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Wo Altmeister Carmignac jetzt Chancen wittert

Das französische Investmenthaus Carmignac Gestion setzt auf Wachstumsaktien und Gold. Für einen Einstieg an der Börse ist es noch nicht zu spät, meint Edouard Carmignac, der Gründer der Investmentboutique.

Edouard Carmignac
Edouard Carmignac: "Passive Strategien mit ETF-Produkten sind zwar billig, aber man hat in der Krise gesehen, welchen Risiken sie ausgesetzt sind."
© FONDS professionell

Traditionell hält sich das Investmenthaus Carmignac Gestion bedeckt, wenn es um Veränderungen beim verwalteten Vermögen geht, und Star-Fondsmanager Edouard Carmignac ist in der Regel zurückhaltend mit Anlagetipps. Im Gespräch mit dem "Handelsblatt" machte der Anlageprofi nun aber in beiden Fällen eine Ausnahme. "Ende Mai 2020 war unser verwaltetes Vermögen fast zwei Milliarden Euro höher als Ende März", sagte er der Zeitung. Nach Angaben des Fondsanbieters lag es zuletzt bei rund 31 Milliarden Euro.

Bei der Frage, wer in den kommenden Monaten auf der Gewinnerseite stehen dürfte, hat der Fondsprofi eine klare Meinung. "Die Digitalisierung bringt Wachstumsaktien wie Amazon, Facebook, Microsoft und Alphabet einen zusätzlichen Schub, außerdem wird Healthcare ein Megathema", sagte Carmignac dem "Handelsblatt". Er ist überzeugt, dass die Covid-19-Krise den Wettbewerbsvorteil der Gewinner im Technologie- und Gesundheitsbereich verstärkt hat. Trotz der stattlichen Kurserholung der vergangenen Wochen könnten Anleger noch einsteigen. "Es ist sicherlich nicht zu spät, auf den Zug der qualitativ hochwertigen Aktien aufzuspringen, auch wenn die derzeitigen Bewertungen eine Auswahl erschweren."

An Gold führt kein Weg vorbei
Auch Gold bleibt laut Carmignac ein interessantes Investment. Der Preis für das Edelmetall bewege sich derzeit in Richtung neuer Höchststände. "Ich sehe da noch Spielraum in den nächsten Monaten bis in den Bereich von 2.000 Dollar je Feinunze. Wir stehen hier erst am Anfang eines Zyklus, der auch von der Unsicherheit befeuert wird", so der Anlageprofi.

Zyklisch Aktien hätten dagegen unter der Krise gelitten, sofern sie nicht von extrem hoher Qualität waren. Das Gleiche gilt für passiv gemanagte Indexfonds: "Passive Strategien mit ETF-Produkten sind zwar billig, aber man hat in der Krise gesehen, welchen Risiken sie ausgesetzt sind. Die quantitativ ausgerichteten Geldmanager haben doch miserabel abgeschnitten in diesem Jahr", bemängelt Fondsexperte Carmignac – und prophezeit eine Renaissance der aktiven Manager. (fp)

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