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Zinsersatz Dividenden: First Private warnt vor passiven Ansätzen

Auch wenn in Euroland hohe Dividenden locken: Investoren sollten sich nicht nur auf deren absolute Höhe, sondern insbesondere auf die Verlässlichkeit zukünftiger Ausschüttungen achten. Widrigenfalls landen Looser im Depot. First Private IM aus Frankfurt hat eine Lösung für Institutionelle.

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Sebastian Müller, First Private: "Die Dividendenstabilität spielt eine wichtige Rolle. Wir wollen eine gewisse Stetigkeit der Dividendenzahlungen in der Historie sehen."

 
© Fotolia

Das Niedrigzinsumfeld sorgt dafür, dass Dividenden in Höhe mehrerer Prozent immer verführerischer werden. Daher werden Dividenden von einigen Anbietern passiver Anlagestrategien als solider Zinsersatz, teilweise als "der neue Zins" angepriesen. Doch bei der Auswahl von Unternehmen mit attraktiven Dividenden geht es um mehr als nur um die Höhe der Gewinnausschüttungen, machen die Experten von First Private Investment Management in einer aktuellen Aussendung aufmerksam. Es geht um einen stabilen, langfristig nachhaltigen „Shareholder Return“, also den gesamten Ertrag, der an die Aktionäre zurückfließt. Passive Ansätze, die sich auf hohe Dividenden fokussieren, geraten dagegen häufig in Schwächephasen des Marktes überdurchschnittlich unter Druck.

Dividendenausschüttungen nehmen zu
Trotz Brexit-Trubel und anderen politischen Nebengeräuschen sowie anhaltenden Wachstumssorgen können sich Anleger in Europa auf die Gewinnausschüttungen der hiesigen Unternehmen meist verlassen. Aktuell zahlen europäische Unternehmen 2016 3,7 Prozent mehr an ihre Anteilseigner aus im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. In Deutschland fällt das Dividendenwachstum zwar geringer aus, doch auch hierzulande haben neun von zehn Unternehmen ihre Gewinnausschüttung erhöht oder auf dem aktuellen Niveau gehalten. Sebastian Müller, Fondsmanager des First Private Euro Dividenden Staufer, glaubt sogar noch an weiteres Wachstumspotential: „Grundsätzlich sehen wir in Europa noch Raum für weitere Dividendensteigerungen. Die Unternehmen haben gesunde Bilanzen und auch die Wirtschaftsentwicklung in der Eurozone reicht aus, um weitere Anhebungen zu rechtfertigen.“

Euroland ist prädestiniert für aktive Dividendenstrategien
Die Dividendenrendite im Index Eurostoxx 50 zum Beispiel liegt mit 4,02 Prozent deutlich höher als in anderen Regionen der Welt: Indizes wie der MSCI Emerging Markets oder der MSCI USA verzeichnen im Vergleich nur eine Dividendenrendite von durchschnittlich 2,17 beziehungsweise 2,15 Prozent. Bemerkenswert ist zudem, dass die Anzahl der Titel mit einer Dividendenrendite von über drei Prozent vor allem im Eurobereich sehr hoch ist. Aktive Fondsmanager können so aus einem vergleichsweise großen Pool an potentiellen Aktien wählen. Schließlich ergibt sich für Anleger mit langfristigem Anlagehorizont zusätzliches Potential aus antizyklischer Sicht. Die relative Performance von Euroland-Aktien befindet sich beispielsweise gegenüber Titeln aus den USA auf einem historischen Tiefpunkt.

Neben Höhe ist die Zahlung der Dividende aus operativem Geschäft entscheidend
Doch nur die Aktien mit der höchsten Dividendenrendite zu kaufen, wie es etwa passive Dividendenfonds („Strategie-ETFs“) beziehungsweise Smart-Beta-Produkte für Euro-Aktien zum Teil praktizieren, zielt zu kurz. Denn Unternehmen mit der höchsten Dividendenrendite weisen durchschnittlich auch das größte Potential für nachfolgende Gewinnrückgänge auf. „Würden wir Titel ausschließlich nach der Höhe der Dividenden auswählen, ohne weitere Kriterien zu berücksichtigen, würden wir Unternehmen mit zukünftig negativem Wachstum ins Portfolio einkaufen“, erklärt Müller. Hier grenzt sich der Fondsmanager von First Private ganz klar von passiven Dividendenansätzen ab: Bezüglich der Dividendenhöhe bewegt er sich mit dem First Private Euro Dividenden Staufer überwiegend im Bereich von Unternehmen mit einer mittleren Dividendenrendite.

Natürlich ist auch für Müller die Höhe der Dividendenrendite ein Hauptkriterium. Dass die Unternehmen ihre Dividende regelmäßig steigern, spielt für den Auswahlprozess jedoch keine Rolle. Kürzungen sollten aber weitgehend vermieden werden. Entscheidend ist dagegen, dass die potentiellen Portfoliokandidaten ihre Gewinnausschüttung aus dem operativen Geschäft erwirtschaften und keine versteckte Bilanzakrobatik betreiben. „Auch die Dividendenstabilität spielt eine wichtige Rolle. Wir wollen eine gewisse Stetigkeit der Dividendenzahlungen in der Historie sehen“, so der Fondsmanager von First Private.

Fünf-Jahres-Performance: Besser als 95 Prozent aller Euroland-Fonds
Um Benchmark und ETF-Dividendenfonds in der Performance hinter sich zu lassen, wählt der Staufer die Titel anhand weiterer Kriterien aus, wobei auch einige der passiven Ansätze weitere Faktoren neben der Dividendenhöhe berücksichtigen. Eher untypisch für einen klassischen Dividendenfonds wählt er auch Titel mit relativ geringer Ausschüttung, wenn das Fondsmanagement eine Wachstumsdynamik der Dividende identifiziert. Ziel dieser kurzfristigen und wachstumsorientierten Teilstrategie ist, das Portfolio des Staufer noch breiter und diversifizierter aufzustellen.

Neben Dividenden und Wachstum fungiert im quantitativen Alpha-Screen-Prozess die Analyse der Aktienrückkäufe, zusammen mit der Höhe der Dividendenrendite ebenfalls ein langfristiger und defensiv orientierter Ansatz. „Wir setzen darauf, dass Unternehmen, die ihr überschüssiges Kapital in Form von Aktienrückkäufen an ihre Aktionäre zurückgeben, über systematisches Outperformance-Potential verfügen“, erklärt Müller. „Natürlich behalten wir dabei den fundamentalen Hintergrund im Blick, beispielsweise, ob und wie sich die Verschuldung der Unternehmen bei Aktienrückkäufen verändert.“

Strategie und Auswahl des Staufer-Fonds bewähren sich bereits seit dem Auflagejahr 1997. Auf Sicht von fünf Jahren hat das rund 35 Titel umfassende Portfolio sowohl die Benchmark als auch seine Peergroup um rund fünf Prozent per anno übertroffen. Oder anders ausgedrückt: 95 Prozent aller Fonds der Kategorie Euroland haben sich schlechter entwickelt. „Studien belegen, dass ein Portfolio auch mit 25 bis 30 Aktien gut diversifiziert sein kann. Wir setzen auf ein Portfolio von etwa 30 bis 50 Titeln, etwa ein Zehntel des Kandidatenfeldes, um das Alphapotential mittels gezielter Aktienselektion zu nutzen“, sagt Müller.

Die laufende Überwachung des Portfolios erfolgt über ein dauerhaftes Screening der Nachrichtenlage, Makro-Risiken sowie Preis- und Ertragsentwicklung. Entscheidungen, Ereignisse oder Handlungen, die ernsthafte Bedenken in Bezug auf eine Aktie hervorrufen, führen zu ihrem Verkauf. Die Möglichkeit, schnell auf Veränderungen zu reagieren, ist ein enormer Vorteil gegenüber passiven ETF-Dividendenfonds, der die stabile Outperformance des First Private Euro Dividenden Staufer in verschiedensten Marktphasen zum Teil erklärt. (aa)

 

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