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Wichtige Risiken beseitigt: Märkte verlegen das Weihnachtsfest vor

Begonnen hat es letzten Freitag mit einem US-Arbeitsmarktbericht, der die Erwartungen übertraf. Am späten Donnerstag ging es weiter: Im Handelskrieg USA-China kehrt Waffenruhe ein, und dass Großbritannien kommt mit dem Wahlergebnis aus der parlamentarischen Sackgasse heraus.

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© Alexander Raths / stock.adobe.com

Plötzlich schwanden alle Sorgen über eine globale Rezession, über eine neue Zollrunde im Handelskonflikt zwischen den beiden größten Volkswirtschaften der Welt und über das Risiko eine ungeordneten Brexits. Es mag Freitag, der 13. sein, doch an den Aktienmärkten knallen die Sektkorken. Wer die Empfehlung von J.P. Morgan von Risk-on-Trades für 2020 rechtzeitig umgesetzt hat, kann sich glücklich preisen. Der folgende Chart belegt dies.

Globale Aktien auf Rekordfahrt dank Handelsoptimismus und UK-Wahlen

Die US-Benchmarks S&P 500 und Nasdaq Composite hatten am Donnerstag auf Rekordhochs geschlossen. Das verhalf dem MSCI All-Country World Index zu seinem ersten Allzeithoch seit dem Vorabend des globalen Einbruchs im Januar 2018. Bei den Währungen gab der Yen nach, während der Yuan anzog. Die Anleiherenditen stiegen, wobei 10-jährige Treasuries mit etwa 1,9 Prozent rentieren und ihre japanischen Pendants in den letzten Tagen zum ersten Mal seit März wieder die Null-Prozent-Marke erreichten. Die Party setzte sich in Europa fort: Der britische FTSE 250 und der europäische Stoxx 600 legten auf Intraday-Rekordstände zu.

Politische Risiken scheinen sich aufzulösen
Die Risikoneigung an den Märkten wurde vom Gerücht beflügelt, dass US-Präsident Donald Trump ein erstes Handelsabkommen mit China abgesegnet haben soll und die für Sonntag angekündigten US-Zölle gegen China damit abgewendet seien. In Großbritannien hat Boris Johnson bei den Wahlen das beste Resultat für seine Konservativen seit der Ära Thatcher erzielt und ist dank einer klaren Mehrheit im Parlament nun auf Kurs, das Land im Januar aus der EU herauszuführen. “Die guten Nachrichten für die Märkte scheinen nicht abzureißen”, sagte Kerry Craig, ein in Melbourne ansässiger Marktstratege von J.P. Morgan Asset Management gegenüber Bloomberg.

Es bleibt abzuwarten, wie lange die Weihnachtsfreude anhält
Reibungslose Beziehungen zwischen den USA und China vorherzusagen, würde schon einigen Mut erfordern, zumal nicht davon auszugehen ist, dass ein amerikanischer Präsidentschaftskandidat sich mit dem Vorsatz zur Wahl stellt, nett zu China zu sein. Und Johnsons Parlamentsmehrheit spricht zwar für einen fristgerechten Austritt Großbritanniens aus der EU, aber die Verhandlungen über ein Handelsabkommen stehen noch bevor, so dass ein “harter Brexit” weiter möglich ist. Zunächst sei aber dank der jüngsten Entspannung “eine wirklich starke Ralley bis zum Jahresende” zu erwarten, sagte Mark Matthews, Head of Research Asia bei Bank Julius Bär auf Bloomberg TV. “Ich wünschte, wir hätten einige der guten Nachrichten für 2020 aufgespart.” Der Markt kann es den Experten offensichtlich  niemals recht machen... (kb)

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