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Wirecard: DWS-Starmanager Albrecht kauft antizyklisch zu

Der Aktienkurs des Zahlungsdienstleisters Wirecard erlebt eine Berg-und-Tal-Fahrt. DWS-Fondsprofi Tim Albrecht und seine Kollegen ließen sich davon nicht abschrecken und stockten ihr Investment in dem Dax-Titel massiv auf. Als Grund geben sie die guten Aussichten für Finanz- und Technologiewerte an.

Tim Albrecht, DWS
DWS-Fondsprofi Tim Albrecht
© Christoph Hemmerich / FONDS professionell

Fondsmanager Tim Albrecht und weitere namhafte Kollegen aus dem Hause DWS haben in großem Stil in die Aktie des Zahlungsdienstleisters Wirecard investiert. Dies berichtet das Branchenportal "Finanz-Szene.de" und beruft sich dabei auf Factsheets sowie Halbjahres- und Jahresberichte der Fonds der Deutsche-Bank-Tochter. Der Kurs der Wirecard-Aktie war immer wieder unter Druck geraten und phasenweise sogar regelrecht abgestürzt. Auslöser waren wiederholt kritische Berichte der "Financial Times", wonach das Unternehmen Geschäfte von Auslandstöchtern in Singapur, Dubai und Irland nicht korrekt verbucht habe.

Die Kursturbulenzen interpretierten die DWS-Manager offenbar als Einstiegsgelegenheit. So steckt etwa bei dem von Albrecht gelenkten DWS Deutschland dem jüngsten Factsheet von Ende Oktober zufolge ein Anteil von 9,2 Prozent in den Wirecard-Aktien. Das Vehikel verwaltet ein Vermögen von rund fünf Milliarden Euro. Im von der DWS angegebenen Vergleichsindex des Fonds, dem CDax, entfällt auf das Papier ein Anteil von gut einem Prozent. Heißt konkret: Mit dieser hohen Gewichtung erreicht Albrecht fast den erlaubten Maximalwert von zehn Prozent je Titel.

DWS stockt auf…
Auch in Portfolios wie dem von Christoph Ohme gelenkten DWS Investa sowie dem DWS Aktienstrategie Deutschland von Hansjörg Pack nimmt das Wirecard-Papier mit 7,2 und 3,8 Prozent ein hohes Gewicht ein, so "Finanz-Szene.de". Die DWS gab zum 15. Oktober per Pflichtmitteilung bekannt, die meldepflichtige Beteiligungsschwelle von drei Prozent an dem Zahlungsdienstleister überschritten zu haben. Nur drei Tage später nahm das Haus sogar die Fünf-Prozent-Marke und gab an, die eigenen Fonds würden 5,95 Prozent an Wirecard halten.

DWS-Mann Albrecht begründete "Finanz-Szene.de" gegenüber die auffallend hohe Gewichtung des Zahlungsdienstleisters mit der aktuellen Hausmeinung. Angesichts der derzeitigen Konjunkturlage und der Aussichten bevorzuge der Asset Manager in Deutschland und darüber hinaus Finanz- und Technologie-Werte. Zugleich sei die Auswahl liquider Aktien in diesem Segment begrenzt. So war die größte Einzelposition des DWS Deutschland per Ende Oktober der Tech-Konzern SAP mit 9,9 Prozent. Albrecht hatte in einem früheren Interview erläutert, dass das bei der DWS für deutsche Aktien zuständige Team sich eng austausche sowie auf eine einheitliche Investmentstrategie und eine stimmige Verteilung der ausgewählten Aktien über die verschiedenen Fonds achte.

…Jupiter verkauft
Andere Asset Manager haben hingegen ihr Wirecard-Engagement rapide heruntergefahren. So hat das britische Fondshaus Jupiter AM mehreren Berichten zufolge erheblich Papiere abgestoßen. Die Jupiter-AM-Manager Mark Heslop and Mark Nichols reduzierten im Oktober ihren damals noch rund 600 Millionen Pfund schweren Anteil an dem Zahlungsdienstleister deutlich. Heslop und Nichols hatten im Sommer bei zwei Flaggschiff-Fonds für europäische Aktien das Ruder von Alexander Darwall übernommen, der die Wirecard-Positionen ursprünglich aufgebaut hatte. (ert)

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