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Zehn-Prozent-Rückgänge im S&P: Auf welchen Wochentag fällt das Tief?

Der S&P 500 Index war am besten Wege dazu, mehr als zehn Prozent im Februar 2020 abzugeben, ehe eine Schlusserholung am Freitag den Monatsverlust auf 9,55 Prozent begrenzte. In zwei Fällen seit 1929 ist der S&P 500 im Februar tatsächlich um mehr als zehn Prozent gefallen - doch was geschah dann?

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© Bits and Splits / stock.adobe.com

Die zwei Jahre, in denen der S&P 500 tatsächlich mehr als zehn Prozent verlor waren 1933  und 2009. Die Bespoke Investment Group untersuchte, was in weiterer Folge passierte.

Kann der Markt an einem Freitag seinen Boden bilden?
Oft wird gesagt, dass der Aktienmarkt am Freitag nicht seinen Boden finden kann. Einer der Gründe für die Ansicht ist, dass während eines Indexabstiegs niemand über das Wochenende investiert sein oder Aktien hochkaufen will, wenn Gefahr besteht, dass es weitere schlechte Nachrichten gibt. Wenn man allerdings so denkt, dann kann man genauso gut in diesem Mind-Set der Ansicht sein, dass der Markt am Donnerstag kein Tief ausbilden oder am Freitag keine Rallye starten kann. Der folgende Chart zeigt jedenfalls, an welchen Wochentagen ein Verlust von mehr als zehn Prozent am US-Aktienmarkt angefallen ist.

Auf welchen Wochentag ein Korrektur von mehr als zehn Prozent im SPX  fällt 

Quelle: Bespoke Investment Group

Dabei stellt sich heraus, dass von den 97 Fällen einer Börsenkorrektur von zumindest zehn  Prozent seit 1928 jener Wochentag, an dem am seltensten ein zehnprozentiger Rückschlag konstatiert wurde, der Mittwoch ist. Ganze zehn Fälle entfallen auf Mitte der Woche. Dahinter kommt dann der Freitag (15 Fälle), gefolgt vom Donnerstag (18 Fälle). Jene Wochentage, wo zehnprozentige Rückgänge am öftesten zu vermelden waren, sind Montag und Dienstag mit 26 respektive 28 Fällen. 

Wie sieht diese Verteilung der Anfallstage in Bärenmärkten aus?
Von einem Bärenmarkt spricht man immer dann, wenn der Kursverfall mindestens 20 Prozent ausmacht. Hier ist der Trend sehr ähnlich. Bärenmärkte enden am seltensten mittwochs oder freitags, am ehesten enden sie diestags. Das illustriert die folgende Grafik:

Quelle: Bespoke Investment Group

S&P 500: Welche Papier am höchsten nach dem Ausverkauf rentieren
Angesichts der niedrigeren Aktienpreise sind die Dividendenrenditen seit ein paar Wochen im Steigen begriffen. So steht die Divendenrendite des S&P 500 Index nunmehr bei 2,12 Prozent und damit auf dem höchsten Stand seit dem 3. Juni 2019, als derselbe Wert erreicht wurde. Allerdings blieb die Dividendenrendite dort nur für einen einzelnen Tag. Davor war die Dividendenrendite nur während des schwachen vierten Quartals 2018 höher, und zwar bis zum Februar 2019. Am Anfang des aktuellen Sell-Off, dem 19. Februar 2020, lag die Dividendenrendite bei 1,86 Prozent und damit um 26 Basispunkte niedriger. Die Entwicklung der Dividendenrendite des US-Aktienmarktes zeigt der folgende Chart.

Quelle: Bespoke Investment Group

Einzelaktienbetrachtung
Auf Einzelaktienebene des SPX gibt es derzeit 81 Aktien mit einer Dividendenrendite von mehr als vier Prozent. Vor dem Sell-Off waren es erst 64 gewesen. Die folgende Tabelle von Bespoke zeigt die Top 25-Titel mit der höchsten Dividendenrendite, die Kursänderungen sowie die Veränderungen in der Dividendenrendite seit dem Rekordhoch vom Februar 2019. 

Nur eine Aktie rentiert gegenwärtig mit mehr als zehn Prozent (Macy's). Der Retailer ist seit Jahren out und ist seit Februar 2019 um fast 21 Prozent gefallen. Dadurch ist die Dividendenrendite um 2,44 Prozentpunkte gestiegen. Doch mit Occidental Petroleum gibt es eine weitere, deren Dividendenrendite sogar noch stärker seit Februar 2019 gestiegen ist, nämlich um 2,50 Prozentpunkte auf 9,93 Prozent. Dieser Energietitel ist 29,05 Prozent gefallen und damit am deutlichsten von allen hochrentierlichen Aktien seit Februar 2019. Zwei Kreuzfahrtanbieter, Carnival und Royal Caribbean finden sich auch auf dieser Liste. Sie rentieren aktuell 6,28 Prozent respektive 4,05 Prozent. (kb)


 

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