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Weshalb Sie die US-Zinskurve vergessen können

Eine inverse US-Zinskurve muss nicht zwangsläufig Vorbote einer Rezession sein, sagt Investmentprofi Seema Shah von Principal Global Investors. Dafür müssten weitere Bedingungen gegeben sein.

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© beeboys / stock.adobe.com

Die US-Zinsstrukturkurve ist eine der am meisten beachteten Rezessions-Vorboten überhaupt. Derzeit sind viele Anleger in heller Aufruhr, weil sich die Zinsstruktur erneut umgekehrt hat. Seema Shah, Global Investment Strategist bei Principal Global Investors, findet die Reaktion verständlich, mahnt aber zur Vorsicht: Damit eine inverse Zinskurve verlässlich eine Rezession ankündigt, müssten drei grundlegende Bedingungen erfüllt sein.

Bedingung Nummer eins: Zeit. "Ob es sich um einen echten Rezessionsindikator handelt, kann man erst nach mehreren Monaten beurteilen", sagt Shah. Außerdem müsse die Inversion – Bedingung Nummer zwei – breit ausfallen, also die gesamte Zinskurve betreffen. Bislang umfasse sie nur den Dreijahrespunkt. Dagegen sei die Zinskurve für drei- bis fünfjährige US-Staatsanleihen flach, während die Kurve der fünf- bis dreißigjährigen Anleihen auf das steilste Niveau seit 2017 gestiegen sei.

Das Rezessionssignal verblasst
Der dritte Faktor sieht vor, dass die Inversion deutlich tiefer sein müsse. "Ein Erbe der quantitativen Lockerung ist, dass die Zentralbanken noch immer enorme Mengen von Staatsanleihen besitzen und so die langfristigen Renditen niedrig halten", sagt Shah. Da es auf diese Weise einfacher sei, die Zinskurve zu invertieren, verblasse das Rezessionssignal.

Mit seiner Kritik ist der Investmentprofi nicht alleine. Auch Sonal Desai, Anlageexpertin bei Franklin Templeton, findet es verblüffend, dass viele Investoren in der Zinskurve noch immer den ultimativen Indikator für eine Rezession sehen und warnte vor voreiligen Schlüssen. (fp)

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