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Werden in zehn Jahren Quantencomputer Bitcoin das Genick brechen?

Eine Gruppe von Experten aus den Bereichen Quantentechnologie und Kryptographie kommen zum Schluss, dass Bitcoins Blockchain anfällig für Attacken mächtiger Quantencomputer werden könnte. Aufrüsten ist daher angesagt.

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© Maxim_Kazmin / Fotolia

Zu dieser Erkenntnis gelangt eine Gruppe von australischen Wissenschaftern in Zusammenarbeit mit einem Team in Singapur, schreibt "cryptovest.com". Autoren der Studie mit dem Titel "Quantum attacks on Bitcoin, and how to protect against them" sind Divesh Aggarwal, Professor an der National University of Singapore, Gavin K. Brennen, Dozent an der Macquarie University, Sydney, Troy Lee, Dozent an der Nanyang Technological University in Singapur; Miklos Santha, Professor am Centre for Quantum Technologies in Singapur sowie der Schweizer Marco Tomamichel vom Centre for Quantum Software and Information an der University of Technology in Sydney.

Die Autoren vermuten, dass Bicoin-Konten und alle neuen Transaktionen in zehn Jahren gehackt und Bitcoins gestohlen werden können. Die Experten meinen, dass der Proof-of-Work (PoW) Algorithmus, den die größten Kryptowährungen verwenden, einen relativ wirksamen Schutz gegen Quantencomputer darstellt. Das liegt an den ASIC-Schürfern, die wesentlich schneller operieren als Quantencomputer dies in der näheren Zukunft tun sollten. 

Bitcoin Angriffsobjekt für schnelle Quantencomputer

Aber der "Elliptic Curve Digital Signature Algorithm" (ECDSA), den Bitcoin verwendet, wird wahrscheinlich verletzlich werden und könnten von Quantencomputern in zehn Jahren geknackt werden. Dabei stellt diese Schätzung noch das Best-Case Szenario dar. In der Stzudie heiß es wörtlich: "The key cryptographic protocols used to secure the internet and financial transactions of today are all susceptible to attack by the development of a sufficiently large quantum computer. One particular area at risk are cryptocurrencies, a market currently worth over 150 billion USD.”

Bitcoin-Schürfen bleibt der Studie zufolge sicher, der Schwachpunkt der Krypotwähung ist ECDSA. Dr. Marco Tomamichel wird zitiert mit der Aussage, viele Bitcoin-Konten und alle neuen Transaktionen stünden innerhalb von zehn Jahren im Risiko, daher müsse man über neue Lösungen nachdenken. Dr. Tomamichel ist Mitglied der Wissenschaftlergruppe "Quantum Resistant Coin", die versucht, Sicherungsmechanismen für Kryptowährungen zu entwickeln, indem sie ihre Erfahrungen mit Quantencomputern und Kryptographie einbringt. Das Team kollaboriert mit der Blockchain-Firma Hyperchain.  

Bereits heute ist Bitocin beliebtestes Angriffsziel von Cyberkriminellen, wie Kaspersky Lab und andere Quellen wissen.  Werden Quantencomputer die Bitcoin-Idee zerstören, indem sieBitcoins stehlen? Die Zukunft wird es zeigen, ein Wettrüsten ist jedenfalls eingeleitet. (kb)

 

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