Investors
© Sebastian Widmann / FONDS professionell

Die Fondstochter des Versicherungsriesen Allianz hat eine Vereinbarung mit Voya Investment Management über den Verkauf des Großteils des US-Geschäfts unterschrieben. Dies teilte Allianz Global Investors (AGI) mit. Demnach sollen bis Ende Juli die Investmentteams und Vermögenswerte übertragen werden. Dazu zählt auch das Team des milliardenschweren Flaggschiffs Allianz Income & Growth. Im Gegenzug erhält der Münchener Versicherer eine Beteiligung in Höhe von 24 Prozent an Voya. Weitere finanzielle Details des Deals wurden nicht genannt.

Zur Erinnerung: Der Skandal um die sogenannten Structured-Alpha-Fonds hatten den Verkauf notwendig gemacht. Im Zuge des Debakels hatte sich Allianz GI des Wertpapierbetrugs für schuldig erklärt, das Unternehmen bleibt damit für zehn Jahre vom US-Markt ausgeschlossen. US-Ermittler werfen drei ehemaligen Portfoliomanagern der Allianz-Hedgefonds vor, Risiken schöngerechnet und Verluste vertuscht zu haben.

Kritik an interner Kontrolle
Die Allianz betont, die Beschuldigten hätten alleine und ohne Wissen anderer Mitarbeiter gehandelt. Die US-Behörden verweisen jedoch auch auf Mängel bei der hausinternen Kontrolle von Allianz GI. Das Unternehmen kostet der Skandal zudem rund sechs Milliarden US-Dollar an Strafen und Entschädigungen für betroffene Anleger.

Die Partnerschaft mit Voya hatte die Versicherungstochter im Mai im Zuge des Vergleichs mit den US-Behörden angekündigt. Allianz GI betont, dass nach dem Transfer die US-Vehikel weiterhin von den bisherigen Investmentteams gelenkt würden. Im Gegenzug soll die Versicherungstochter den Vertrieb von Voya-Strategien außerhalb der USA und Kanadas übernehmen.

"Bedeutender Meilenstein"
"Die Unterzeichnung der Vereinbarung ist ein bedeutender Meilenstein in der Entwicklung einer wichtigen strategischen Partnerschaft für Allianz GI", lässt sich Allianz-GI-Chef Tobias Pross in der Mitteilung zitieren. Angesichts des Skandals und des Geschäftsverbots wäre dem Haus allerdings kaum eine andere Möglichkeit geblieben, als das US-Geschäft zu verkaufen oder einzustampfen. (ert)

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