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Weltfondstag: So geht es der Fondsbranche weltweit und in Österreich

Anlässlich des bevorstehenden Weltfondstags am 19. April informierten der VÖIG und die VAIÖ bei einer gemeinsam Veranstaltung einerseits über bevorstehende Marketingmaßnahmen zur Steigerung des Fondsabsatzes in Österreich aber auch über die jüngsten Entwicklungen am Fondsmarkt.

VÖIG-Präsident Mag. Heinz Bednar und VAIÖ-Generalsekretär Berndt May
VÖIG-Präsident Mag. Heinz Bednar und VAIÖ-Generalsekretär Berndt May gaben kurz vor dem anstehenden Weltfondstag einen Überblick über die internationale und nationale Fondsbranche. Die interessantesten Grafiken der gehaltenen Präsentationen finden Sie nachfolgend.
 
© VÖIG und VAIG

"2018 war für die Fondsindustrie weltweit ein herausforderndes Jahr“, erinnerte VAIÖ ( (Vereinigung der Ausländischen Investmentgesellschaften)-Generalsekretär Berndt May anlässlich der gemeinsamen Pressekonferenz mit dem VÖIG (Vereinigung der Österreichischen Investmentfondsgesellschafen) vor dem Hintergrund der politischen Unsicherheiten und des China-USA-Handelskonflikts.

Diese Risiken beendeten die Kauflaune der Investoren nach einem noch positiven Jahresstart spätestens in den letzen Monaten des abgelaufenen Jahres. Per Jahresende 2018 stand das weltweite in Fonds investierte  Volumen (nach der Definition UCITS & AIF) beim Ausgangspunkt von 44 Billionen Euro, nachdem es im dritten Quartal bis auf 47 Billionen Euro geklettert war (siehe Grafik oben in der Bildergalerie).

„Trotz der Marktverwerfungen im Dezember konnte das Rekord-Hoch des Vorjahres verteidigt werden. Nach zehn Jahren mit ständig wachsenden Fondsvolumina stehen wir zu Jahresbeginn 2019 noch immer bei einer Verdreifachung der weltweiten Volumina, ausgehend von 2008“, erklärte May unter Verweis auf eine Grafik, die Sie – sowie zahlreiche weitere Fondstatistiken - der obigen Bildergalerie entnehmen können.

Bürger brauchen mehr Fonds
Während sich weltweit die Fondsvolumina seit der Finanzkrise verdreifachten, entwickelte sich die Fondsbranche in Österreich im selben Zeitraum „verhaltener“. So stieg das Fondsvolumen von Ende 2008 von 126 Milliarden auf 164,6 Milliarden Euro per Ende 2018. Das ist ein Anstieg von rund einem Drittel in zehn Jahren und entspricht grob gerechnet etwa drei Prozent per anno. Zuletzt lief es aber besser: Denn nach der Marktkorrektur im letzten Quartal 2018 und dem Jahrestief kurz nach Weihnachten haben sich die weltweiten Aktienmärkte im ersten Quartal stark erholt.

Das österreichische Fondsvolumen der Wertpapier-Verwaltungsgesellschaften ist von Jahresanfang bis Ende März 2019 um rund 7,78 Milliarden Euro bzw. 4,73 Prozent auf 172,34 Milliarden Euro gestiegen. Die Volumenveränderung setzt sich aus 0,42 Milliarden Euro an Nettomittelabflüssen, 0,29 Milliarden Euro an Ausschüttungen und 8,49 Milliarden an Kursgewinnen zusammen, berichtete VÖIG-Präsident Heinz Bednar auf Basis der neuesten VÖIG-Zahlen. „Das Ausmaß der Kursabschläge war übertrieben. Umso erfreulicher ist es, dass die Investoren den Rebound an den Märkten nutzen konnten. Viele stehen immer noch an der Seitenlinie und warten einen günstigen Einstiegszeitpunkt ab. Wir wollen sie mit unseren Fondsprodukten abholen und ihnen gerade am Weltfondstag eine Anlageperspektive im anhaltenden Umfeld extrem niedriger Zinsen bieten.“

Speziell das regelmäßige Ansparen mit Fonds sei eine Alternative zu niedrig verzinsten Sparverträgen und Immobilien, betont Bednar. Durch den Cost-Average-Effekt können die Preisschwankungen an den Märkten für ein besseres Eergebnis genützt werden. Wichtig sei jedenfalls eine ausreichend lange Anlagedauer, um die Vorteile von Fonds und die Ertragschancen realisieren zu können. Aber auch emotionale Stärke und Durchhaltevermögen in schwierigen Marktphasen sollten Fondsinvestoren mitbringen, betonte Bednar: „Nerven verlieren war noch nie ein guter Ratgeber für Anleger.“

Vorsorgedepot gefordert
Abgesehen von den derzeit laufenden Werbemaßnahmen erhofft sich der VÖIG und der VAIÖ für die Fondsbranche von der österreichischen Politik eine „Attraktivierung“ der dritten Säule mit einem „Vorsorgedepot“, das steuerliche Anreize zum Fondssparen bieten soll. Sobald der leidige „Brexit“ über die Bühne gegangen ist oder zumindest ein Austrittsdatum der Briten feststeht, sollen die laufenden Gespräche zwischen den Fondsverbänden und der Politik wieder intensiviert werden, um ein für die Fondsindustrie vorteilhaftes Verhandlungsergebnis zu erreichen. „Wir bleiben mit den anderen Verbänden am Ball“, betonte Bednar

In der Fondsbranche tut sich immer etwas
Insgesamt verwalteten die 17 österreichischen Verwaltungsgesellschaften per Ende März 2019 1.998 Wertpapierfonds, davon 750 Publikumsfonds und 1.248 Spezialfonds. Es wurden seit Jahresbeginn 21 Fonds geschlossen und 27 fusioniert. Gleichzeitig wurden 16 Wertpapierfonds und 1 Immobilienfonds neu aufgelegt. (aa)

Anmerkung: Die besten Grafiken der zwei gehaltenen Präsentationen zu den Fondsmärkten finden Sie oben in einer Bildergalerie.

 

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