Das Fachmagazin für institutionelle Investoren

Geben Sie Ihren Benutzernamen und Ihr Passwort ein, um sich an der Website anzumelden:

Deuten Gold- und Silberoptionen auf eine Kurskorrektur hin?

Ad

Gold- und Silberoptionen weisen derzeit ungewöhnlich positive Schiefewerte auf – was oftmals als Vorzeichen für eine bevorstehende Kurskorrektur gewertet werden kann. Starke Zinssenkungen und ein schwächerer Dollar könnten den Ausblick jedoch ändern.

Anzeige
| Märkte
twitterlinkedInXING

Wer Sabine Lautenschläger im EZB-Direktorium nachfolgen könnte

Sabine Lautenschlägers Rückzug aus dem Direktorium der Europäischen Zentralbank hat die Debatte über den Einfluß Deutschlands auf die Geldpolitik des Euroraums angeheizt. Von dem ist nämlich nicht viel zu spüren. Berlin will nun die Lautenschläger-Nachfolge bei der EZB schnell regeln.

csm_schnabel_2017_quer_32a5bd8fac.jpg
Isabel Schnabel ist eine der heiß gehandelten Favoritinnen für die Lautenschläger-Nachfolge.
© Sachverständigenrat

“Es zeigt sich, dass Deutschland mit dem Gewicht, das es in Europa hat, in der EZB nicht genügend repräsentiert ist”, sagte der CDU-Abgeordnete Klaus-Peter Willsch in einem Interview, aus dem Bloomberg zitiert. Die Bundesregierung müsse sich nun um eine angemessene Vertretung im Entscheidungsgremium der EZB kümmern.

Inhaltliche Differenzen vermutet
Die 55-jährige Lautenschläger hatte EZB-Chef Mario Draghi am Mittwoch überraschend mitgeteilt, dass sie Ende nächsten Monats aus dem Direktorium der Zentralbank ausscheiden wird, gut zwei Jahre vor Ablauf ihres achtjährigen Mandats. Sie ist für die Bankenaufsicht zuständig und das einzige deutsche Mitglied in dem sechsköpfigen Gremium. Die streitbare Direktorin hatte in der Vergangenheit immer wieder die Anleihekäufe der EZB kritisiert und sich vor der jüngsten Sitzung gegen den geplanten Neustart des Programms gestellt. Zu den konkreten Gründen des Rücktritts hat sich Lautenschläger bislang nicht geäußert.

Vierter deutscher Rücktritt in wenigen Jahren
Lautenschläger ist nach Chefökonom Jürgen Stark, Bundesbankpräsident Axel Weber und Direktoriumsmitglied Jörg Asmussen die vierte deutsche Führungspersönlichkeit, die der EZB vorzeitig den Rücken kehrt. Stark hatte 2011 im Ringen um die Ausrichtung der Geldpolitik seinen Posten aufgegeben. Mit dem Abgang Lautenschlägers verliere Deutschland eine “dezidierte Vertreterin der stabilitätsorientierten Geldpolitik”, sagte der CSU-Abgeordnete Hans Michelbach.

Kommt jetzt Isabel Schnabel? Oder Claudia Buch?
Die Bundesregierung erhebt nach Angaben einer Sprecherin des Bundesfinanzministeriums den Anspruch, dass Deutschland als größte Volkswirtschaft der Eurozone auch weiterhin ein Mitglied des EZB-Direktoriums stellt. Dazu werde in Kürze ein geeigneter Kandidat nominiert, sagte die Sprecherin. Als mögliche Anwärter werden in Koalitionskreisen die Wirtschaftsweise Isabel Schnabel und Bundesbank-Vizepräsidentin Claudia Buch genannt.

EZB- und EU-Kommissionspräsident war nicht durchsetzbar
Bereits im Frühjahr dieses Jahres, im Vorfeld der Neubesetzung einer Reihe von EU-Spitzenposten, war Kritik an der mangelnden deutsche Repräsentanz in der EZB laut geworden. Bundesbank-Präsident Jens Weidmann war lange Zeit als möglicher Favorit für die Nachfolge von Präsident Draghi gehandelt worden, da Deutschland als größte Volkswirtschaft der Eurozone bislang niemals die Zentralbank führte. Bundeskanzlerin Angela Merkel räumte am Donnerstag ein, dass es “an der Zeit” gewesen sei, dass Deutschland den EZB-Spitzenposten besetze. Sie verteidigte die Personalentscheidung jedoch damit, das Deutschland stattdessen mit Ursula von der Leyen den Posten der EU-Kommissionspräsidentin erhalten habe. (kb)

twitterlinkedInXING

News

 Schliessen

Mit der Nutzung dieser Website stimmen Sie der Verwendung von Cookies und unserer Datenschutzerklärung zu. Mehr erfahren