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Wendepunkt bei erneuerbaren Energien bringt neue Anlagechancen

Strom-Produktionskosten aus erneuerbaren Energien sind unter die Energieerzeugungskosten aus Kohle, Gas und Atomkraft gesunken. NN IP sieht Chancen bei Infrastrukturaktien, da die hohen Investitionen in erneuerbare Energie weiter steigen werden. Chancen dank der Energiewende bieten auch Green Bonds.

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Bram Bos, leitender Portfoliomanager für grüne Anleihen bei NN Investment Partners
© NN IP

Die Produktionskosten für Strom aus erneuerbaren Energien sind auf ein Niveau gesunken, auf dem keine Subventionen mehr nötig sind. Wind- oder Solarparks sind jetzt in der Lage, Strom günstiger zu erzeugen als Kohle-, Gas- oder Kernkraftwerke. Dies ist ein entscheidender Meilenstein auf dem Weg, keine fossilen Brennstoffe mehr zu nutzen. Für Anleihe- und Aktienanleger bedeutet dies wachsende Möglichkeiten, in die Energiewende zu investieren.

Subventionsfreie Solarparks auch in Gegenden ohne hervorragende Bedingungen 
Sogar in Gebieten mit suboptimalen Witterungsbedingungen werden keine Subventionen mehr benötigt, wie der geplante Bau eines subventionsfreien Solarparks durch die BayWa im Nordosten Deutschlands zeigt. Für Aktieninvestoren kann erneuerbare Energieinfrastruktur eine vielversprechende Anlage sein, nicht zuletzt weil die Zahl der Anbieter sowohl für Hochspannungskabel einschließlich Photovoltaikkabel zur Solarenergieerzeugung als auch für Offshore-Windturbinen begrenzt ist. 

Maarten Geerdink (Bild links), Head of European Equities bei NN Investment Partners: „Die umfangreichen Infrastrukturinvestitionen in erneuerbare Energien untermauern Chancen für Aktienanleger, insbesondere in der Hochspannungskabelbranche. In diesem Bereich gibt es mit Prysmian und Nexans nur zwei ernsthafte Konkurrenten unter den Kabelherstellern. Angesichts des günstigen Ausblicks und der aktuellen Bewertung von Prysmian sowie der Dividende, die das Unternehmen zahlt, haben wir Prysmian in unsere europäischen High-Dividend-Strategien aufgenommen.“

Auch regulierte Versorger müssen massive Investitionen tätigen
Dies ist nötig, um die Energiewende zu unterstützen, während die Renditen aufgrund niedrigerer Zinssätze sinken werden. Mit Blick auf die entsprechenden Anleihen sehen wir derzeit aber keine negativen Auswirkungen auf die Bonität der Netzwerkbetreiber. Die Neuemissionen werden weiter auf einem hohen Niveau bleiben. Und da die Erlöse auch zur Finanzierung von Investitionen in erneuerbare Energien beitragen, könnten diese Anleihen möglicherweise einen neuen Weg in den Markt für grüne Anleihen eröffnen.

Green Bonds von Versorgern können interessant sein
Bram Bos, leitender Portfoliomanager für grüne Anleihen bei NN Investment Partners: „Unter bestimmten Bedingungen können diese Anleihen für unseren Green Bond Fund in Frage kommen. Dabei ist es wichtig, Unternehmen zu identifizieren, die sich wirklich auf dem Weg zu einer nachhaltigeren Unternehmensführung befinden. Obwohl die Bewertungen für regulierte Versorger im Allgemeinen hoch sind, schätzen wir diese Art von Emittenten angesichts des begrenzten Preis- und Volumenrisikos, der soliden Fundamentaldaten und der potenziellen staatlichen Unterstützung.“

Europa als Blaupause für den Rest der Welt vorstellbar
NN IP geht davon aus, dass sich für Investoren , die weltweit in die Energiewende investieren möchten, künftig weitere Chancen eröffnen. Europa nimmt bei dieser Umstellung eine Spitzenposition ein, aber auch Nordamerika und einige asiatische Länder, insbesondere China, setzen sich für erneuerbare Energien ein. In Europa machen erneuerbare Energien bereits 47 Prozent der installierten Kapazität und 36 Prozent der tatsächlichen Stromerzeugung aus. Die führende Rolle Europas bei der Energiewende könnte als Blaupause für Länder dienen, die in diese Fußstapfen treten möchten. (kb)

 

 

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