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Wird der Euro eine brustschwache Refinanzierungswährung wie der Yen?

Auf den Zusammenhang zwischen dem schwächer werdenden Euro und der anziehenden Inflation verweist Axel Botte, Marktstratege beim französischen Investmenthaus Ostrum Asset Management.

Axel Botte, Ostrum Asset Management
Axel Botte, Ostrum Asset Management
© Ostrum AM

Der Euro könnte gegenüber dem US-Dollar noch weiter abwerten. Dafür verantwortlich sind Corona-bedingte Lockdowns, schwächeres BIP-Wachstum und eine weiterhin sehr expansive Geldpolitik der EZB. In der Eurozone zögert die Notenbank trotz einer Inflation von über vier Prozent, Maßnahmen zu ergreifen. EZB-Präsidentin Christine Lagarde schließt eine Straffung der Geldpolitik im Jahr 2022 aus. Die beschleunigte Abwertung des Euro – sein Kurs sank unter 1,13 US-Dollar – verstärkt jedoch die Inflationsrisiken.

"Angesichts der ausbleibenden Reaktion der EZB wird der Euro zu einer Finanzierungswährung für Carry Trades, ähnlich wie der japanische Yen. Unter dem Absturz der Renditen für Bundesanleihen unter -0,30 Prozent leiden die europäischen Banken. Der Rückgang der langfristigen Renditen drückt auch auf die Breakeven-Inflation, zumal der Ölpreis mit unter US-Dollar 80 bereits wieder Lockdown-Maßnahmen einpreist", rekapituliert Axel Botte, Marktstratege beim französischen Investmenthaus Ostrum Asset Management, die jüngsten Entwicklungen

USA ist weiterhin die Wachstumslokomotive
In den USA deuten die veröffentlichten Wirtschaftsdaten jedoch auf ein starkes Wachstum hin, und wie so oft in Abschwungphasen erweisen sich die US-Märkte dank der Anpassung der Renditen langlaufender Anleihen nach unten als wider­standsfähiger, hält Botte fest.

Die Umfragen im verarbeitenden Gewerbe (Empire, PhilFed) deuten auf eine weitere Beschleunigung der Aktivität im November hin. Der Wohnungsbausektor befindet sich weiterhin in guter Verfassung. Die Einzelhandelsumsätze bestätigen die Robustheit der Verbraucherausgaben für Waren, die bereits ein hohes Niveau erreicht haben. "Das Wachstum wird in den letzten drei Monaten des Jahres wahrscheinlich zwischen vier und fünf Prozent liegen", prognostiziert Botte. (aa)

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