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Zu gute Stimmung: sentix senkt Aktienquoten deutlich

Wie schnell sich am Aktienmarkt Stimmungen ändern können, zeigt sich aktuell in beeindruckender Weise. Binnen vier Wochen ist aus Pessimismus ein Anflug von Euphorie geworden. Aus diesem, aber auch aufgrund anderer Gründe, reagiert sentix mit einer Reduktion der Aktientangente.

Manfred Hübner, sentix
Manfred Hübner, sentix
© sentix

Die konträr-agierenden Fondsmanager der sentix Asset Management sehen Warnsignale am Aktienmarkt. Die Spezialisten für die Stimmungsanalyse machen aber auch weitere Belastungsfaktoren aus und reagieren deshalb konsequent mit einer Reduzierung ihrer Aktienbestände. Darüber informiert die Frankfurter Investmentboutique per Aussendung.

Bullische Aktienmarkt-Stimmung
Haben die Experten von sentix noch Ende September eine gedrückte Aktienstimmung messen können, so hat sich das Bild binnen kürzester Zeit gründlich gewandelt. Das Sentiment für europäische Aktien ist auf einen Wert von +0,37 gestiegen. Das bedeutet, dass es aktuell 37 Prozent mehr Bullen als Bären gibt. Dies ist immerhin der höchste Wert seit Ende 2019.
Noch vor vier Wochen fungierte die schlechte Stimmung abermals als Treibsatz für steigende Aktienkurse. Eine Abkühlung der Weltkonjunktur sowie die Ankündigung der US-Notenbank, ihr Anleihekaufprogramm schrittweise zurückzufahren, wirkten belastend auf die Aktienmarktaussichten.

Anlegerportfolien riskant ausgerichtet
Mit der jüngsten Stimmungsverbesserung einher geht eine deutlich offensivere Ausrichtung der Anlegerportfolien. Folglich zeigen die Positionierungs-Indikatoren ein erhöhtes Rückschlagrisiko an. „Es sind vor allem die Privatanleger, die ausgesprochen risikofreudig agieren. Dies dürfte die Märkte kurzfristig anfällig für Rückschläge machen“, kommentiert sentix-Chefstratege Manfred Hübner das Anlegerverhalten.

Grundvertrauen sinkt, Verkaufsbereitschaft steigt
Während die Aktienstimmung blendend ist, sinkt gleichzeitig das strategische Grundvertrauen der Anleger. „Die Anleger zeigen sich angesichts der steigenden Inflationsraten und der Konjunkturabkühlung über die mittelfristigen Aussichten irritiert“, stellt Hübner fest und ergänzt: „Das erhöht die Bereitschaft zu Gewinnmitnahmen.“

Konsequentes Handeln gefordert
Für sentix-Portfoliomanager Patrick Hussy sind dies Signale um zu handeln. „Unsere taktischen Modelle, welche das Sentiment und das Grundvertrauen bewerten, geben uns eine klare Empfehlung unsere Aktienpositionen zu reduzieren. Dieses konträre Signal setzen wir konsequent um“.

Für die sentix Fonds leiten sich daraus erhebliche Positionsanpassungen ab. Für das globale, aktienorientierte Mandat (sentix Risk Return -A- Fonds, WKN A2AMPD / A2AMPE) bedeute dies eine Absenkung der Aktienquote von 115 Prozent auf aktuell rund 73 Prozent. „Seit Anfang Oktober hat das Aktienportfolio rund neun Prozent an Wert zugelegt. Die angezeigten erhöhten Risiken machen es uns etwas einfacher, die Gewinne teilweise zu realisieren“, erläutert Hussy.

Im Mischfonds sentix Risk Return -M- (WKN A2AJHP / A2AMN8) fällt die Quotenanpassung ebenso deutlich aus. „Mit nur noch 33 Prozent nach zuletzt über 70 Prozent Aktienquote weist unser Flaggschiff-Fonds nun eine leicht defensive Ausrichtung aus“, so sentix-Geschäftsführer Hussy. Der sentix Risk Return -M- Fonds ist mit knapp 90 Millionen Euro Anlagevermögen das volumenstärkste Produkt der auf Behavioral Finance spezialisierten Investment-Boutique. 2020 erreichte der Fonds Platz 2 in der 1-Jahres-Wertung bei den Euro-Finanzen Awards in der Kategorie „Absolute Return / Sonstige Strategien“.

Trendwende noch nicht zu erwarten
Trotz dieser Signallage und der sich daraus ergebenden Verkaufshandlung schauen die sentix-Experten keineswegs skeptisch auf den weiteren Jahresverlauf.
„Wir erwarten, dass sich die angezeigten Marktrisiken binnen der nächsten drei Wochen materialisieren und damit auch die gute Stimmung verfliegt“, erläutert sentix-Gründer Manfred Hübner die aktuelle Lage.

Eine generelle Trendwende scheint aus sentix-Sicht noch nicht anzustehen. Zum einen bleiben die Saisonfaktoren bis Jahresende positiv. Zum anderen signalisieren die sentix Konjunkturindizes ein Ende der konjunkturellen Abkühlungsphase. Nach fünf Monaten Rückgang in Folge ist die Erwartungskomponente für Euroland das erste Mal wieder gestiegen. „Andere Frühindikatoren dürften die sentix-Indikation bis Ende November bestätigen, so dass sich dann auch das Grundvertrauen der Anleger für die Aktienmärkte wieder heben dürfte“, ergänzt Hübner. (aa)

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