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Wie schnell sich Aktien von Rückschlägen erholen

Die wenigsten Aktien bewegen sich von einem Allzeithoch zum nächsten: Natürlich kommt es zwischenzeitlich immer wieder zu Rückschlägen. Mit welchen Rücksetzern Investoren rechnen müssen – und wie gering diese in aller Regel ausfallen –, zeigt eine langfristige Analyse von Sven Lehmann.

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Sven Lehmann, Fondsmanager von HQ Trust
© HQ Trust

In seiner Analyse hat Sven Lehmann, Fondsmanager von HQ Trust, die Verlustphasen der vergangenen 25 Jahre untersucht. In diesem Zeitraum hat der weltweite Aktienindex von Datastream Anlegern einen durchschnittlichen jährlichen Ertrag von 8,4 Prozent beschert. War das ein außergewöhnlich guter Zeitraum? Nein! Immerhin gab es in diesen 25 Jahren Kriege, Terroranschläge, Finanzkrisen und eine globale Pandemie. Nichts davon geht an Aktien spurlos vorbei.

Wie hoch ein Verlust ausfallen konnte
„In knapp 90 Prozent der Fälle war der erlittene maximale Verlust bis zum nächsten Allzeithoch kleiner als fünf Prozent – also nichts, was einen langfristigen Anleger nervös machen würde“, weiß Lehmann. „Bei den übrigen Verlustphasen lag der Rückgang in gut 50 Prozent der Fälle unterhalb von zehn Prozent. Siebenmal lag er immerhin noch unterhalb von 30 Prozent. Allerdings verlor der Investor auch zweimal gut die Hälfte seines Vermögens. Der höchste maximale Verlust betrug 56 Prozent, das war der Absturz nach der Dotcom-Blase.“

Die meisten Verlustphasen sind punkto Dauer und Höhe gut verkraftbar

Quelle: Refinintiv, HQ Trust

Wie lange es dauerte, bis sich die Aktien wieder erholten
Lehmann dazu: „In rund 85 Prozent der Fälle erreichte der Index innerhalb eines Monats ein neues Allzeithoch. Auch bei den übrigen Verlustphasen mussten Anleger zumeist weniger als ein Jahr warten, bis das nächste Allzeithoch erreicht wurde. Nur bei den restlichen drei Phasen dauerte es wesentlich länger: Die längste Durststrecke, die 6 Jahre und 9 Monate anhielt, endete im Mai 2007.“ 

Fazit
„Es klingt wie eine Binsenweisheit, doch der gute Ertrag von Aktien geht einher mit dem Ertragen von Verlusten“,  sagt Lehmann. Die meisten Verlustphasen seien, was die Höhe des Kursrückgangs und seine Dauer angehe, für langfristige Anleger leicht zu ertragen. Für die wenigen anderen Fälle wären die oft zitierten Schlaftabletten von Börsenaltmeister André Kostolany nicht die schlechteste Empfehlung, so der Fondsmanager von HQ Trust. (kb)

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