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Yen-Intervention sorgt für neue Fantasie

Nach der Devisenmarkt-Intervention der Notenbanken Japans und der USA klettert der Yen zu Wochenanfang, weil Spekulanten mit weiteren Interventionen rechnen.

© manassanant / stock.adobe.com

Eckpunkte:

  • Yen klettert mit Spekulationen über weitere Devisenmarkt-Interventionen
  • Jüngste Währungsintervention war die erste seit 15 Jahren

Der Yen hat am Montag deutlich zugelegt vor dem Hintergrund von Spekulationen, dass die Behörden erneut am Devisenmarkt interveniert haben könnten, nachdem die USA und Japan in der vergangenen Woche gemeinsam eingegriffen hatten. Das ist einem Bloomberg-Bericht zu entnehmen.

Zeitweise lag Japans Währung gegenüber dem Dollar 1,4 Prozent im Plus, anschließend gab sie einen großen Teil der Gewinne jedoch wieder ab. Das nährte die Vermutung, dass auch nervöse Händler oder Algorithmen die Bewegung ausgelöst haben könnten. Gegen Montag-Mittag lag das Währungspaar Yen/US-Dollar nur mehr bei 156,95.

Begrenztes Zeitfenster spricht für Intervention
“Allein die Kursbewegung sieht nach einer Intervention aus”, sagte Gareth Berry, Stratege bei Macquarie in Singapur. “Das Finanzministerium hat nur ein begrenztes Zeitfenster, um im USD/JPY-Chart Wirkung zu erzielen und einige Unterstützungsmarken zu durchbrechen.”

Japans Regierung und das US-Finanzministerium arbeiten inzwischen in einem Ausmaß zusammen, das seit Jahrzehnten beispiellos ist, um den Yen zu stützen. Damit steigen die Risiken für Marktteilnehmer, die auf eine weitere Schwäche der Währung setzen.

Trump: “...ein Signal der Freundschaft”
US-Finanzminister Scott Bessent sagte, die USA würden nicht zögern, erneut am Markt einzugreifen. US-Präsident Donald Trump unterstützte die jüngste Intervention und bezeichnete sie als “ein Signal der Freundschaft”.

Japan hat nach Angaben von Finanzministerin Satsuki Katayama die erste gemeinsame Intervention mit den USA an den Devisenmärkten seit 15 Jahren bestätigt. Vergangene Woche hat der Yen gegenüber dem Dollar knapp vier Prozent zugelegt.

“Es erscheint wahrscheinlich, dass die Behörden in den kommenden Tagen erneut eingreifen werden, falls der Yen die jüngste Bewegung wieder rückgängig macht, wie es im Mai dieses Jahres der Fall war”, schrieben Strategen von Goldman Sachs um Kamakshya Trivedi. “Wir sind weiterhin der Ansicht, dass Interventionen ein wirksames Instrument sind, mit dem die Behörden Zeit gewinnen können, bis sich die fundamentalen Faktoren positiver entwickeln.” (aa)

Intervention bei der japanischen Währung zeigt sich im Chart

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