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Zinswende-Tracker von Berenberg zeigt: keine Zinswende in Sicht

Inzwischen verharrt der "Zinswende-Tracker", der seit Januar 2015 von der Privatbank Joh. Berenberg, Gossler & Co. KG berechnet wird, den vierten Monat in Folge im negativen Bereich.

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© Warakorn / stock.adobe.com

Er legte im Mai im Vergleich zum April zwar um sechs Prozentpunkte zu. Von der Indikation einer Zinswende ist er mit minuns 28 Prozent aber noch weit entfernt. Dementsprechend signalisiert der Indikator weiterhin sinkende Zinsen.

Tracker lässt weiter sinkende Zinsen erwarten
"Ausschlaggebend hierfür sind nach wie vor fallende Renditen von langlaufenden Staatsanleihen sowie von Papieren aus dem Bank- und Unternehmenssektor", schrieben die Analysten Philipp Jäger und Helge Schunck von Berenberg in Frankfurt, wie Bloomberg News vermeldet. "Ebenfalls ein negativer Indikator-Beitrag kommt von Seiten der Kreditzinsen, ein positiver Beitrag hingegen von der Einlagenseite", ergänzten die beiden Rentenanalysten in einer aktuellen Studie.

Geringfügige Verschiebungen mit einer Ausnahme
Die Verschiebungen innerhalb der einzelnen Segmente, die von dem Indikator abgegriffen werden, sind gering ausgefallen. Die einzige größere Bewegung ist bei den Einlagensätzen zu verzeichnen. Hier stieg der entsprechende Subindikator um fünf Prozentpunkte auf sieben  Prozent an.

Umfassendes Bild
Das Fixed Income Research von Berenberg ermittelt basierend auf einer Auswahl von 65 verschiedenen Zinsmaßen insgesamt 260 Zinssignale für steigende bzw. fallende Zinsen. Nach dieser Ermittlung werden die Zinssignale zumeist nach BIP-Anteilen gewichtet und zu einem Composite-Indikator zusammengefügt. Die Werte dieses Indikators bewegen sich zwischen -100 Prozenr (alle Zinssignale zeigen fallende Zinsen an) und +100 Prozent (alle Zinssignale zeigen steigende Zinsen an). (kb)

 

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