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Zweistellige Zuwächse an den Aktienmärkten in Europa und Japan

Die Aussichten an Europas Börsen sind gut, die in Japan noch besser – so urteilt John Vail, Chief Global Strategist bei Nikko Asset Management.

John Vail
John Vail, leitender globaler Stratege bei Nikko Asset Management
© Nikko Asset Management

Das Vertrauen der Europäer in ihre mittelfristige wirtschaftliche Zukunft dürfte sich stark verbessern. Die über den Erwartungen liegende Weltwirtschaft hellt die Stimmung von Anlegern, Unternehmen und Verbrauchern zusätzlich auf. Zwar liegt das KGV mit dem 17,8-fachen der fürs Kalenderjahr 2021 erwarteten Gewinne nicht niedrig, doch dürften die Gewinne nach oben korrigiert werden. Die hohen Dividendenrenditen sollten, insbesondere jetzt, da die meisten Dividendenkürzungen abgeschlossen scheinen und Erhöhungen für Banken wahrscheinlich erlaubt sind, weiterhin inländische und globale Investoren anziehen. 

Renditeerwartung zehn Prozent für die nächsten zwölf Monate in Europa
Für den MSCI Europe erwarten John Vail, Chief Global Strategist bei Nikko Asset Management,  und seine Kollegen einen Zuwachs von 10,3 Prozent bis Juni kommenden Jahres. Interessant wird sein, wie die Märkte auf die Aussichten für eine Verschiebung nach links in der deutschen politischen Führung ab dem Herbst reagieren werden. 

In Japan stiegen die Gewinnschätzungen fürs laufende Jahr zuletzt weiter an
Das ist zum Teil darauf zurückzuführen, dass das Land vom globalen Tech-Zyklus profitiert. Japan nimmt in vielen Technologie-Bereichen eine führende Position ein, insbesondere im boomenden Sektor der Halbleiter produzierenden Maschinen. Zudem ist das politische Risiko in Japan gering und Strukturreformen, z.B. im Zuge der Digitalisierung, kommen gut voran. Das KGV des TOPIX fiel auf 15,8x und liegt damit deutlich niedriger als in anderen Regionen. Auch hier dürften die Gewinnschätzungen nach oben korrigiert werden. Im zweiten Halbjahr dürfte Japans steigendes BIP den Markt beflügeln, angetrieben durch den Abbau von Corona-Einschränkungen, erhöhte Aktienrückkäufe und einer besseren Versorgung mit Komponenten in der Automobil- und einigen Tech-Industrien. 

Die Dividendenrendite des Marktes ist selbst im globalen Vergleich sehr attraktiv
Nikko AM erwartet, dass inländische Investoren, sobald die Angst vor dem Virus überwunden ist, in großem Stil an den japanischen Aktienmarkt zurückkehren werden. Die Aktienkultur scheint von der Erkenntnis getrieben sein, dass der Zeitraum 1987-2012 angesichts zahlreicher Reformen nicht als Blaupause für Japans mittelfristige Zukunft taugt. Insbesondere die anhaltenden Verbesserungen im globalen Halbleiter- und Smartphone-Zyklus und die sich rasch verbessernde globale Nachfrage nach Investitionsgütern sollten die Erträge ankurbeln und somit die Anleger zur Rückkehr in japanische Aktien bewegen. 

Engpässe im Automobilsektor
Im Automobilsektor wurden die Hoffnungen kurzfristig getrübt, da die Engpässe noch schlimmer waren als erwartet. Die mittelfristigen Aussichten des Sektors bleiben jedoch positiv. In der Zwischenzeit werden die Olympischen Spiele und die Paralympics wahrscheinlich gut verlaufen, was zur politischen Stabilität Japans vor den Wahlen im Herbst beitragen würde. Insgesamt erwartet Nikko AM, dass der TOPIX bis zum Jahresende auf 2.170 und bis Juni nächsten Jahres auf 2.210 steigen wird. Binnen Jahresfrist entspräche das einem Zuwachs von 16,5 Prozent (in Yen). In der Zwischenzeit sollte der Nikkei 32.000 bzw. 32.600 Punkte erreichen. Dieses Potential sei sowohl für inländische als auch für globale Anleger attraktiv, meint John Vail. (kb)

 

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