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Die neue Normalisierung

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Seit 2009 haben die Zentralbanken ihre Bilanzen auf beispiellose Art aufgebläht. Angesichts des weltweit verbesserten Wirtschaftsumfelds hat die Notwendigkeit einer „Normalisierung“ – Anhebung der Zinsen und Reduzierung der Bilanzen – zu einer vierten Welle des Tapering geführt.

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Wie tief gehen die Gebühren von Smart-Beta-ETFs noch? Goldman legt vor

Goldman Sachs Asset Management (GSAM) bietet seit kurzem einige der billigsten Smart-Beta-ETFs an. Ein neuer, der Exposure zu einem Basket von gleichgewichteten Large Caps darstellt, wird nur neun Basispunkte (bps) p.a. in Rechnung stellen.

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Das ist jedenfalls weniger als vergleichbare, auf dem Grundsatz der Gleichgewichtung konstruierte ETFs verlangen, und auch weniger als der weltgrößte und meistgehandelte ETF, State Streets S&P 500 ETF Trust (Bloomberg ID: SPY). 

Ein erfolgreiches ETF-Geschäft aufzubauen, gelingt nur über die Kosten. Auch die Big Player wie BlackRock und Vanguard fanden heraus, dass Produkte mit niedrigen Kosten Marktanteile gewinnen. Die meisten Gebührensenkungen gab es bei Plain Vanilla-Fonds, die leicht zu generieren sind, doch nun startet der Gebührenwettkampf bei den komplexeren Smart-Beta-Strategien mit anspruchsvolleren Gewichtungsschemeta.

Goldman wird zu Vanguard auf Smart-Beta-Ebene

Alle Wettbewerber werden auf der Kostenseite von GSAM unterboten, meint Eric Balchunas, ETF-Analyst bei Bloomberg Intelligence. Das gelinge deshalb, weil Investoren von der Kostenfrage geradezu besessen seien. Dieses Mal ist nicht das erste Mal, dass GSAM die ETF-Branche durcheinanderwirbelt. GSAMs erster ETF, der vor zwei Jahren das Licht der Welt erblickte und Large Caps mit den Faktoren Value, Momentum, Low Volatility und Quality verbindet, stellt ebenso neun Basispunkte in Rechnung. 

Zwei auf Dividenden fokussierte Fonds von BlackRock unterbieten sogar noch GSAM, wie Bloomberg-Daten zeigen. 

Fortschreitende Kannibalisierung

GSAMs neue ETF-Gebühren betragen weniger als die Hälfte der Gebühren eines ähnlich gestrickten ETF von Guggenheim Partners. Deren 13,5 Milliarden US-Dollar schwerer US-Fonds mit dem Ticker RSP weist eine Kostenbelastung von 20 Basispunkte aus. Bis Juni 2017 hatte Guggenheim noch 40 Basispunkte p.a. verlangt. Invesco soll zudem ernsthaft an der Übernahme des ETF-Geschäfts von Guggenheim interessiert sein, als möglicher Kaufpreis werden 1,5 Milliarden US-Dollar kolportiert. (kb)

 

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