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Deuten Gold- und Silberoptionen auf eine Kurskorrektur hin?

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Gold- und Silberoptionen weisen derzeit ungewöhnlich positive Schiefewerte auf – was oftmals als Vorzeichen für eine bevorstehende Kurskorrektur gewertet werden kann. Starke Zinssenkungen und ein schwächerer Dollar könnten den Ausblick jedoch ändern.

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Zu viele Einhörner schaden Geschäftsmodellen von Value-Aktien massiv

Die starke Entwicklung von nicht gelisteten Start-ups in den vergangenen Jahren, deren aggressive Wachstumsstrategie unter Außerachtlassung von Profitabilität gefährdet Marktmechanismen und damit Value-Aktien. Eine Trendwende ist bislang nicht absehbar, sagen die Experten von Ethenea.

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Ein Einhorn kommt heute leider selten alleine. Was von der Einhornplage bleibt, ist Katzenjammer bei etablierten Firmen, die es schwer haben, Geld zu verdienen, weil die Einhörner Umsatzssteigerung um jeden Preis auf ihre Fahnen geschrieben haben. 
© Archiv

In den vergangenen Monaten haben sich sogenannte Value-Aktien im Vergleich zu Growth-Titeln dramatisch schwach entwickelt. „Einer der Hauptgründe für die im Vergleich schlechte Performance von Value-Aktien sind die sogenannten Einhörner, also junge Start-ups, die zwar noch nicht an der Börse gelistet sind, aber von Investoren bereits mit mehr als einer Milliarde US-Dollar bewertet werden“, sagt Christian Schmitt, Senior Portfolio Manager bei Ethenea. „Vor zehn Jahren gab es nur eine Handvoll solcher Unternehmen, mittlerweile liegt ihre Zahl bei rund 500 – und damit ist eine wahre Einhornplage entstanden.“

"Wachstum über alles" ohne Rücksicht auf Geewinn belastet Value-Firmen
Das Problem sei die von den Jungunternehmen verfolgte Wachstumsstrategie. „Das Umsatzwachstum hat oberste Priorität für Einhörner und Start-ups, die Einhörner werden wollen“ erklärt Schmitt. Dieses Wachstum werde in der Regel über aggressive Marktanteilsgewinne erzielt. „Die Profitabilität spielt einstweilen keine Rolle und wird teilweise über Jahrzehnte hinweg der Eroberung globaler Märkte untergeordnet.“ Der Versandhändler Amazon – heute das drittteuerste börsennotierte Unternehmen der Welt – gelte hierbei vielen als Vorbild. „Wenn ein Einhorn in den Markt drängt, sind die Folgen für alteingesessene Unternehmen erheblich“, sagt Schmitt. Ein Beispiel sei der Fahrdienstleister Uber, der weltweit dem Taxigewerbe zusetze und beim Börsengang im Mai dieses Jahres mit 75 Milliarden US-Dollar bewertet wurde. „Diese Bewertung scheint bemerkenswert angesichts der Tatsache, dass das Unternehmen selbst in Frage stellt, jemals rentabel zu werden.“ 

Geschäftsgebaren hat Einfluss auf eigentlich vorherrschende Marktmechanismen
„Wie sollen andere Unternehmen im Wettbewerb mit den Einhörnern bestehen, wenn die neuen Wettbewerber selbst keine Gewinnabsichten haben? Genau in dieser unterschiedlichen Vorgehensweise sehen wir einen der Hauptgründe für die dramatisch schwache Entwicklung von sogenannten Value-Aktien im Vergleich zu Growth-Aktien“, sagt der Experte.

Strukturelle Marktverzerrung 
Diese gehe mit den Einhörnern einher, sei immens und treffe vor allem die Geschäftsmodelle heutiger Value-Aktien. Wann die schlechte Entwicklung ein Ende finde, sei angesichts der Natur der Einhörner weniger eine Frage der Bewertung. Wichtiger sei die Frage, so Schmitt, wie lange Investoren noch bereit wären, unprofitables Wachstum so massiv in der Breite zu finanzieren. „Bislang ist ein Ende dieses Trends allerdings nicht absehbar – es fließen immer noch dreistellige Milliardenbeträge in dieses Segment.“ (kb)

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