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Wie heißt Europas Top-IPO-Markt 2019 bis dato?

Die Borsa Italiana verzeichnete in diesem Jahr 27 Prozent der europäischen Börsendebüts, einschließlich der größten. Mehr als die Hälfte der 26 Unternehmen, die im Juni und Juli in Europa den Sprung aufs Parkett wagten, sind nun in Italien notiert.

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© lazyllama/Shutterstock.com

Die italienischen Märkte hatten ein turbulentes Jahr. Zuerst stritt die Regierung wegen der Ausgabenpläne mit der EU, allerdings konnte das Land Disziplinarmaßnahmen vermeiden. Dann gab es Spekulationen, dass der stellvertretende Ministerpräsident Matteo Salvini die Koalition über die Klinge springen lassen würde - das scheint nun passiert zu sein. Aber trotz allem war Italien in diesem Jahr immer noch Europas aktivster Markt für Börsengänge. Darüber berichtet "Bloomberg".

Italiens Aktienperformance schlug den Stoxx 600 Index
Der Benchmark-Index des Landes, der FTSE MIB Index, hat seit Jahresbeginn fast 14% zugelegt - bevor er am Freitag mehr als 2% verlor - und übertraf damit den Anstieg des europäischen Stoxx-600-Index von 11%. Hintergrund war die Rückkehr des Risikoappetits, nachdem das Land einem Disziplinarverfahren wegen seines Haushaltsdefizits entgangen war.

Zahlungsabwickler Nexi mit großvolumigem Börsengang
Natürlich spielt bei den Börsengängen nicht nur die Anzahl eine Rolle, sondern auch das Volumen. Zwar bescherten die 23 in diesem Jahr in Italien angekündigten Börsengänge dem Markt die Spitzenposition, aber mehr als 91 Prozent der Gesamterlöse wurden von einem einzigen Unternehmen erzielt - dem Zahlungsabwickler Nexi, dessen Börsengang im April mit 2,3 Milliarden Dollar der größte in Europa in diesem Jahr ist.

Londons IPO-Geschäft mit heftigem Einbruch
Der Aufstieg Italiens an die Spitze ist zum Teil auf die rückläufige Anzahl an Börsendebüts in London zurückzuführen, der traditionell aktivsten Börse in Europa. Britische Neuemissionen sind um mehr als 67 Prozent eingebrochen, was auf die zunehmende Besorgnis über einen No-Deal-Brexit zurückzuführen sein dürfte. Bisher sind in diesem Jahr 20 Unternehmen in London an die Börse gegangen, verglichen mit 61 neuen Notierungen zum gleichen Zeitpunkt im vergangenen Jahr.

Generell kein gutes IPO-Jahr in Europa
Sicherlich gehen europaweit weit weniger Unternehmen an die Börse, wobei in diesem Jahr sowohl das Volumen als auch die Anzahl der Notierungen im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum 2018 um etwa 50 Prozent gesunken ist. Viel privates Kapital, volatile Aktienmärkte und risikoaverse Investoren haben Emittenten vom Markt ferngehalten. (kb)

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